Mutproben & Meilensteine: Raus aus der Komfortzone

Shownotes

Neue Folgen Gespräche mit Mutigen gibt es jeden ersten Dienstag im Monat, überall, wo es Podcasts gibt! 🎙️ Ich freue mich, wenn ihr wieder einschaltet, Gespräche mit Mutigen abonniert & mit fünf Sternen bewertet ⭐️ ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ Gästin:

Host: @Theresa.Keller

Podcast: @⁠⁠gesprächemitmutigen

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00:00:01: Meine heutige Gästein ist Jenny Austersdorfer.

00:00:04: Sie ist Familien- und Partherapeuten, mit ihr spreche ich darüber wie sie sich trotz Festanstellung selbstständig gemacht hat, warum sie es sich heute nicht mehr anders vorstellen könnte

00:00:17: und

00:00:18: was sie dabei geholfen hat.

00:00:19: Viel Spaß bei der Folge!

00:00:27: Hallo Jenny!

00:00:28: Ich freue mich total dass du da bist und dich auf dieses Experiment eingelassen hast.

00:00:33: Ich freue mich, dass du den Mut hattest hier zu herzukommen und mit mir über genau dieses Thema auch zu sprechen.

00:00:40: Ja ich freue mich auch!

00:00:41: Vielen Dank für die Einladung.

00:00:43: Wir kennen uns über ein BPW also wir sind jetzt nicht komplett unbekannt.

00:00:49: Genau Wir haben uns irgendwie über dieses Frauennetzwerk kennengelernt und viele Parallelen schon festgestellt, unter anderem Herr der Ringe gerade eben.

00:00:59: Ja!

00:01:01: Wichtigste, glaube ich?

00:01:03: Ich bin auch totaler Herr Der Ringe-Fan.

00:01:04: Es gibt so viele Zitate die ich immer im Hinterkopf irgendwie habe... Na ja, es ist wieder ein anderes Thema.

00:01:12: Wie geht's dir?

00:01:13: Wie bist du jetzt hierher gekommen?

00:01:16: Wie war dein Tag bis jetzt?

00:01:19: Also mir gehts ... Eigentlich total gut.

00:01:21: Ich hatte jetzt die letzten zwei Tage Seminar zu dem Thema, was mir total Spaß macht und voll die tollen Leute, die da mitgemacht haben, mit erarbeitet haben und irgendwie fühle ich mich total getragen.

00:01:33: Muss aber sagen es war... Bin ja immer sehr engagiert und idealistisch und bin immer so dran an den Leuten und möchte ja etwas weiterbringen.

00:01:43: Und da geht's manchmal über meine Kapazitäten hinaus.

00:01:48: Krasser Migräne.

00:01:50: Bin voll gepumpt, alles gut.

00:01:53: Ich kenne das schon!

00:01:54: Genau, bin jetzt entspannt mit dem Fahrrad hergekommen und war auch nicht schlecht mal so frische Luft zu tanken bis hierher... Die zehn Minuten, wir wohn ja eigentlich gar nicht weit voneinander entfernt.

00:02:06: Was war es für ein Seminar?

00:02:08: Es ging um das Thema wie kann ich Konflikte geschickt lösen, gut lösen in Kraftvoll durch meine Präsenz.

00:02:19: Das

00:02:20: fußt so ein bisschen auf einen gewaltlosen Widerstand, man hat Magandhi, Martin Luther King ... Ja, gewaltlos zu sagen, nee ich habe hier eine Haltung und das mache ich nicht mit und ich bleibe gleichzeitig in Beziehung.

00:02:36: In Beziehungen zu mir.

00:02:37: wie geht es mir gerade?

00:02:38: Kann Wirklich mit einer guten Haltung der anderen Personen begegnen, ohne die zu verteufeln und zu demunisieren.

00:02:46: Das machst du extra weil so sondern nie lass uns doch eine Lösung finden unaufgeregt entspannt und trotzdem klar und deutlich.

00:02:56: Also ist das wahrscheinlich gar nicht so leicht und manchmal also ich meine man mich glaube jeder kennt es irgendwie aus einem Privatleben.

00:03:04: Das ist auf jeden Fall ein Thema, da möchte ich später auch noch mal ein bisschen drauf eingehen.

00:03:08: Das war ja sicherlich eine Zuge deiner Arbeit.

00:03:10: Du bist ja systemische Therapeutin und hast dann den Schwerpunkt auf Familien- und Paarbeziehungen... Ja!

00:03:20: ...und das natürlich Kommunikation.

00:03:21: Ein ganz wichtiger Schlüssel.

00:03:23: Er

00:03:23: ist A und O oder?

00:03:25: Geht

00:03:26: nicht ohne.

00:03:26: Ja,

00:03:27: voll.

00:03:28: Genau wir wollen ja heute übers Thema Mut sprechen.

00:03:30: du bist meine erste Gästin Ich bin auch aufgeregt, also ... Und ich hab auch schon ein bisschen Angst.

00:03:42: Also weil ich merke für mich das Thema Sichtbarkeit ist so'n Thema wo ich auch sag uiuiui, wenn ich da jetzt mit so einem Thema dann rausgehe und hören des Menschen was denken die wohl über mich?

00:04:00: Aber trotzdem habe ich Bock drauf.

00:04:02: gleichzeitig Und deswegen ist das hier auch so ein bisschen eine kleine Mutperbe für mich.

00:04:07: Also, ich will ja gerne lernen und mich weiterentwickeln... ...und mach' es jetzt einfach mal anspringen's kalte Wasser!

00:04:16: Das ist gerade eben schon ne Mutperde für mich und wo ich mich testen kann.

00:04:24: Hattest du irgendwie in letzter Zeit was, wo Du auch gemerkt hast?

00:04:29: Ich mache das jetzt aber das tut schon n bisschen weh.

00:04:33: Du hast den Mut gepackt.

00:04:35: Ja, nicht allzu lange her.

00:04:38: Als du das eingeleitet hast mit sofort meine ersten Bilder ... Oh Gott ja und kaltes Wasser!

00:04:43: Genau das war dass wir waren in den Sommerferien an der Nordsee In so einem Familienresort weil halt Familie Und da gab's eine Wasserski-Anlage und ich hab halt vorher riesengroß verkündet.

00:05:00: Ja, ja das mach' ich!

00:05:01: Da geh' ich hin... gar kein Thema.

00:05:03: Das kann ja wohl nicht so schwer sein.

00:05:05: Große Schnauze gehabt.

00:05:08: Dann war der Tag soweit und dann standen wir da und dann habe ich echt gemerkt, oh Gott jetzt rutscht mir wirklich das Herz in die Hose.

00:05:15: Also so aufgeregt war ich schon ganz lange nicht mehr.

00:05:19: Der Magen hat geflattert und ich konnte kaum reden, ganz trockene Lippen.

00:05:24: Da waren die ganzen Coolkits, die da halt ewig fahren weißt du?

00:05:27: Und dann sind sie in dieser Anlage rumgehüpft und ding'n und ach was weiß ich, halt mega cool diese ganze Stanz gemacht und haben sich unterhalten wie die Großen und so.

00:05:39: und dann wir in diesen komischen Anzug.

00:05:44: Ich konnte mir ja auch nichts vorstellen drunter.

00:05:46: es war ja nix, aber nichts Vergleichbares gemacht.

00:05:48: bis dahin Keine Idee, keine Vorstellungskraft.

00:05:52: Meine Tochter hat dann geknüpfen und gesagt, nee ...

00:05:55: Ich wollte die jetzt zu zweit machen?

00:05:57: Ja

00:05:57: mit meinem Mann noch dazu.

00:05:59: Bei meinem Sohn war mir schon klar, der würde das wahrscheinlich nicht machen, da ist er nicht der Typ für.

00:06:05: Aber ich hatte ja die Klappe so groß vorher.

00:06:08: Also ich musste durch!

00:06:10: Und bis zum ersten ... ins Wasser gezogen und geschläutert werden muss man ja vielleicht so sagen.

00:06:22: Da hatte ich echt ein bisschen Schiss in der Hose, war wirklich schon lange nicht mehr so aufgeregt überhaupt nicht in meiner wachsenden Mitte oder irgendwas.

00:06:30: Ich habe mich gefühlt wie eine siebenjährige Vorm Weihnachtsmann.

00:06:38: War total geil.

00:06:39: also es war ein tolles Erlebnis hat voll Spaß gemacht.

00:06:43: Also rückblickend war's gut?

00:06:45: Ja voll!

00:06:46: Es war eigentlich eins der Highlights.

00:06:51: Nummer eins, glaube ich, meiner Top-Fünf was in diesem Jahr passiert ist.

00:06:58: Weil das so bedeutsam war mit so vielen Gefühlen verbunden irgendwie natürlich auch ein Haufen Frust weil mein Mann natürlich hat es geschafft dann aufzustehen und gezogen zu werden und eine Runde zu fahren.

00:07:12: Und ich bin in der ersten Kurve ja jedes Mal rausgeflogen, wenn ich es überhaupt bis dahin geschafft

00:07:16: habe.

00:07:17: Das hat mich ein bisschen gefrustert.

00:07:19: wie kann das sein?

00:07:20: Ich finde noch so sportlich!

00:07:22: Kann ja auch nicht mal sein.

00:07:24: Genau.

00:07:25: Und dann natürlich viel Freude und so.

00:07:26: Es war echt einen Kick an den Dorfinkick und weiß der Geier was da noch abgelaufen ist.

00:07:31: im Hirn War schon geil.

00:07:34: Und hast du es dann auch mal geschafft ganz rumzufahren?

00:07:37: Nee, in der ersten Kurve hat's mich rausgehauen aber das ist jetzt gut so.

00:07:42: Es war ja schon einmal ein Erfolg bis dahin zu kommen und man soll ja aufhören Wenn's am schönsten ist, oder?

00:07:50: Die erste Kurve da war es am schönste.

00:07:52: Da,

00:07:52: genau!

00:07:53: Man wusste soweit zurücklaufen und dann auch noch irgendwie ... Nee, nee, das war ein Erfolg mit dem Erfolgserlebnis aufhören und ich wollte jetzt nicht gefrustet.

00:08:02: Und wir haben ja hier in Wackersdorf glaube ich, oder wo ist denn das?

00:08:07: Ja irgendwo auch nochmal Steinsberg am See, glaube ich noch mal so eine Anlage.

00:08:10: Auch eine für Anfänger und da werde ich auf jeden Fall nochmal hin und üben.

00:08:15: Aber bei den Anlagen steigt man ja meistens von Land aus ein.

00:08:20: Dann wirst du lusten, musst nicht erst aus dem Wasser

00:08:22: kommen?

00:08:22: Nee, genau.

00:08:23: Man sitzt dann auf diesen Wasserschiern und wird gezogen mit dem Ding.

00:08:29: Das ruckelt halt dann in dieser ersten Kurve.

00:08:32: Dann fängt das an zu ruckeln.

00:08:34: Man verliert dann erstmal den Zug.

00:08:36: Und dann wird man noch mal so richtig gezogen ... Ja okay, also jedes Mal ins Wasser.

00:08:42: Das war lustig!

00:08:45: Du hast gemeint, du musstest das und durch.

00:08:50: Aber das musstest du ja gar nicht!

00:08:53: Ja für meinen Kopf dummerweise schon.

00:08:56: Aber wieso?

00:08:56: Ich bin ja schon ein Mann der Worte würde mal sagen nein also möchte schon wenn ich es ankündige dass werde ich tun zu kneifen wäre ein Scheitern und das wär jetzt blöd gescheitert weißt du man kann ja.

00:09:10: also ich finde ja scheitern ist okay kann man schon mal machen.

00:09:15: Aber ich weiß, wo war's?

00:09:16: Es ist ja machbar.

00:09:17: Ich hab zwei Hände, zwei Füße in Hirn ... Ich kann schwimmen!

00:09:20: Wo wär jetzt der Nied gewesen zu sagen, nee doch

00:09:23: nicht?!

00:09:24: Ich hatte keine Angstzustände, keine Panikattacken, gar nix.

00:09:26: Also was wäre denn der gute Grund gewesen?

00:09:28: Also wirklich der gute grund zu sagen ne, doch nicht.

00:09:32: So ein bisschen über den Schatten springt und das fand ich schon einen Machbarrer-Schatten Und manchmal darf man sich ja ein bisschen challenging.

00:09:40: Das war es für mich schon machbar, tragbar, aushaltbar.

00:09:45: Und warum hattest du dann so Angst, wenn du ja anscheinend auch wusstest?

00:09:48: Also vor was hatteste du Angst.

00:09:49: Wenn du wusstest naja das ist ja machbar und ich kann schwimmen und so weiter.

00:09:55: Es war es nix gewesen was irgendwie vergleichbar war mit irgendwas was ich schon mal gemacht hatte.

00:10:00: also ich hatte kein Gefühl dafür keine wie auch immer geartete vorherige Erfahrung damit aber ganz neu neue Neue Bewegungen neuer Arten Körper zu zu nutzen, so man darf die Arme nicht anwinkeln und es war aber so in diesem Körpergefühl drin das zu tun.

00:10:18: Also es war ganz anders, ganz neu als ich je gemacht habe.

00:10:21: Und es waren ja wie gesagt all die Coolkits.

00:10:23: Die standen ja da in der Reihe.

00:10:25: Es waren auch coole Erwachsene, also nicht nur Kids.

00:10:28: Die haben halt echt ihre Stanz gemacht.

00:10:31: Ja?

00:10:31: Und dann kommen wir abgehalfterten komischen Touristen Und fangen an das erste Mal, dass überhaupt zu machen.

00:10:42: Ich glaube, das ist echt meine Sorge und das ist es schon ganz oft wenn ich da beobachtet werde bei Sachen.

00:10:48: Es gibt Zeugen des Scheiterns, man hat die sich blöd angestellt.

00:10:53: Das waren ganz nette Leute.

00:10:54: also die waren wirklich freundlich wusste ich aber vorher nicht.

00:10:58: Die waren ganz unterstützend auch!

00:11:00: Ich hab mir wirklich Tipps gegeben und mach mal so.

00:11:02: Mach mal so, nee kein Stress, probier noch mal und sowas.

00:11:05: auch bei mir hat das auch ganz schön lang gedauert.

00:11:07: also die waren wirklich freundlich.

00:11:10: aber bis dahin wusste ich das ja nicht und ich dachte die gucken und lachen mich aus oder so.

00:11:16: Das ist ja schon eine Bewertung.

00:11:19: Also die Angst vor der Bewertungen von außen Ja Auch wenn du Die Leute abgesehen von deiner Familie ja eigentlich auch nie wieder siehst

00:11:28: Schreck.

00:11:29: Und

00:11:29: trotzdem haben die dann für den einen Moment oder diese paar Stunden so eine klasse Wirkung auf dich, dass du auch in dem Moment merkst, oh Gott was denken die sich jetzt?

00:11:40: Ja kann man mal sehen, was ich für Erfahrungen wohl gemacht hat über meinem Leben das ich so denke

00:11:47: Dass du in deiner Vergangenheit schon mal Erfahrungen gemacht hast von außen Auch wenn du die Leute nicht kanntest.

00:11:55: ja Das hatte ich schon Also schon auch.

00:12:00: Doch mit Sicherheit auch von meiner Herkunftsfamilie, also da gab es schon dieses ... Das ist nicht böse ... Nee überhaupt nicht so, also dieses Leiste-Was?

00:12:11: Aber nicht irgendwie... Meine Eltern haben schon immer gesehen, dass die kann was.

00:12:16: Da ist Potenzial.

00:12:18: Die ist nicht doof und die soll das mal nutzen.

00:12:21: Und da haben die Wert drauf gelegt.

00:12:24: Und das hat mit Sicherheit ganz schön Druck erzeugt bei mir.

00:12:29: Ja, da musste ich was tun und wenn da irgendwie was weiß ich in der Schule schlechte Note.

00:12:32: Ich glaube das kennen auch einige so und ich komme nach Hause Und in meinem Kopf ging es schon los irgendwie so oh Gott dann werden sie enttäuscht sein von mir.

00:12:40: Was halten die von was denken die?

00:12:42: Ich bin unter meinen Fähigkeiten geblieben Weil jetzt ist etwas was man hier in der Gesellschaft glaub ich so grundsätzlich auch hat dieses Leisten müssen und sonst bist du niemand.

00:12:51: und ja Du bist nicht liebenswert einfach nur so weil du bist auf dieser welt sondern Man muss sich das erst mal schön verdienen.

00:12:59: Das Geschmäckler haben viele und ich auch, noch deutlicher habe ich es gemerkt als ich in einer Therapieausbildung war und wir mit den Klienten vor der Gruppe arbeiten sollten damit eben geguckt wird.

00:13:15: Mensch entwickelt die sich als Therapeuten weiter.

00:13:19: wie arbeitet sie was muss ja am Ende jemand das Zertifikat unterschreiben so und soll ja schon irgendwie.

00:13:26: Wir haben ja einen hoch verantwortungsbewussten Job.

00:13:29: Also ich möchte, dass der gut ist.

00:13:31: und das war für mich immer ganz solch Stressmoment mit den Leuten also mit den Klienten – es waren ja echte Klientinnen, mit denen habe ich schon gearbeitet aus den Familien-Settings, aus der Familienhilfe heraus.

00:13:45: und dann gucken die Kollegen und Kolleginnen ... Und die schauen sehr bewusst drauf was spricht sie?

00:13:53: Macht die für Methoden, warum macht ihr das?

00:13:55: Und die schrieben ja auch alle mit.

00:13:58: Ich war dann mit dem Ohr eigentlich eher bei den Kolleginnen ... Die mitschrieben!

00:14:05: Ich hörte das und mir dachte, oh Gott!

00:14:10: Das hat mich ganz schön herausgefordert.

00:14:15: Weil du in dem Augenblick auch wieder gedacht hast, die notieren sich gerade was, irgendwas ist grade... Du wusstest ja nicht, er hätte auch positiv sein können.

00:14:22: Hätte

00:14:22: es sein können.

00:14:23: aber bei mir war im Kopf oder was hab ich jetzt vermisst gebaut?

00:14:26: Oh was schreiben die jetzt auf?

00:14:27: warum schreibt ihr jetzt hier etwas auf?

00:14:28: Oh Gott!

00:14:29: Was habe ich jetzt falsch gemacht?

00:14:31: Und das ist halt mein innerer Antreiber so.

00:14:34: dieses Auge muss richtig gut machen und denken die anderen von mir und auf der einen Seite schon sowas Perfektionistisches und auf einer anderen Seite muss man jetzt auch ehrlich sagen ganz deutlich schon noch so ein Pibelbließer.

00:14:48: Ich möchte es ja auch recht machen.

00:14:50: Die sollen ja hier auch was bekommen für ihr Geld, ja?

00:14:55: Und ich habe schon tatsächlich einen hohen Anspruch an meine Arbeit.

00:14:59: Obwohl das eigentlich ein Lernprozess war – so'n Lern-Prozess.

00:15:03: Ich war noch in der Ausbildung aber ich hatte die Idee, nee, das muss jetzt schon alles Hand und Fuß haben uns ... Pico Berlo, ne?

00:15:13: Ja, ich glaube, das kennen sehr viele.

00:15:15: Also ich kenne's von mir auch so.

00:15:18: Also es klingt gerade so, du bist mit dir selbst strenger als vielleicht auch mit anderen.

00:15:23: Oder hast höhere Ansprüche und da würdest du vielleicht nicht dass dann jemand andern vorwerfen zum Beispiel?

00:15:30: Du würdest jetzt niemanden vorwerven der dann damit die an der Skianlage steht, an der Wasserskianlage und sagt oh nee ich trau mich einfach nicht Ich will's nicht.

00:15:40: Und ich weiß ich kann schwimmen, ich weiß, ich kann dahinten wieder rauslaufen.

00:15:43: Ich weiß hier sind Leute die mich aus dem Wasser ziehen.

00:15:46: wenn doch irgendwas ist Würdest du dann diese Person denken, weißt doch mal zusammen?

00:15:54: Null nie.

00:15:55: Im Leben nicht.

00:15:56: Aber bei dir

00:15:58: freundlicher mit anderen Eis mit mir.

00:16:00: oder war es also?

00:16:03: das hat sich ja zum Glück verändert so dieses permanente dranbleiben und sich entwickeln eben dadurch dass ich mit Menschen Arbeiten als Therapeuten.

00:16:13: Und ich kann ja denen nicht sagen, leben sie mal ihr Leben so und so ... Ich krieg selber nicht auf die Kette.

00:16:17: Also das geht nicht...

00:16:20: Aber das machen immer so viele oder?

00:16:22: Es gibt bestimmt welche, die das so machen.

00:16:25: Für mich kommt es nicht in Frage.

00:16:27: Ich möchte schon authentisch arbeiten.

00:16:30: Es gebe auch manchmal zu, da habe ich auch noch ein Thema.

00:16:32: Wir haben alle unsere Lebensthemen und das bleibt.

00:16:34: vielleicht Geht halt immer eine neue Runde, ein neues Level oder so.

00:16:39: Und ich finde da ist dieser Anspruch oder diese Anspruchshaltung ist da wahnsinnig gerechtfertigt und da gehört die ja auch hin.

00:16:47: Ich will meine Arbeit gut machen das haben meine Klienten verdient.

00:16:50: Punkt!

00:16:51: Die haben verdient dass sie ne gute Therapeuten kriegen, dass die weiter kommen und ich find da gehört dieser Ansprüchen.

00:16:57: Das will ich mein kriegten.

00:16:59: Haufen Geld dafür aber nicht für Quatsch Von dir, da ist es in Ordnung.

00:17:06: Und bei dem Rest privaten Menü muss ich aushalten und den anderen zu muten.

00:17:14: Ich finde das so geil.

00:17:16: Weil was ist drin?

00:17:17: Mut ist drin!

00:17:19: Ich muss den anderen zumuten, dass ich mal sage, nee, mache ich so nicht oder hier ist eine Grenze oder komme ich nicht in Frage für und eben nicht mehr dieser Pibelbließer sein muss.

00:17:30: Nicht mehr sein.

00:17:31: wirklich will das auch nicht mehr sein für wen

00:17:33: oder was.

00:17:35: Auf die Arbeit und auch auf die Arbeit mit deinen Klienten gehe ich später noch mal ein, aber ich will nochmal einen Stück zurück.

00:17:43: du hast es gerade schon gesagt wir waren grad schon bisschen Thema Kindheit-Jugend.

00:17:48: und was würdest du sagen?

00:17:51: bist du in einem Haushalt groß geworden indem du auch ermutigt wurdest?

00:17:59: raus aus der Komfortzone zu gehen.

00:18:00: Es gibt so den schönen Satz, in der Komforzone wächst nichts und den finde ich irgendwie schön.

00:18:06: Aber ich meine da ist es ja bequem und da fühlt man sich auch wohl und man will sich ja auch als Mensch wohlfühlen.

00:18:11: nur weiter kann man sich da halt nicht so wirklich entwickeln.

00:18:15: In was für einem Haushalt bist du groß geworden?

00:18:17: oder vielleicht auch mit Geschwistern?

00:18:19: Und ja warst du ein ängstliches Kind.

00:18:21: wie war das?

00:18:22: Jetzt muss ich mich ein bisschen sortieren Was ich hier sagen möchte, weil... Ich weiß ja nicht was meine Eltern denken oder nicht denken.

00:18:35: Also ich glaube schon dass das ein Haushalt war, es war nicht immer leicht für mich.

00:18:41: Meine Eltern haben sich wahnsinnig Mühe gegeben und wollten ihren Job gut machen Und die haben den auch gut gemacht.

00:18:50: In manchen Sachen hat er für mich nicht gereicht.

00:18:54: Es gab Komfortzone Die gab's gab aber auch oft genug keine Komfortzone und die Ermutigung bestand, war es eine Ermutigung.

00:19:09: Doch die gab's bestimmt von Oma Oper, die hatten ein bisschen Abstand und ich glaub für meinen Eltern war eher ne Erwartungshaltung Und das hat mich aus dieser Komfortzone rauskattepultiert.

00:19:21: manchmal so Für umsonst kommt es ja nicht.

00:19:25: Das ist so Bibelbliser und dieser Perfektionismus, für umsonsten mal auch diesen Beruf nicht.

00:19:31: Also ich möchte das jetzt hier nicht falsch verstanden wissen.

00:19:35: Ich bin meinen Eltern wirklich dankbar dafür weil ich konnte... das war genau das richtige Maß an Anspannung und Entspannungen dass ich mich entwickeln konnte und diesen Weg gehen konnte.

00:19:47: Und ich muss zugeben zwar nicht immer alles gut.

00:19:50: Es war schon auch anstrengend musste viel gucken, dass es auch für meine Eltern gut

00:19:55: passt.

00:19:57: Und das hat mich rausgeholt aus meiner Komfortzone.

00:20:02: Hast du da ein konkretes Ereignis, wo dir dein Kopf kommt?

00:20:05: Wo du sagst ...

00:20:07: Da hab ich

00:20:08: Mut gebraucht, aber man sieht es ja dann oft im Nachgang.

00:20:13: War's Mut oder war's Dummheit?

00:20:15: Das ist eine gute Frage!

00:20:17: Wo sortiert mal das ein?

00:20:20: Mir fällt jetzt ganz spontan Ein Beispiel.

00:20:23: eines gibt bestimmt viele, viele andere Beispiele.

00:20:26: Ich muss auch sagen es ist eher noch so ein Geschmäcklauter Gefühl von früher.

00:20:32: Wo hat sich das angefühlt?

00:20:33: Aber ein Beispiel war es aktuell, dass gestern und vorgestern eben auch im Rahmen dieser der Fortbildung aufgetaucht ist, dass mein Papa mal zu mir sagte am Essstisch wo wir da alles saßen, meine Schwester, meine Mama ... Und er hat gesagt, solang du deine Füße noch unter meinen Tisch hast.

00:20:54: Hast du dich so und so zu verhalten?

00:20:57: Ich war jugendlich.

00:20:58: Was macht man als Jugendliche?

00:20:59: Revelieren!

00:21:02: Und ich hab die Füse vom ... Also unterm Tisch weggezogen, dass sie frei waren.

00:21:07: Kannste mal sehen.

00:21:09: Und ich fand das schon sehr mutig, weil in dem Moment oder in der Pubertät hätte meine Eltern nicht arg viel Humor.

00:21:20: Ich hab da echt was herausgefordert.

00:21:24: Im Nachgang irgendwann später hat mein Papa gesagt, das kann er sich erinnern und er musste innerlich lachen.

00:21:31: Da ist nichts angekommen bei mir.

00:21:32: Ich habe wirklich Schiss gehabt, oh, aber es kommt jetzt ja ... Das war schon ein mega mutiger Muff von mir.

00:21:40: So, ich möchte gar nicht schlecht über meine Eltern

00:21:43: reden.

00:21:44: Aber weil du auch gerade dich selbst als Peoplepleaser bezeichnet hast?

00:21:49: Und das ist ja schon ein Punkt, wo du dir das nicht gemacht hast.

00:21:54: Ja genau!

00:21:54: Oder voll... Also deswegen kann ich mir jetzt gut vorstellen dass du dich so alles auch so gut daran erinnern kannst weil da hast du jetzt nicht irgendwie kleinen bei oder brav und warst nicht brav sondern...

00:22:06: Genau!

00:22:07: Hast du ein bisschen heraus gefordert und rebelliert?

00:22:09: Ja genau.

00:22:11: So'n bisschen schon, genau.

00:22:13: Ja genau, das fällt mir jetzt dazu ein.

00:22:16: Sonst müsste ich glaube ich lange überlegen und Kram gibt es bestimmt was.

00:22:21: Und... Ich weiß nicht ob das jetzt in Bezug auf deine Arbeit ist oder dein Privatleben eine große Geschichte für dich wo du sagst so oh hier habe ich wirklich Mut gebraucht.

00:22:33: also da stand ich vielleicht am Scheideweg und bin dann den Weg gegangen oder denen?

00:22:38: Was war da deine Mutgeschichte und wieso hast Du Mut gebaucht?

00:22:44: Das heißt, man weiß es mir ja vieles zugeflogen im Leben.

00:22:49: Also danke an wen auch immer Danke.

00:22:53: Es gab tatsächlich einen Moment da habe lange überlegt und schon auch gezögert Und dann brauchte ich auch die Unterstützung von außen auf ganz mehrfacher Art und Weise Und das war wirklich an dem Punkt.

00:23:07: also er hat wirklich überlegt aber es bleibt nur das übrig.

00:23:10: als ich mich selbstständig gemacht hab vor sechs Jahren, fast sieben Jahren.

00:23:15: Das muss man überlegen, Jahr zwanzig neunzehn.

00:23:18: Genau, Anfang zwanzich neunzen.

00:23:19: und da hat er eben kleine Kinder zwei einen Mann und eigentlich lief ja alles ganz gut so und nur halt arbeitstechnisch.

00:23:31: ich wollte einfach das machen.

00:23:33: Von klein auf wollte ich genau das machen.

00:23:35: Ich habe mich immer als Kind schon gesehen irgendwo in einem Raum und ich sitze jemanden gegenüber und wir sprechen darüber dass es der Person wieder gut geht.

00:23:43: Das war wirklich also glasklar.

00:23:46: Aber es ist ein Riesenschritt, weil ich gebe auf festes Gehalt.

00:23:51: Ganz kurz zur Einladung in dem Zeitpunkt von dem wir gerade sprechen.

00:23:55: du warst Du hattest eine Stelle?

00:23:57: Ja genau.

00:23:58: Also du war das nicht.

00:23:59: Ich bin nicht aus einer Arbeitslosigkeit heraus und Ich hatte zum Glück schon ein Netzwerk in Regensburg mit vielen Kooperationspartnern.

00:24:11: Da war ich schon im Kontakt, aber auch nicht aus dem Nichts heraus angefangen und dann irgendwas gewuchtet, sondern es gab schon ... Gab es schon ein gutes Fundament eigentlich.

00:24:21: Und du warst

00:24:21: auch als Therapeutin schon tätig?

00:24:23: Ich war schon als Therapeuten tätig, easy und entspannt.

00:24:27: Noch nicht so viel das, aber es gab Möglichkeiten das auszuweiten.

00:24:33: Wir haben hier in Regensburg zwei Jugendämter die Familientherapie anbieten und das bezahlen und das war für mich eine gute Möglichkeit zu verdienen.

00:24:45: Selbstverständlich macht es Spaß und gleichzeitig muss ich ja auch businessmäßig denken.

00:24:51: Und das war eine tolle Möglichkeit, da eben Klienten zu generieren.

00:24:56: Dennoch dieser Absprung ... Also ich kann schon krank werden!

00:25:02: Ich verdiene halt dann nix.

00:25:04: Kriegt nichts auf die Hand.

00:25:05: Das kann ja ne Anstellung.

00:25:07: Dann melde ich mich einfach krank.

00:25:08: Meine Güte geht grad nicht.

00:25:10: Und ich krieg trotzdem meinen Gehalter.

00:25:12: ist dieser Schutz oder wenn die Kinder krank sind.

00:25:17: Das hat dann da gefehlt, das gibt es nicht mehr.

00:25:19: und man muss ja auch sagen so wirklich freundlich geht Deutschland ja auch nicht um.

00:25:25: mit den Freiberuflernen ist sehr traurig was am Ende übrig bleibt an Gehalt.

00:25:31: also wo wir überall Abgaben zu zahlen haben.

00:25:35: Es ist schon niederschmetternd

00:25:39: Also du warst in der Festanstellung, du hattest dein Gehalt.

00:25:43: Aber irgendwie war ja doch eine Unzufriedenheit.

00:25:45: also mit irgendwas warste ja unzufriedend.

00:25:49: Wie kam es dass du überhaupt überlegt hast?

00:25:52: Wäre das eine Möglichkeit?

00:25:54: Ich habe zu der Zeit eine Weiterbildung gemacht zur Supervisoren Systemisch auch von einer Grundhaltung her und die Es gab eine Kollegin, die hat ihm gesagt, warum bist du nicht selbstständig?

00:26:09: Die hat mich immer gefragt.

00:26:11: Ich habe Kinder war meine Antwort, ich hab Kinder!

00:26:15: Und dann hatte ich in der Stelle vorgesetzt ... Sorry, die das nicht so gemacht haben wie ich es gut gefunden hätte.

00:26:26: Arrogant, ja irgendwie stimmt's hier nicht.

00:26:28: Irgendwas stimmt für mich nicht.

00:26:30: Das ist nicht ganz meine Arbeitsstelle und auch von der Tätigkeit.

00:26:33: Ich möchte ja wirklich therapeutisch arbeiten und begleiten und das war es nicht.

00:26:39: Ja?

00:26:40: Ich habe da irgendeine Kindergruppe geleitet und das ist einfach nicht.

00:26:43: meine Tätigkeiten hat mir trotzdem Spaß gemacht, aber ich wollte was anderes Und hatte mich dann schon umgesucht und umgeguckt nach einem neuen Job irgendwie, und hat ein paar Vorstellungsgespräche.

00:26:58: Und bei über dreimal eingeladen und zwei von denen Gesprächen waren Leute die gefragt haben auch machen sie sich denn nicht selbstständig?

00:27:07: Okay also die Frage kam immer häufiger.

00:27:08: Die kamen

00:27:09: immer häufigen!

00:27:10: Und dann habe ich das mal durchgerechnet, hat eben dieses Frauennetzwerk eine BPW bemüht.

00:27:16: Also auch echt Danke, danke, danke!

00:27:19: Das war in der Zeit enorm wichtig diese Expertise nochmal abzugreifen oder zu haben im Rücken von den Kolleginnen.

00:27:30: und dann bin ich diesen Schritt gegangen und ich sagte dass noch so ein Netzwerkooperationstreffen von meinen Kolleginnen, ja hier ich habe gekündigt.

00:27:40: Ich werde gehen und ich sehe es nur nicken.

00:27:42: Ich mache mich selbstständig, die haben alle genickt.

00:27:45: sehr klar macht die das?

00:27:47: Also es war allen irgendwie schon klar dass ich wohl diesen Weg geh.

00:27:52: Nur ich hab gezögert.

00:27:55: Krass oder?

00:27:57: Ja

00:27:59: also ich höre jetzt auch hier gerade wieder die Stimmen von außen.

00:28:06: Es klingt für mich so, als ob du es selbst schon gemerkt hast.

00:28:08: Irgendwie das passt nicht alles so für mich aber... ...das nochmal diese Bestätigung von außen dir auch noch mal... Das nochmal näher vor Augen gebracht hat oder?

00:28:18: Ja noch einmal bestätigt hat!

00:28:20: Also die Bestätigung hat bestätigend.

00:28:22: Aber diese Bestättigung brauchte ich von Außen weil es kann ja sein und kennen wir ja schon auch.

00:28:28: also ich zumindest dass Leute sagen hey ich mach mich selbstständig ist gar kein Thema und ich denke mir Weiß ich nicht, ob das so eine gute Idee ist.

00:28:34: Weil hier fehlen was weiß ich noch Ideen Gedanken?

00:28:37: Du hast kein Netzwerk, du hast keine Aufträge... Da fehlt zu viel an Basis irgendwie und von null auf hundert geht halt einfach in dem Bereich nicht mehr.

00:28:52: Man braucht doch ein bisschen Geduld.

00:28:57: Ich wollte schon irgendwie abgeklärt wissen Ja taug ich, taug das was ich anbiete.

00:29:02: Reicht das schon?

00:29:04: Ist das stabil genug?

00:29:06: Also ich konnte jetzt hier nichts aufs Spiel setzen.

00:29:08: nehmen sind also wenn ich allein gewesen wäre ja meine Güte aber ich hatte ja Kinder.

00:29:11: Ich muss ja trotzdem irgendwie Geld reinbringen und gleichzeitig auch für die Kinder da sein kann mich nicht einfach gehen lassen wie ich möchte und undurchdacht irgendeinen Quatsch machen.

00:29:23: und da war mir das wichtig eben diese Zuversicht mir auch abzuholen von den anderen.

00:29:29: Auch von meinem Steuerberater, die machen das ganz gut gucken so mal, sie haben ja ganz strukturiert, haben schon aufgeschrieben wie was wo und auch ja ihnen traue ich das zu.

00:29:38: Sie könnten das!

00:29:40: Und dann bist du am Anfang?

00:29:41: Also du hattest ja schon ein bisschen Kontakte also hast nicht komplett aus dem Blauen heraus gegründet Das wusstest du, also du konntest so ein bisschen kalkulieren.

00:29:53: Okay ich habe hier meine Klienten die hab' ich und wenn das die Basis ist und dann on top gerne mehr.

00:30:00: aber so komme ich erstmal mit meiner Familie über dir unten okay?

00:30:05: Das hast Du klar durchkalkuliert.

00:30:07: Ja ja

00:30:08: ein bisschen Sicherheit brauchte ich schon ganz klar.

00:30:13: Und Also Wenn jetzt eine andere Frau sich denkt Ich stehe auch an so einem ähnlichen Punkt.

00:30:20: Also ist ja jetzt egal, welche Profession es ist.

00:30:24: aber jemand denkt sich vielleicht doch und irgendwie passt nicht so ganz.

00:30:30: könntest du da jetzt einen Rat geben wo du sagst oder hätte ich das gewusst?

00:30:34: Oder was hat dir da geholfen in der Zeit abgesehen von Von dem Feedback auch noch von außen.

00:30:39: Du hast gerade auch schon gesagt, du hast es mal klar durchkalkuliert.

00:30:43: Das hat ja auch nochmal diese Gefühle in Zahlen gebracht.

00:30:46: Was hat da dir noch geholfen?

00:30:49: Dass du sagen kannst, das mache ich jetzt.

00:30:54: Schon über Außen dieses realistische Sicht ist das realistisch geht das und es ging nichts übers Netzwerk.

00:31:04: Also das war nicht nur ein Frauennetzwerk, ein BPW oder so.

00:31:08: Sondern wirklich dieses ... Gibt's Leute in meiner Stadt die mich kennen und wissen was ich tue?

00:31:15: Und wie hast du das gemacht?

00:31:17: Und nach was hast du da gesucht?

00:31:18: Weil Klientinnen oder Klienten hast du ja nicht ... Da gesucht, also was?

00:31:23: Nee, die

00:31:25: hatte ich durch meine Arbeitsstelle vorher.

00:31:27: Da hatte ich die Kontakte weil es waren meine ... meine Kooperationspartnerinnen.

00:31:32: Und ich hatte die Ämter, also die Jugendämter Stadt- und Landkreis, sie kannten mich ... Die wussten eben über meine damalige Stelle was ich tue und dass ich mich weiterbilde, eben systemischer Therapeuten bin und eine Supervisionsausbildung mache.

00:31:49: und die gab's, das hat sich dann durch die Arbeitstelle organisch entwickelt so und in Kontakt gehalten.

00:32:01: Die gab es einfach durch die vorherige Arbeitsstelle und dann entstand das.

00:32:04: Dann kamen ersten Familientherapieaufträge von den Ämtern, von meinen früheren Kolleginnen.

00:32:12: Gabs an Anfragen, hey Max war ein Vortrag halten für unsere Eltern.

00:32:17: Ich habe einen Familienzentrum gearbeitet Und da haben wir ja einige hier in und um Regensburg Angefragt du, mach mal einen Vortrag zum Thema XY für die Eltern und dann haben die mich kennengelernt.

00:32:31: Und so hat sich das PöA-Pö entwickelt.

00:32:34: Auch dieses PöAPÖ braucht da echt Geduld von jetzt auf.

00:32:39: gleich geht's nicht.

00:32:40: Es braucht Zeit!

00:32:42: Was würdest Du sagen?

00:32:43: Wie lang hast Du gebraucht um ein bisschen ruhiges Fahrwasser zu bekommen?

00:32:48: Ich glaub' es waren schon vier Jahre...

00:32:51: Okay.

00:32:52: Die muss man ja auch erst mal stemmen, ne?

00:32:54: Ja

00:32:55: und da war viel dabei wo ich noch nicht so aussortiert habe will ich das jetzt doch.

00:33:00: ich wollte alles machen.

00:33:01: das ist nicht richtig.

00:33:02: aber ihr habt vielleicht mal den ein oder anderen Auftrag angenommen wo ich wusste um der krieg ich jetzt einen Kaffee Und wenn nicht, wie eine Werbeveranstaltung eigentlich.

00:33:12: Ah das davon merke ich dann.

00:33:13: was weiß ich in ein zwei Jahren vielleicht etwas.

00:33:16: aber davon habe ich jetzt aktuell zumindest finanziell erst mal nichts denn noch waren die Sachen wichtig.

00:33:22: so das brauche ich heute nicht mehr machen.

00:33:25: sowas würde ich heut nicht mehr annehmen.

00:33:27: solche Aufträge oder ja genau und auch familientherapeutisch waren viele Anfragen.

00:33:34: ja ist egal ich nehme das jetzt einfach Wurscht, welche Themen in der Familie auftauchen.

00:33:42: Jetzt habe ich meinen Steckenpferd und werde genau dafür

00:33:46: angefragt.".

00:33:47: Das klingt doof, aber es ist nicht so doof gemeint.

00:33:52: Ich muss nicht mehr jede Familie nehmen mit jedem Thema oder sowas.

00:33:55: Wenn jetzt hochstrittige Eltern kommen kann ich sagen nie!

00:34:00: Nee, nee.

00:34:01: Das ist glaube ich nicht mein Klientel.

00:34:04: geht es zu einer Kollegin die kann das besser Ich aber nicht und das hätte ich früher alles gemacht.

00:34:10: Ja Ich weiß nicht.

00:34:13: ich glaub das weißt du vielleicht gar nicht?

00:34:16: Ich habe mich mal als Fluxarfen selbstständig gemacht doch das weiß ich genau.

00:34:19: okay und Es war auch so ein bisschen am Anfang.

00:34:22: Also ich hatte ja gar keinen Kunden stamm.

00:34:25: ich bin ja von der Ausbildung direkt ohne alles so reingesprungen, während Corona

00:34:33: als es gerade angefangen

00:34:34: hat und genau dieses Aushalten oder dieses Abwarten können.

00:34:39: Und ich hatte halt zu wenig Einkommen.

00:34:41: Ich konnte nicht solange abwarten.

00:34:44: Ich habe auch ein bisschen versucht Marketing zu machen oder an die Leute zu kommen.

00:34:49: Hast du sowas auch gemacht?

00:34:51: Du hast gesagt Netzwerkveranstaltung natürlich ganz viel, ganz viele Kunden hattest du schon.

00:34:56: das ist der Vorteil gewesen.

00:34:58: Aber hast du auch noch aktiv Marketing gemacht?

00:35:02: Neben so Vorträge mal, wo du sagst naja für den Kaffee das ist ja auch schon was ähnliches.

00:35:07: Aber nee, das hast du nicht

00:35:07: gemacht.

00:35:08: Also dieses Marketing waren die Vorträge.

00:35:11: Dieses aktive Präsenz-Science Gesicht zeigen war relativ viel.

00:35:17: dann unterwegs und überall stand er dann in den Einschlägigen.

00:35:22: Was weiß ich in der Zeitung von Markt Lappersdorf oder Irgendwo stand ja dann immer mein Name drin, irgendwie vom DIN-Centrum hier aus.

00:35:31: Und das hat gereicht – es war mein Marketing.

00:35:36: Gibt's was, was du wirklich anders machen würdest?

00:35:39: Wo du sagst, da hab ich mir so viel Arbeit mit dem Thema gemacht oder ...

00:35:45: Nee.

00:35:46: Nicht!

00:35:46: Nein... Bin froh, dass er so gewesen ist.

00:35:50: Also muss echt sagen mehr Glück als Verstand vielleicht dabei gewesen.

00:36:00: Ich bin froh, dass ich nicht immer alles wusste am Anfang.

00:36:04: Also wenn ich gewusst hätte was denn eigentlich alles diese freie Beruflichkeit bedeutet?

00:36:10: So von Anfang an alles auf einen Haufen irgendwie so ne ach ja Umsatzsteuer kommt dann irgendwann und dann kommt dies und da kommt das.

00:36:17: und ja übrigens Rente und so.

00:36:20: also wenn ich das von Anfang An so gewusst hatte Hätte ich noch länger gezögert.

00:36:27: Vielleicht wäre ich den Schritt nicht gegangen, aber dadurch dass das dann zu peu à peu erst kam, so eins nach dem anderen war das für mich immer alles irgendwie machbar und tragbar.

00:36:37: Jetzt kommt das Problem Steuer interessant, gelöst.

00:36:42: jetzt weiß ich wie es geht hab da ja natürlich auch jemanden annahmen der mich da Gott sei Dank gut berät weil das mit einem Finanzamt möchte ich echt keine Schwierigkeiten haben.

00:36:53: Und dann war ein Problem tauchte auf, ich habe es erledigt.

00:36:58: Man hat eine Lösung gefunden und dann war das weg.

00:37:00: und dann kam das nächste.

00:37:01: immer so schön Schritt für Schritt fantastisch.

00:37:04: Höppchenweise!

00:37:05: Ja sehr gut, ein Problem nach dem anderen.

00:37:09: Also über was bist du froh dass du's nicht wusstest?

00:37:13: Beispielsweise Umsatzsteuer, Rentenversicherung.

00:37:17: wie das geartet ist... Ich bin wahnsinnig froh, dass mir erst relativ spät eingefallen ist.

00:37:22: Dass ich Proto, was weiß ich, XY verdiene ähnlich wie mein Mann und Netto rauskrieg.

00:37:30: Ja... Wie frisch.

00:37:32: ne also als neue irgendeine Stelle bezogen so das Anfängergehalt weil dazwischen einfach viel weggeht.

00:37:40: ja muss er komplette Rente zahlen alleine muss komplette Krankenversicherung zahlen allein.

00:37:48: Und dann kommen wir eben noch diese ganzen Steuergeschichte dazu.

00:37:50: und zack ist das Geld irgendwo anders, nur nicht bei mir.

00:37:59: Aber trotzdem machst du es weiter?

00:38:00: Ja.

00:38:01: Wir haben letztens unterhalten mit Kolleginnen... Wir sind alle so ein bisschen... Das kann ja gar nicht sein, da bleibt bei euch auch so wenig übrig am Ende.

00:38:11: Das reicht total fürs Leben.

00:38:14: Aber es ist schon interessant, wo das Geld trotzdem irgendwie hingeht.

00:38:17: Es wäre schon geil, wenn man's auch hätte.

00:38:19: Deutlich anders als angestellt sein.

00:38:22: und dann habe ich gesagt ja, wollt ihr was anderes machen?

00:38:24: Also wollt ihr zurück?

00:38:25: Wollt ihr euch anstellen lassen?

00:38:27: Und hier waren uns alle einig um Himmels willen überhaupt nicht!

00:38:29: Weil dieser Geschmack der Freiheit, ich entscheide für mich.

00:38:35: Jede Entscheidung die ich treffe, die treffe ich in voller Verantwortung Und ich stehe hinter diesen Entscheidungen, also hundert Prozent genau so.

00:38:48: Das ist nicht in jeder Arbeitsstelle der Fall.

00:38:51: Dann wird eine Entscheidung getroffen und ich muss als Mitarbeiterin vielleicht hinter dieser Entscheidung stehen.

00:38:57: Obwohl mir alles sagt nee das ist quatscht oder irgendwie ... Also das wollte ich nicht mehr tragen.

00:39:03: Das wollte ich so nicht mehr machen.

00:39:05: Und denke mir ja dass bin ich bereit.

00:39:08: diesen Preis den zahle ich gerne, kriege ich halt ein bisschen weniger als wenn nicht angestellt wäre.

00:39:14: Aber ich bin absolut

00:39:15: frei.

00:39:19: Völlig in meiner Autonomie.

00:39:21: Das

00:39:22: finde ich gut.

00:39:23: Schön!

00:39:25: Hast du Routinen die du mit der Zeit irgendwie eingeführt hast für dich wo du sagst okay... Mit der Arbeit?

00:39:34: Ich mach immer... Sowohl von Tagesabläufen als auch um die monatlich-quartalsmäßig-Routinen, dass du sagst.

00:39:41: Das hat dir mit der Zeit geholfen sicherer zu werden oder auch ... ja?

00:39:48: Man groovt sich ja irgendwie so eine, man hat ja keine äußerste Struktur mehr.

00:39:51: Also auf was ich hinaus will?

00:39:53: Man hat keine äußere Struktur meer wie in der vierzig Stunden Woche vielleicht wo du sagst okay ich bin von acht bis so und so viel Uhr oder dann mache ich noch Pause oder muss dann und dann meine Steuer abgehen... Okay das

00:40:04: muss

00:40:04: ich auch.

00:40:06: Aber du musst dir ja auch irgendwie ne Sturz also... Ja.

00:40:09: Es ist

00:40:12: hilfreich, ein bisschen eine Struktur zu haben.

00:40:16: Früher hieß es ja immer, du bist selbst und ständig?

00:40:19: Das stimmt gar nicht!

00:40:20: Also ich hab Wochenende.

00:40:22: Ist meine Struktur zum Beispiel und ich habe Feierabend.

00:40:25: Und das habe ich relativ früh gelernt in diesem Job also in diesen ganzen helfenden Berufen so dieses... Ich habe einen Arbeitstelefon, einen Arbeitshandy und das ist halt auch einfach mal aus Oder ich gehe da nicht ran, weil ich Wochenende habe oder mal es Abend ist und dann bin ich nicht erreichbar.

00:40:45: Und die Leute schaffen das echt krass ohne mich auch zu überleben.

00:40:49: Wer hätte das gedacht?

00:40:49: Ja!

00:40:50: So... Und wo ich jetzt draufgekommen bin….

00:40:54: Ich hatte immer so die Idee seit zwei Jahren ja was ist ein gutes Gleichgewicht?

00:40:58: wie viel kann ich arbeiten, wieviel will ich arbeiten?

00:41:02: also was schaffe ich von meiner Präsenz her?

00:41:05: Wie viele Kapazitäten hab' ich Weil wollen, also ich finde ja viele Sachen so interessant und wenn dann die Anfragen kommen mit dem Oh Gott das klingt so gut.

00:41:13: Ja und ich würde so gerne, ich würde zu gern.

00:41:15: So und ich muss aber schon schauen dass ich mich nicht überlaste und da bin ich jetzt drauf gekommen nicht die Termine zu zählen die ich mache weil sie unterschiedlich lang sind in der Woche sondern wirklich zu schauen wie viel arbeite ich denn stundenmäßig und ich arbeite jetzt eine bestimmte Stundenzahl.

00:41:33: das ist das was ich leisten kann und vergebe dann keine Termine mehr, wenn die Woche voll ist.

00:41:41: Und das funktioniert richtig gut viel besser als Termine zu zählen.

00:41:46: Nur vierzehn-fünftin Termine in einer Woche oder sowas klingt jetzt vielleicht wenig aber es einiges hat immer nicht so ganz funktioniert.

00:41:55: Das ist jetzt besser!

00:41:57: Und das hast du im Anfang anders gemacht?

00:41:59: Naja ich habe am Anfang genommen was kam um irgendwie Geld zu generieren.

00:42:05: Ich habe jeden Auftrag angenommen, der reinkam und hat sich ja auch PöA-PöA aufgebaut.

00:42:10: Ich hab damals nicht so viele Aufträge bekommen wie jetzt und auch nicht so viel gearbeitet.

00:42:17: Da habe ich mir gedacht, krass, ich habe sieben Termine in einer Woche, Gott, oh Gott!

00:42:21: Und bei mehr als einem Doppelten.

00:42:25: Das hat sich auch PÖA-PUA auf gebaut.

00:42:26: Die Frage hat sich erst noch nicht gestellt ... Erst seit ungefähr zwei Jahren oder so.

00:42:33: Die Aufträge kommen entspannt rein und wo muss ich in die Grenze ziehen?

00:42:38: Und wie, wie zieht sich die Grenzen?

00:42:40: Wir erinnern uns Pippelpließer, gell?

00:42:42: Ja, total.

00:42:43: Na

00:42:43: doch was!

00:42:45: So ja genau.

00:42:47: Schwankt dein Gehaltsjahr von Monat zu Monat.

00:42:49: wenn

00:42:50: du nicht im Urlaub bin dann ja

00:42:52: Okay, aber das ist ja abzusehen.

00:42:53: So okay dann bin ich da im Urlaub den Monat?

00:42:57: Aber ansonsten kannst du sagen ok ich kann ungefähr schon sehen...

00:43:01: Ja genau.

00:43:02: also das ist relativ stabil außer selbstverständlich.

00:43:05: wenn ich sage im Sommer bin ich vier Wochen im Urlaub oder jetzt im Winter drei Wochen im urlaub dann ist klar da kommt erstmal nichts

00:43:15: Weil.

00:43:15: das ist auch noch mal, ich glaube für viele dieses Argumenten was man hört oder was ich ja selbst für mich auch kenne.

00:43:23: Man weiß im nächsten Monat hat man wieder so viel und wenn du selbstständig bist dann schwankt es so.

00:43:30: Je nachdem wie stark es schwankend, wieviel kann ich ausgeben?

00:43:34: Aber im nächsten monat weißt nicht, wie viel Wein kommt und welchen Lebensstandard kann ich mir jetzt leisten?

00:43:40: Also

00:43:41: es ist bei uns anders, also in diesem Kontext.

00:43:44: Als Supervisorin werde ich erst mal für ein Team für zwei drei Jahre gebucht.

00:43:49: die sind immer sicher weil sie einen Prozess braucht und wenn die sich mal für mich entschieden haben dann bleiben die auch erstmal dabei für den nächsten zwei drei jahre weil manchmal so diese Prozesse So lange brauchen, das ist Quatsch dann zu wechseln zwischendurch.

00:44:06: Außer es passt halt wirklich gar nicht, ist auch völlig in Ordnung und eigentlich ähnlich war den Therapien also bei den Familientherapien vom Jugendamt.

00:44:14: Das sind so ein bis zwei Jahre und solange begleitet die Leute.

00:44:18: das heißt Es ist das ist safe dass es fest und wenn die leute partherapie beispielsweise Es ist ja frei das zahlt ja niemand außer die leuteselber Dann weiß ich Also ich begleite euch ein Stück, vielleicht ein halbes Jahr oder so was.

00:44:36: Das ist dann schon ein bisschen abzusehen und die meisten wollen ja dann ihre Termine auch nicht halbjährlich sondern schon eins bei Termine im Monat oder so und dann habe ich schon eine gewisse Sicherheit.

00:44:50: Ja okay das leidet eigentlich ganz gut über weil ich nochmal auf die Arbeit mit deinen Klienten und Klientinnen eingehen wollte.

00:45:02: Du hast auf deiner Website natürlich auf dich gelesen.

00:45:05: Hast du geschrieben, dass man wenn man zu dir kommt und mit dir arbeiten möchte Mut-und Lust mitbringen soll neue Lösungen also neue Wege zu gehen.

00:45:21: Mut und Lust soll man mitbringen.

00:45:23: kannst du dazu was sagen?

00:45:24: Ja Also ich biete eine Dienstleistung an und ich arbeite gerne biete oder bereite den Raum für Entwicklung, weiß der Geier was?

00:45:37: Für Lösung biet ich an und ich gebe meine fünfzig Prozent.

00:45:41: die hundert Prozent sind aber fünfzig prozent in dem Prozess.

00:45:43: Die gebe ich rein und die anderen fünfzig Prozenten müssen von den Klienten kommen weil sie müssen es umsetzen in ihren Alltag.

00:45:50: Sie müssen sagen ja okay ich will und ich brauche einen Auftrag von denen.

00:45:53: Die müssen mir schon irgendwie etwas geben.

00:45:58: woran wollen wir denn arbeiten?

00:46:00: Das heißt es braucht ja schon, wenn die zu mir kommen so ein bisschen Veränderungswillen.

00:46:05: Was ist die Lust?

00:46:06: Ja ich will schon also irgendwie braucht's was und irgendwas darf sich verändern soll er sich ver ändern Und zwar x y und dann genau können wir damit also können wir miteinander daran arbeiten.

00:46:17: aber das braucht also ich brauche einen Auftrag.

00:46:20: So dass ist die lust und mut.

00:46:23: deswegen man guckt sich ja schon genau an Darf ich das so glaube?

00:46:29: Doch, ich kann das so sagen.

00:46:30: Ich verlange auch eine gewisse Form von Ehrlichkeit.

00:46:35: Ich verlang's denen ab, dass sie ehrlich mit sich sind.

00:46:39: Für eine gewissen Form von Veränderung braucht es eine gewissere Ehrlich- keit mit sich selber und schon auch Mut weil ich entwickel mich oder veränder mich ja nicht für mich in meiner Blase, ich als Einzelperson sondern es hat immer eine Wirkung auf meinem System.

00:46:58: Er hatte immer eine Wechselwirkung und vielleicht mutte ich dann meinen Leuten ein bisschen zu viel zu, meinem System zu viel.

00:47:08: Wenn ich mich veränder, ist er wie so ein Mobile.

00:47:10: Da hängen Haufen dran und eine Figur, wenn nicht transzi, die wackelt.

00:47:14: aber das ganze Mobile wackelt eigentlich ja?

00:47:17: Und für manche Sachen braucht es tatsächlich

00:47:20: Mut.

00:47:21: So gesagt habe ich vielleicht einen Fehler gemacht oder hier ist mein Beitrag dass und das kann ich ändern daran Was hat das denn eigentlich für eine Bedeutung für mein Umfeld?

00:47:33: Kann ich das meinem Umfeld auch so zumuten, kann ich das abverlangen oder wird mir das zu teuer am Ende.

00:47:43: Dann ist der Preis zu hoch.

00:47:46: und wo muss sich dann auch mutig sein und sagen okay es gibt ein paar Sachen die muss ich wahrscheinlich akzeptieren.

00:47:52: Die sind dann wahrscheinlich so und ich finde Akzeptanz ist eines der härtesten Sachen.

00:48:00: Und da mutig hinzugucken, also wirklich ehrlich zu sein.

00:48:04: Das ist echt nicht leicht!

00:48:06: Also das ist wirklich nicht leicht... Ich finde, dass haben die Leute verdient wenn es zu mir kommt, dass ich ehrlich mit ihnen bin und das auch sage.

00:48:15: Dass der Preis in sie zahlen für die und die Veränderung.

00:48:19: Können Sie die tragen?

00:48:20: oder wie wollen wir damit umgehen?

00:48:21: Wie wollen sie damit um gehen?

00:48:23: Oder manchmal sag' ich auch so gemeine Sachen wie naja belügen sie sich jetzt ein bisschen selber,

00:48:29: gell?!

00:48:30: Wir haben eine gute Arbeitsbeziehung.

00:48:33: Es ist schon fundiert und auch viel mit Augenzwinkern, dass ich denen auch so was ein bisschen zumute und sage ja belügen sie sich aber ein bisschen selber.

00:48:44: Meinen Sie nicht?

00:48:44: Auch das wäre meine Idee.

00:48:47: also macht er schon freundlich und zart und sodass auch für die tragbar ist.

00:48:51: oder die Haltung ist dahinter eigentlich ihr habt verdient dass ich ehrlich mit euch bin.

00:48:57: Also wirklich aus Freundlichkeit heraus auswohlen wollen.

00:49:03: Du hast ja schon gesagt, du bist systemische Thetapeuten und hast den Schwerpunkt auf Familien- und Paare.

00:49:11: für alle die es genau wissen wollen können dann auf deiner Website gehen weil da noch einige Punkte mehr stehen.

00:49:17: Und jetzt nehmen sie sich erstmal Mut zusammen und sagen, okay, offensichtlich ist hier was im Argen.

00:49:23: Egal ob alleine oder in der Gruppe.

00:49:26: In der Grupe meine ich Familie oder als Paar.

00:49:28: Also mehr als eine Person.

00:49:29: Wie läuft es ab?

00:49:31: Wie kommen dann Leute zu dir?

00:49:32: Suchen die dich an?

00:49:33: Schreiben sie dir?

00:49:34: Und wie gehst du dann vor?

00:49:36: Wenn nehmen wir mal an ... Eine Familie kommt zusammen.

00:49:42: Mhm.

00:49:42: Die haben den Wunsch mit dir zu arbeiten.

00:49:44: Wie geht so etwas?

00:49:46: Zuerst.

00:49:47: Genau, entweder rufen die an oder meistens eher eine E-Mail.

00:49:52: Man kann mich schon anrufen und muss man halt auf Band sprechen.

00:49:55: Ich rufe schon zurück – gar kein Thema aber ich kann ja nicht immer ans Telefon gehen!

00:50:00: Und dann vereinbaren wir erst mal einen Kennlerntermin so weil ich dann sage sie müssen auch irgendwie gucken können Sie mit mir überhaupt arbeiten?

00:50:08: also wenn ich die richtige Person für sie das soll ja für die Leute hilfreich sein.

00:50:12: und wenn die mich sehen und sagen oh Gott die Im Leben nicht.

00:50:17: Dann ist eben im Leben nicht, dann kommen wir nicht in Frage.

00:50:20: Das muss man aber erst mal checken auch die Art und Weise wie ich arbeite dass sie ein Gefühl dafür kriegen.

00:50:25: deswegen dieser Ersttermin Dass das dem bisschen Gefühl für mich kriegen Wie mache ich das?

00:50:32: Welche Haltung habe Ich?

00:50:34: Und da frage ich dann dort eben auch erstmal was wollen Sie?

00:50:39: Wie ist denn grad so der die Situation zu Hause, welchen Anlass hatten sie denn herzukommen anzurufen?

00:50:46: Ja ich finde das ist schon übrigens auch mutig so Zu wissen okay ja wir haben hier was.

00:50:53: Hier gibt es etwas und ich such vielleicht mal schon jemanden raus Die oder der Aber dann echt diesen Schritt zu gehen.

00:51:00: Ich rufe da jetzt an ich nehme Kontakt auf.

00:51:03: Das ist wirklich nochmal eine Hürde für viele.

00:51:07: Das zeigt wirklich von Mut Genau.

00:51:09: Und dann frage ich da eben, was wollen Sie denn?

00:51:12: Was soll denn verändert sein angenommen?

00:51:15: Das war eine Standardfrage angenommen.

00:51:16: Wir haben einen guten Prozess miteinander auf den Weg gebracht und der ist fantastisch abgeschlossen.

00:51:22: und sie gehen hier raus die Tür fällt hinter ihnen ein Schloss und sagen ja hat sich das gelohnt.

00:51:29: Was ist dann passiert?

00:51:30: Was wäre denn anders?

00:51:32: Und daran arbeiten wir dann erst mal.

00:51:34: Welche Aufträge gibt es denn, woran wollen wir eben in diesem guten Prozess miteinander arbeiten?

00:51:40: Ich werde am Anfang auch immer ganz deutlich sagen wo sind meine Grenzen?

00:51:45: womit kann und will ich arbeiten, wo komme ich nicht ins Spiel?

00:51:48: also das gibt's ja auch dass ich sage okay wenn was weiß ich Gewalt beim Paar gibt bis zu einem gewissen Punkt komme ich ins Spiel bin ich raus oder wenn es um psychische Erkrankungen geht, bin ich ab einem gewissen Punkt definitiv raus.

00:52:05: Da müssen andere Kollegen und Kolleginnen mit anderen Ausbildungen genau mit den Leuten arbeiten.

00:52:12: aber das kann ich dann nicht tragen muss ich sehr verantwortlich sein und das müssen die vorher natürlich alles wissen damit sie zumindest so klar wie möglich eine Vorstellung haben.

00:52:24: auf was lassen wir uns denn da eigentlich ein?

00:52:27: Gibt trotzdem keinen Vertrag.

00:52:28: Wir machen eine Vereinbarung und wenn die sagen, okay wir waren jetzt drei Mal da und irgendwie passt es uns nicht oder was weiß ich dann bleiben sie weg ist auch völlig in Ordnung.

00:52:38: Das war noch nie passiert aber... ...die Möglichkeit gibt's.

00:52:46: Gibt es Themen, wo du bist schon ein paar Jahre mit dabei?

00:52:51: Wo du sagst diese Muster tauchen immer wieder auf.

00:52:53: Da brauchen die Leute wirklich Mut das anzugehen.

00:52:58: Also ich mein, du hast jetzt gerade schon gesagt es ist auch erst mal mutig zu dir überhaupt zu kommen das anzuerkennen.

00:53:05: Aber dann sind die bei dir und reden mit dir Und Dann sehen sie das vielleicht auch.

00:53:12: und okay gibt dieses problem.

00:53:14: Ich kann das auch mit dem kopf verstehen.

00:53:17: aber dann wieder rauszugehen und dann Das auch umzusetzen und da bei sich selbst ein anderes verhalten An den tag zu legen oder halt mit dem umfeld.

00:53:28: Hast du da jetzt gemerkt, okay das sind immer wieder ähnliche Themen wo Leute Angst haben und erst nochmal einen Chups brauchen vielleicht von dir auch?

00:53:38: Ja.

00:53:39: Eigentlich grundsätzlich überlege ich gerade wie absolutes ist immer aber es machen wir mal sehr sehr sehr häufig brauchen die sowieso erstmal Schutz und viel Sicherheit.

00:53:52: Viel Bestätigung in ihrer Wahrnehmung das Gefühl getragen zu sein, gehalten zu sein.

00:53:58: Zumindest in meinen vier Wänden ist ein Schutzraum, Entwicklungsraum darf alles passieren oder sehr viel darf da passieren und um eine Veränderung gut auf den Weg zu bringen braucht es finde ich schon eine gute Basis, eine gewisse Form von Stabilität.

00:54:20: Ich kann jetzt nicht, wenn eine Frau ist, die total ängstlich ist und sagt ich weiß gar nicht ob mich trennen soll oder nicht.

00:54:25: Und oh Gott!

00:54:26: Oh Gott!

00:54:26: Brauche ich jetzt nichts sagen?

00:54:28: Ja verändern Sie mal alles in Ihrem Leben oder so.

00:54:31: Das wird nicht funktionierend.

00:54:32: Braue erst einmal Sicherheit, Schutz das Gefühl hier habe ich einen Raum da darf ich sein.

00:54:40: Und dass es häufig so erstmal diese dieser Arbeit, dass sie sich selber also die Bedürfnisse anerkennen, die sie haben und würdigen, und sagen ja ich stimme schon so meine Wahrnehmung stimmt schon so.

00:54:55: Und ich habe Bedürfnisse und ich darf die haben und ich da auf denen nachgehen.

00:55:04: Das ist alles eine Autonomiegeschichte also wie autonom bestreben?

00:55:09: Wie darf das sein?

00:55:11: Darf ich das überhaupt?

00:55:14: Also Schutz und Sicherheit, das ist als A&O.

00:55:16: Und auch die Arbeitsbeziehung, die wir da miteinander haben... Das ist absolut mein Job!

00:55:23: Dann eine gute Arbeitsbeziehung herzustellen, die auch wirklich aushält und trägt.

00:55:29: Und dann geht es eben viel um Bestätigung.

00:55:34: Stimmt schon so?

00:55:35: Und Autonomie.

00:55:36: Okay, und wie ziehen Sie jetzt Grenzen?

00:55:39: Wie können sie gut für sich sorgen?

00:55:40: Wie kriegen sie es gut nach außen hin?

00:55:43: Wie können sie gut für sich Grenzen ziehen, ohne die andere Person von Kopf zu stoßen?

00:55:52: Meinst du dieses Thema Grenzenziehen ist so ein durchgängiges, also was immer wieder auftaucht.

00:56:03: Ja schon ich gehe gerade mal bisschen durch aber ja... Ich würde sagen das taucht ganz häufig auf.

00:56:14: des Und auch ein bisschen ... Was mir jetzt noch kommt, der andere soll sich doch verändern.

00:56:21: Ich denke gerade an Familien und Paare so was sehr häufig ist, das ist eigentlich mein Beitrag.

00:56:30: Habe ich hier auch eine Verantwortung oder sehe ich nur, nee aber meinen Partner muss sich doch ändern?

00:56:36: Sagen Sie dem mal!

00:56:37: Der soll sich so oder so verhalten.

00:56:39: Sagen sie doch mal meiner Tochter das.

00:56:41: ja Das ist glaube ich das zweite große, was so auftaucht.

00:56:46: Es gibt ein Konflikt und in Konflikten ist es zumindest bei den, wenn sie zwei Jahre wachsen sind, Fifty-Fifty.

00:56:55: Beide tragen etwas dazu bei.

00:56:58: Und das anzuerkennen... Ich gehör da irgendwie auch mit rein in diesen Konflikte und muss auch gucken, wo was kommt denn von mir?

00:57:07: Das ist für manche nicht so einfach.

00:57:12: Auch die brauchen ihren Schutzraum, selbstverständlich.

00:57:17: Und wie kannst du denen dann helfen?

00:57:19: Also wenn jemand sagt naja aber die andere Person soll ja mal das machen oder... Ja

00:57:28: da komme ich meistens mit meinem Beispiel gegenüber.

00:57:34: von meiner Praxis ist es eine Rewe.

00:57:36: Also es könnte jetzt auch ein Ethiker oder irgendetwas sein, aber die ist keine Werbung.

00:57:40: Aber ich nehme den ganz gerne, weil er einfach gleich wie's er wie is'.

00:57:43: Und dann sagen wir, der Rewe bietet mir ja auch wahnsinnig viel an, gell?

00:57:48: Ich gehe da rein und schick mich dadurch durch die Gänge, machten angenehmes Licht und schöne Angebote... So, man hat sogar Bio-Produkte, guckt mal!

00:58:00: Schlägt mein Herz höher und die Musik ist vielleicht angenehm, aber nicht oft muss ich ehrlich sagen.

00:58:06: Und er bietet mir ganz viele Sachen an und kaufen muss aber ich.

00:58:09: Ich entscheide, was mache ich damit?

00:58:12: So...ich entscheide gehe ich mit etwas raus, gehe ich nicht mit etwas heraus und wenn ich sage mein Mann soll doch mal dies und das tun.

00:58:20: Jetzt habe ich mich in der

00:58:21: Hand.

00:58:21: Genau

00:58:23: wie der Rewe das nicht in der hand hat ob ich was kaufe oder nicht Das entscheidet ja wohl ich so.

00:58:29: und weil ich meinen Mann nicht in die Hand hab oder meine Frau ist ja völlig egal Oder meine Tochter oder mein Sohn Ich kann die nicht kontrollieren, ich kann nicht machen das.

00:58:40: Ich kann Angebote machen und die Wahrscheinlichkeit erhöhen aber entscheidend tun ja wohl die.

00:58:46: Das heißt was kann ich tun um es denen schmackhaft zu machen mit mir in eine Veränderung zu gehen?

00:58:54: Das ist dann immer die Geschichte die ich dann erzähle.

00:58:57: Was können Sie Ihr Mann Ihrer Tochter eben wen auch immer anbieten?

00:59:01: wie könnten sie sich dazu verhalten?

00:59:03: angenommen Die andere Person ändert sich nicht weil sie es nicht entscheiden können.

00:59:09: Ich kann's auch nicht entscheiden und das ist häufig was, die nachvollziehen können.

00:59:17: Ja, es ist leichter sich selbst zu ändern als die andere Person.

00:59:22: Man hat die ja nicht.

00:59:24: Also ich kann nur mich ändern!

00:59:27: Ich kann niemanden ändern.

00:59:28: Es geht gar nicht... Ich kann Angebote machen.. Ich kann Bedingungen verändern, dass es vielleicht wie gesagt die Wahrscheinlichkeit erhöht die andere Person, sich auch in eine gewünschte Richtung fände.

00:59:41: Auch das habe ich nicht in der Hand und ich kann eigentlich nur auf mich gucken.

00:59:48: Wie gehe ich denn jetzt damit um?

00:59:50: Also ob die Person sich verändert oder nicht hab' ich nicht.

00:59:53: wie gehe ich dann aber damit um unabhängig von

00:59:59: Und das kannst du da jemanden... Ich meine, das ist jetzt abstrahiert.

01:00:02: Aber was kannst du da jemandem raten?

01:00:05: Dann sagt okay gut dann ist die Person eben so und so wie kann ich damit anders umgehen?

01:00:09: also... Das ist ja auch ein bisschen... Ist es Abstand nehmen oder...?

01:00:15: Ja das ist mir jetzt auch gerade eingefallen.

01:00:17: dass hat schon auch etwas mit Grenze zu tun zu sagen ok weißt du das akzeptiere ich nicht länger.

01:00:22: das mag ich so nicht mitmachen.

01:00:24: angenommen es ist ein paar da Ja, es ist ein bisschen dicke Luft und die haben wenig Zeit miteinander sich zu unterhalten.

01:00:33: Und dann sagt vielleicht die Frau, der Mann müsste doch eigentlich ... Nee eben, müsste nicht!

01:00:38: Also um was kann sie tun?

01:00:41: Dann kann sie vielleicht okay was weiß ich mit ihm reden und sagen mir taug das nicht akzeptieren nicht dass wir kaum noch zeit miteinander haben.

01:00:54: Bevor die jetzt wartet, dass der Mann aktiv wird, wird sie selber aktiv und dann können wir dran arbeiten.

01:00:59: Was ist das?

01:01:00: Was ist möglicher was weiß ich?

01:01:02: zündens doch ein Kerzel an.

01:01:03: am Abend stellen zwei Weingläser hin Und bieten ihm an verbringen wir Zeit miteinander So dass sie aktiv wird.

01:01:10: es jetzt ganz plumpes Beispiel Dass die ins Gespräch kommen Miteinander so dass sie ganz klar schon ihre grenzen nicht so nicht mehr so nicht.

01:01:18: und Ich werde mich wie folgt dazu verhalten Du hast die Möglichkeit mitzuschwingen oder eben nicht.

01:01:27: Nutzt das Angebot, mit dem Wein?

01:01:30: So nutzt es nicht, dann trinke ich den halt ein Glas zumindest alleine und probiere es behalig, ein weiteres Mal... Und wenn die Frau mitkriegt okay der Mann hat wirklich kein Interesse mehr.

01:01:42: selbst mit Behaltigkeit, mit Angeboten, mit echt mega auch nicht mehr so viel als Frau.

01:01:47: also das wäre der eigene Beitrag.

01:01:48: vielleicht hat er man gar keinen Bock drauf Systemisch drauf schaut.

01:01:54: Wozu zieht er sich zurück?

01:01:56: oder wozu geht ja nicht mehr so sehr in die Beziehung?

01:01:59: Vielleicht meckert sie zu viel, vielleicht ist sie zu anstrengend oder weiß der Geier was.

01:02:03: Man muss das mal rausfinden.

01:02:05: wenn es ganz hoch individuell ist und wenn da wirklich nicht in die Puschen kommt okay wie gehe ich jetzt als Frau damit um?

01:02:13: heißt das für mich ich trenne mich oder arrangiere ich mich damit akzeptanz oder was mache ich denn jetzt damit Und auch hier diese Ehrlichkeit zu haben, wo geht's dann hin?

01:02:27: Erstmal das Bewusstsein.

01:02:28: Dann ist es vielleicht eine Trennung und dann habe ich es erst mal im Kopf und die Umsetzung ist auch nochmal was anderes.

01:02:34: Es hat ja viel mit Angst zu tun für uns Frauen noch einmal finanziell.

01:02:38: Eine Unsicherheit gerade wenn Kinder am Spiel sind oder so.

01:02:42: Das muss man alles gut anschauen.

01:02:46: Auch das ist ein Prozess, ein langer Prozess.

01:02:53: Und wenn das jetzt so ein langer Prozess auch ist, dass es nicht einen Augenblick und kein Moment gibt.

01:03:01: Wo's in die Richtung geht oder an die?

01:03:04: Da muss man sich immer wieder überwinden und dann über seinen eigenen Schatten vielleicht auch springen.

01:03:09: Weil man sich denkt, ah war die andere Person.

01:03:11: Jetzt strenge ich mich schon zum zweiten Mal, zum dritten mal.

01:03:15: Kommt nie was zurück.

01:03:18: Oder wie ichs mir eben wünsche

01:03:20: wäre so ... Warte mal.

01:03:24: Noch so ein Thema.

01:03:28: Und da braucht man ja auch immer wieder für manche Themen einfach Mut, um dann zu sagen okay ich probiere das nochmal oder ah das ist vielleicht gerade für mich unangenehm.

01:03:42: Ich probier es trotzdem.

01:03:44: Gibt's einen Punkt ab wann man merkt in der Situation als Familie?

01:03:50: Oder wie haben wir einen Punkt?

01:03:53: Oder als Paar, wir können es nicht auflösen.

01:03:57: Können wir diesen Moment ziehen lassen oder dieses Thema?

01:04:01: Oder können wir damit Frieden finden, dass es zwischen uns steht?

01:04:13: Die Not ist ... Ich überlege gerade, aber häufig ist so die Not groß.

01:04:20: Wenn man bei den Panen sind, kommen sie manchmal ein bisschen zu spät.

01:04:23: Da ist die Not schon so groß und es wird über kurz oder lang in irgendeiner Form eine Entscheidung geben.

01:04:30: Irgendwann wird es so unaushaltbar, dass sich irgendwas bewegt.

01:04:38: In meiner Arbeit wäre es kontrolliert zu machen, gemeinsam mit denen, dass ich kontrolliere etwas in eine hoffentlich angenehme Richtung bewegt und das habe ja wie gesagt nicht in der Hand.

01:04:51: Die Entscheidung treffe ich nicht!

01:04:53: Das macht das Paar.

01:04:54: Wenn es Paar sagt, nee wir bleiben und da steht halt jetzt einfach zwischen uns und es ist unaufflösbar oder so.

01:05:01: Irgendwann zieht sich so enorm zu irgendwann nur der Druck und die Not so groß dass irgendwas passiert und dann fliegt vielleicht den Leuten ein bisschen unkontrolliert um die Ohren.

01:05:12: aber ich muss echt hart doll überlegen ob's das ... Nee es gibt immer irgendwie Bewegung Es gibt immer irgendeine Bewegung.

01:05:20: Irgendwann ist dann die Bewegung da und

01:05:23: wenn sie noch so klein ist, aber super!

01:05:25: Dann ist es eine noch so kleine Bewegung oder was ist eine?

01:05:29: Ja ich finde es super spannend und ich könnte mich noch viel weiter mit dir unterhalten.

01:05:35: Aber wir sind ein bisschen am Ende von unserer Zeit Obwohl ich noch ganz viele Fragen im Kopf habe, die mich interessieren und ich weiß du hast auch noch viel mehr zu erzählen.

01:05:47: Und vielleicht da nochmal der Hinweis?

01:05:49: Ich weiß dass du jetzt auch ein Projekt gestartet hast mit einem Podcast.

01:05:53: deswegen kennst es ja schon in so einen Mikro reinzusprechen.

01:05:57: Und ich weiß nicht genau wann das dann gestartet aber für Leute die es dann irgendwann später hören würde ich auch noch einen Link mit einfügen.

01:06:08: Genau ich hab noch zwei letzte Fragen um das Thema hier abzuschließen.

01:06:11: Also jetzt eigentlich raus aus dem Thema, in dem wir uns gerade befunden und um dieses Interview mit dir hier abzuschließen.

01:06:20: Und die eine Frage ist wann hattest du das letzte Mal so einen Aha-Moment oder so ein Klick dass bei dir sich irgendwas verschoben hat?

01:06:32: In deiner Wahrnehmung sei es oh man ich habe immer gedacht Aber das bin ich ja gar nicht.

01:06:43: Oder in deiner Umgebung, also vielleicht auch nicht auf dich bezogen,

01:06:46: aber

01:06:47: gab es irgendwann einen Moment wo sich deine Wahrnehmungen verschoben hat?

01:06:55: Also spontan fällt mir jetzt ein Moment ein.

01:07:03: der kam spät, aber besser als nie.

01:07:06: Ich bin an unterschiedlichen Rollen unterwegs und wenn ich nach Hause komme hatte ich immer gedacht, ich komme raus aus meiner Therapeutenenrolle und bin zu Hause.

01:07:15: Ich bin einfach nur Jenny.

01:07:16: Und es ist gar nicht lange her vielleicht ein Jahr als mir eingefallen ist.

01:07:20: Stimmt gar nicht!

01:07:21: Ich habe nicht Feierabend zuhause.

01:07:25: Bin ja dann Mama.

01:07:26: Ich gehe in die Rolle von

01:07:28: Mama.

01:07:30: Und das hat mich früher mal geärgert, so kann ich keinen Feierabend haben.

01:07:33: Lass mich doch mal Feieramt haben, ihr doofen Kinder irgendwie.

01:07:37: Warum mach die Tür auf und erzähl dir mir sofort was... So total bescheuert.

01:07:42: eigentlich weil es sowas Simples ist.

01:07:43: aber da ist mir wirklich wie Schopen aus den Haaren gefallen würde die Jutta sagen eine Bpw-Kollegin.

01:07:49: Das finde ich nur ganz lustig.

01:07:51: Nee, ich bin dann nicht im Feieramend.

01:07:52: Ich wechseln nur die Rolle.

01:07:54: Dann bin ich Mama und die Arbeit geht weiter auf einer anderen Ebene.

01:08:01: Hast du jemals Feierabend?

01:08:03: Irgendwann.

01:08:04: Ja doch, wenn die Kinder im Bett sind oder bei der Oma ... Oder jetzt!

01:08:09: Jetzt habe ich Feierabel.

01:08:11: Das war so ein Spanntes.

01:08:13: Da darf ich Ich sein.

01:08:16: Und die letzte Frage ist tatsächlich weniger an dich sondern... Also du bist ja jetzt die erste Gäste, die ich habe und ich würde gerne

01:08:28: dass du

01:08:30: eine Frage an meinen nächsten Gast oder Gästen stellst, die ich dann weitergebe.

01:08:38: Das kann sein vielleicht ein Thema was dich gerade beschäftigt oder ja was du gerne mal ne Person fragen würdest und gerne auch zum Thema Mut muss überhaupt nicht sein.

01:08:50: also was dir grad so in den Kopf kommt

01:08:53: Auch hier ganz spontan, ohne dass ich erklären kann wieso es halb herum.

01:08:56: Aber vielleicht so eine sehr systemische Frage an den nächsten Gast und die nächste Gästin – was glaubst du denn, worauf ist denn deine Mama oder dein Papa besonders stolz auf dich?

01:09:08: Wow!

01:09:11: Schöne Frage… cool.

01:09:14: Das werde ich weitergeben.

01:09:18: Ja, cool.

01:09:20: Spontane sehr gute Antwort würde ich sagen

01:09:23: War wirklich spontan.

01:09:24: Wirklich,

01:09:24: wirklich?

01:09:25: Ich weiß!

01:09:26: Ja

01:09:26: also ich möchte nur den Zuhörerinnen sagen ist mir wirklich spontane.

01:09:30: Da merkt man einfach du bist es dein Thema Du kannst gut Fragen stellen.

01:09:37: Ich bedank mich super dass du da warst hat richtig Spaß gemacht.

01:09:40: ich hätte echt noch sehr viel mehr fragen können.

01:09:44: und ja schön das wir das erste Interview zusammen geführt haben.

01:09:49: Ich dank dir.

01:09:49: das war wirklich total schön Wahnsinns Freude bereitet.

01:09:54: Das ist deutlich.

01:09:58: Okay, dann ... Sehen wir uns privat dann irgendwie bald wieder?

01:10:03: Vielleicht kann man jetzt noch ein Kaffee oder was?

01:10:04: Ja genau!

01:10:07: Alles klar.

01:10:08: Gut.

01:10:09: Tschüss.

01:10:09: Ciao.

01:10:12: Ja das war's ja auch schon die erste Folge.

01:10:15: Mir hat es richtig Spaß gemacht.

01:10:17: Ich war doch recht nervös Und als dann die Mikros aus waren, saßen wir hier auch noch zusammen und haben viel gequatscht.

01:10:27: Ich hatte noch so viele Fragen an sie, ich hatte den ganzen Fragenkatalog aber die Zeit ist einfach so schnell vergangen mit ihr.

01:10:34: Sie ist so ein toller Mensch!

01:10:40: Ich hoffe euch hat es gefallen.

01:10:42: Wenn ihr selbst auch noch Menschen kennt, die hier in den Podcast passen würden, schreibt mir gerne, gebt mir gern Feedback, meldet euch und dann hören wir uns hoffentlich bei der nächsten Folge.

01:10:55: Tschüss!

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