Wie kann ich besser mit Unsicherheit und Sichtbarkeit im öffentlichen Raum umgehen?

Shownotes

Neue Folgen Gespräche mit Mutigen gibt es jeden zweiten Dienstag, überall, wo es Podcasts gibt! 🎙️ Ich freue mich, wenn ihr wieder einschaltet, Gespräche mit Mutigen abonniert & mit fünf Sternen bewertet ⭐️ ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ Gästin: @https://iris-middelhove.de/ https://frau-fuehrt.de/

Host: @Theresa.Keller

Podcast: @⁠⁠gesprächemitmutigen

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00:00:01: Hallo,

00:00:02: willkommen bei Gesprächen mit Mutigen.

00:00:04: Mein Name ist Theresa und heute spreche ich mit Ihres Mittelhofe.

00:00:10: Sie ist Führungskräfte Coach und Trainerin und arbeitet mit großen Unternehmen weltweit zusammen.

00:00:17: Zwei Themen wollen wir heute besprechen und zwar ist das einmal Selbstzweifel was ja auch für mich hier beim Podcasten

00:00:27: echt

00:00:28: immer wieder zutrifft, weil ich mir denke oh Mann!

00:00:33: Ich müsste die Fragetechnik schon besser können.

00:00:36: Ich müsste das Equipment hier besser haben und ab wann kann ich eigentlich diesen Podcast hier starten?

00:00:46: Und das zweite ist das Thema Sichtbarkeit und dabei unterscheidet sie zwischen sichtbar seinem Unternehmen und sichtba.

00:00:54: sein in der Öffentlichkeit Sichtbar sein in der Öffentlichkeit ist ja hier für den Podcast auch relevant.

00:01:03: Aber wir machen da den Vergleich, weil sie natürlich als Führungskräfte-Coaching auch viel in Unternehmen ist und da Expertin ist.

00:01:14: Also ich wünsche euch

00:01:16: viel

00:01:16: Spaß mit Erfolge!

00:01:26: Iris schön dass du da bist.

00:01:29: Ich will heute ein bisschen ein anderes Gespräch mit dir führen, wie ich sonst mache und zwar bist du ja Führungskräfte Coach- und Trainerin.

00:01:38: Und unterstützt auch viele Frauen in ihrem Weg zu Führungen, zu besseren Führern.

00:01:47: Da gibt es viele Themen die mich gerade auch persönlich beschäftigen – auch wenn nicht in der Position bin, jetzt in einer Führungsposition oder auch nicht dahin gehe.

00:01:57: Aber die Themen, die natürlich Menschen mitbringen, die Selbstzweifel, die beschäftigen mich auch.

00:02:05: und was ich erst mal fragen wollte weil du auch stärken da bist, da will ich gleich noch einmal darauf eingehen wenn du eine Person im Privatleben kennenlernst?

00:02:18: Nicht im beruflichen!

00:02:20: Was sind die ersten Sachen, die du bei einer Person bemerkst oder was?

00:02:24: Was fällt dir da auf?

00:02:27: Schöne Frage.

00:02:29: Was fällt mir auf?

00:02:30: Mir fällt meistens auf wie gut die Person den Kontakt aufnimmt.

00:02:37: Mir fällt auch ob jemand sozusagen offen ins Gesicht schaut, ob ich das Gefühl habe dass, dass jemand zu sich steht also praktisch in sich Einig ist, ich weiß nicht ob ich das noch alles erklären kann.

00:02:52: Also ich spüre wenn jemand eine innere Unsicherheit in sich trägt.

00:02:57: Ich glaube zumindest dass ich es gut spüren kann und wie sie dann im Kontakt eben vielleicht auch entspannter wird oder noch angestrengter wird.

00:03:06: Das sind Dinge die ich glaube ganz gut spürn kann, ganz gut sehen kann.

00:03:10: Wie nimmst du das wahr?

00:03:11: Wenn jemand unsicher ist?

00:03:15: Die Augen!

00:03:17: Die Augen sind eher suchend als fest, würde ich sagen.

00:03:27: Meinst du, suchend im Bezug auf dein Gesicht?

00:03:31: Oder schauen die dann in dem Raum herum?

00:03:34: Nee, eher wie guckt die Person mich an?

00:03:37: Ist es so ein Gefühl von direkt und klar oder eher ... Ich weiß gar nicht genau, wie ich mich verhalten soll.

00:03:48: in Beziehung stehe.

00:03:49: Ich weiß nicht genau, was ich vielleicht von mir erzählen soll oder nicht erzählen so.

00:03:54: Das finde ich immer sehr deutlich.

00:03:58: Ich habe das Gefühl wenn ich mit Menschen rede die da eine Expertise haben und ich weiß es auch dann überlege ich immer wie hab ich beim ersten Gespräch gewirkt?

00:04:12: Oder was nimmt die Person gerade bei mir wahr?

00:04:19: Ja, das mache ich im Beruf.

00:04:20: Aber da achte ich jetzt nicht so drauf, weil darauf achte Ich wenn Leute in den Beruf zu mir kommen aber im privaten Schalt ich es eigentlich ab?

00:04:29: Das gibt's ja irgendwie auch oft dass dann Menschen sagen Also jedenfalls ist mir das aufgefallen, dass die dann sagen Nein, da habe ich jetzt bei dir gar nichts aufgeachtet wie du zum Beispiel gerade sprichst mit einer Person Die jetzt Expertin darin ist wie man sich artikuliert.

00:04:46: also ich glaube dass das sehr unbewusst passiert ist.

00:04:49: Es ist nicht so, dass ich das Gefühl habe da kommt jemand nicht analysiere sondern ich spüre also ich spüre einfach was im Raum entsteht Ich spüre mit welcher inneren Haltung die Leute oder wie sie reinkommen.

00:05:05: Ich gebe ja ganz oft Seminare und da kommen vielleicht bis zu zwölf Personen Und wenn sie reingekommen sehe ich schon zum Beispiel nimmt derjenige Kontakt zu mir auf als die Person gerade die Führung eben in dem Raum hat zu dem Seminar oder geht derjenige einfach auf seinen Platz, nimmt ja Kontakt mit den anderen auf, guckt er sich um.

00:05:25: Oder schaut er nur dahin wo er jetzt vielleicht seine Tasche ablegen kann?

00:05:29: Also das spüre ich schon sehr stark.

00:05:31: und gerade wenn so eine Gruppe von zwölf Leuten zusammenkommt, kann ich ... In relativ kurzer Zeit kann ich schon sagen, mit welcher Stimmung ist es hier?

00:05:40: sind es Leute, die eher kontaktbezogen sind?

00:05:43: sind es Leute, die eher im Nachdenken-Modus sozusagen reinkommen.

00:05:49: Es sind das Leute, da kann man schon große Unterschiede sehen.

00:05:54: Also ich sehe oft auch ... Ich sag mal in den Raum vielleicht sind schon zwei oder drei Leute da.

00:06:00: Dann kriege ich schon eine Grundstimmung mit.

00:06:03: Wird es ein lockeres sehr kommunikative Seminar?

00:06:06: Oder wird es eher ein stilles zumindest bei diesen Personen?

00:06:10: und oft mischt sich natürlich die Gruppe aber Innerhalb von einer halben Stunde weiß man schon, oder weiß ich dann schon welche Grundtypen sind im Raum.

00:06:23: Und wenn du in privaten, in einen Raum gehst, dann fällt dir das vielleicht auf aber du versuchst es nicht so einzufangen was natürlich im beruflichen Kontext ... Das sind jetzt die Leute mit denen du arbeitest.

00:06:36: da versuchts du's auch direkt schon aktiv mehr zu sehen.

00:06:42: Also im privaten ist es so, dass ich ja keinelei Auftrag habe.

00:06:46: Ich hab überhaupt keinen Auftrag, dass irgendwas am Ende rauskommen soll in dem Sinne.

00:06:51: Das ist nicht zielorientiert, sondern ich bin einfach im Raum.

00:06:55: und jetzt zum Beispiel heute Abend gehe ich auf eine Art Wohnzimmerdiskut.

00:06:59: Da sind viele Leute die ich nicht kenne und da werde ich mit Sicherheit nicht sitzen und beobachten oder irgendwie ah, jetzt muss die in diese Stimmung entstehen oder was auch immer, sondern ... Ich sage jetzt mal total offen, was passiert da oder was passiert eben auch nicht.

00:07:16: Und ich sehe die Leute aber ich fange nicht an wie gesagt zu analysieren oder sowas sondern ich krieg es halt mit unterschwellig und ohne irgendeinen Bedarf irgendwas zu verändern.

00:07:27: Und im Seminar klar ist mir wichtig dass eine Stimmung entsteht dass viel Offenheit entsteht, das schnell Vertrauen da ist.

00:07:37: Dass die Leute eben auch Fragen stellen, dass sie von sich Beispiele bringen, dass Sie vielleicht einfach auch andere Meinungen sein dürfen und da versuche ich schon zu steuern, dass wir eine recht entspannte und offene Atmosphäre erst mal kriegen weil dann kann man eben auch besser die verschiedenen Themen anpacken.

00:07:59: Ein Thema, das ja häufiger bei dir ankommt und was auch... Ich weiß nicht, ob es da überhaupt Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt.

00:08:10: Das Thema dass man nicht genug ist also das Gefühl ich habe's noch nicht gut genugdurchzungen des thema.

00:08:17: ich bin noch nicht die expertin oder der experte.

00:08:21: gibts dann unterschied eigentlich zwischen Männer und Frauen?

00:08:25: Also wenn wir jetzt so Zahlen anschaut im Prostesyndrom heißt es ja dieses gefühl von.

00:08:30: im Deutschen heißt es Hochstabler-Syndrom, das klingt ein bisschen komisch.

00:08:34: Es geht in dem Postesyndrome darin, dass die Leute sagen, irgendwann werden sie merken ich bin hier gar nicht so

00:08:40: gut

00:08:41: und wenn man das jetzt von den Zahlen her anschaut ist es ziemlich Fifty.

00:08:44: Fifty also haben Männer wie Frauen.

00:08:47: Die Frage ist nur, wie gehen Sie damit um?

00:08:49: Und was sich besonders bemerke ist, dass Männer dann sich vielleicht eher drauf stürzen, dann mache ich halt etwas anderes und das mache ich dann richtig gut Und die Frauen eher versuchen, noch perfekter zu werden.

00:09:03: Also so gut zu werden dass man ihnen nicht an Karren fahren kann könnte man so sagen.

00:09:10: und das spannende ist dann wenn sie dann was gut geleistet haben und man lobt sich auch dann sagen Sie innerlich ja aber nur weil ich mich so gut vorbereitet habe das heißt sie wiederholen dieses sich noch mehr verbessern und noch besser sein, damit niemand sagen könnte sie wäre nicht gut genug.

00:09:28: Und das ist tatsächlich sehr spannend.

00:09:30: also das beobachte ich bei Frauen mehr als bei Männern.

00:09:35: Also ich habe gerade kurz nachgedacht meinen Verhalten noch besser sich vorzubereiten und in der Schule angefangen bei Präsentationen oder wenn man auch im Berufsleben mal eine Präsension hält sich da richtig reinzuknien und dann das bloß alles richtig vorbereitet ist.

00:09:55: Ja, kenne ich!

00:09:59: Aber was meinst du mit Männer sagen?

00:10:03: Das habe ich jetzt nicht ganz verstanden.

00:10:05: Ich mache jetzt etwas anderes also in einem kleinen Thema oder kannst du es noch ein bisschen genauer

00:10:11: schreiben?

00:10:12: Also dass sie eher was ich erlebe und wie gesagt, ich bin ja kein Master-Dinge in dem Sinne.

00:10:19: Aber was ich eher erlebe ist dass sie das dann eher fallen lassen des Themas und sich auf etwas anderes hin bewegen wo Sie eben sich sicher fühlen.

00:10:29: also wo ich jetzt im Vergleich sage Frauen kämpfen mehr darum dass sie es dann trotzdem machen aber perfektionistisch im Übermaß wenn man so anschaut und Männer eher sagen Ja aber da bin ich gut.

00:10:44: Also tatsächlich eher so vielleicht ein Ausweich-Weichmechanismus dann haben.

00:10:49: Und nicht so dieses Akribisch und jetzt mache ich es ganz, ganz genau.

00:10:52: Und auf keinen Fall einen Fehler rein oder sowas.

00:10:56: Das sehe ich schon Unterschiede.

00:10:58: Könntest du mir dann Beispiel nennen?

00:11:01: Wenn ich zum Beispiel Thema Präsentation... Na ja aber die Präszentation mache ich dann ja.

00:11:08: Aber ich glaube vielleicht, wo du sagst okay dann gehe ich da auf ein anderes Thema.

00:11:12: Ich glaube für mich zum Verständnis irgendwie das so dann Beispiel nennen kannst?

00:11:20: Ja, jetzt eher aus dem privaten Bereich.

00:11:25: In meinem ganz engen Umfeld gibt es eine Person die supersportlich ist also richtig sportlich zweitens hochmusikalisch also wirklich mit absolutem Gehör hoch musikalisch und sich in jeder Weise gut bewegen kann.

00:11:40: Das heißt, es ist jemand der fährt zum ersten Mal Inlineskates und dann macht er das perfekt.

00:11:46: Dann sieht er schon aus wie so ein schnell Läufer oder so einen eißschnellläufer.

00:11:50: Und wie gesagt musikalisch auch bewegen ist alles gut aber tanzen würde immer vermieden weil da das Gefühl war ich machs nicht richtig also mache ich's lieber gar nicht.

00:12:02: verstehst du mich meine?

00:12:03: Also derjenige isst auch tänzerisch begabt Der könnte das alles können.

00:12:07: Aber in so einen Kurs zu gehen, wo er vielleicht Angst hat, dass er nicht so schnell die Figuren lernt und das Führen lernt ... Lieber ausweichen und nicht machen!

00:12:19: Es wäre etwas was gar nicht notwendig ist.

00:12:22: aber diese Kritik vielleicht es nicht sofort zu können würde bisher bei anderen Sachen eben nicht erlebt im sportlichen Rahmen.

00:12:31: Kannst du das nachvollziehen?

00:12:33: Also diese Kritik, du machst es vielleicht nicht sofort perfekt.

00:12:37: Ist dann schwierig?

00:12:38: Lieber ausweichen und uns nicht

00:12:40: machen!

00:12:41: Und ist dann auch so ein Thema vielleicht sich durchbeißen... also dieses...

00:12:49: Ja, dieses Frustration zu ertragen, sich durchzubeißern und tatsächlich vielleicht durch eine Zeit der Kritik zu gehen.

00:13:01: Das passt noch nicht.

00:13:02: Mach's jetzt anders und so weiter, also dieses Länger dranbleiben und sich durchzubeißen, das wird eben vermieden.

00:13:09: dann in dem Moment.

00:13:12: Und in deiner Wahrnehmung?

00:13:14: In deinem Arbeitsumfeld merkst du dass Frauen da dieses dran bleiben und diese Kritik über sich ergehen lassen besser mehr häufiger durchgehen?

00:13:27: Ich meine das immer noch in der Verbindung mit dem Imposter-Syndrom.

00:13:31: Natürlich gibt es Leute, die sich da nicht hinterfragen und sagen irgendwann werden sie merken dass ich doch nicht so gut bin.

00:13:36: Ist ja nicht so, dass jeder das zu jeder Zeit hat.

00:13:39: aber wenn diese Gedanke auftaucht was mache ich dann damit?

00:13:43: Wenn dieser Gedanke da ist, gehe ich dann weiter.

00:13:46: Bleibe ich da hartnäckig werde ich eben perfekt zionistische oder weiche dem aus?

00:13:51: Das heißt nicht dass sich sagt das es im generellen so.

00:13:53: es gibt genug Männer und Frauen die sagen kann ich noch nicht mache ich weiter.

00:13:59: Ich will sie nämlich wirklich können also wirklich nur in dieser Verbindung mit dem inneren Gedanken oh irgendwann merken Sie dass ich nicht gut genug bin.

00:14:08: Und da gibt es ja ganz berühmte Beispiele, wie eben Albert Einstein hatte das.

00:14:13: Emma Watson hat das.

00:14:15: und wo ich einfach sage Menschen die wir als ganz toll empfinden heißt nicht dass sie nicht dieses innere Bild in sich haben und damit kämpfen müssen.

00:14:24: auch kann man das überwinden.

00:14:28: Ich bin kein Therapeut, ich kann es dir nicht sagen.

00:14:30: Ich kann nur sagen was ich den Menschen raten würde.

00:14:34: Klein schritt dich immer wieder diesen Mut Schritt zu machen.

00:14:37: Diesen kleinen Schritten zusammen.

00:14:39: Oh!

00:14:39: Ich habe diese Schiss, ich hab diese Angst und trotzdem... mach ich's.

00:14:43: Und wenn ich jetzt wieder so dieses Vergleich, also jetzt dieses und trotzdem vielleicht in eine Tanzkurs zu gehen und das auszuprobieren, auszuhalten dass man es eben nicht sofort kann könnte ein Schritt sein.

00:14:55: oder auch jetzt wieder auf dieses perfektionistische Eben auch mal zusammen.

00:14:59: hey!

00:15:00: Ich lass' jetzt mal fünf gerade sein und auch wenn ich echt schiss habe, dass ich nicht hundertprozentig vorbereitet bin ist trotzdem zu tun.

00:15:08: Also reinzuspringen In kleinen Schritten, weil das Große wird nicht gelingen.

00:15:12: Aber in kleinen Schritte schon!

00:15:14: Das wäre das was ich den Menschen wünschen würde.

00:15:18: Es passt eigentlich ganz gut auch zu dem Thema was ich hier gerade mache also diesen Podcast und mir geht es auch so dass ich das Gefühl habe meine Stimme sollte noch besser sein wie ich rede.

00:15:33: die Technik... Also ich bin ja keine Ausgebildete Journalisten, die können das bestimmt auch besser den roten Faden bei einer Konversation wirklich so in den Händen zu halten.

00:15:47: Also ich habe ganz viele Zweifel und ich hab den Start von dem Podcast nach hinten geschoben weil ich mich noch besser vorbereiten wollte.

00:15:57: Ich bin jetzt an einem Punkt wo ich einfach sage okay und es tut schon ein bisschen weh, weil Ich veröffentlicht jetzt einfach die erste Folge.

00:16:07: Und jetzt kommen die nächste Folge und dann kommt die nächste Volge, und während dem Prozess verbessere ich mich?

00:16:14: Das ist für mich irgendwie ein bisschen schmerzhaft zu sehen dass ich das ja alles im öffentlichen Raum mache weil klar ich könnte den Podcast mit dir aufnehmen und dann veröffentliche ich den nie.

00:16:27: aber das ist irgendwie auch nicht Sinn der Sache.

00:16:32: Ich versuche jetzt gerade diese kleinen Schritte zu machen und mit jedem Gespräch, das ich führen darf, lerne nicht was dazu.

00:16:39: Aber es tut schon weh, weil ich mich nicht so gut vorbereiten kann gefühlt.

00:16:48: Hast du da noch ein Tipp?

00:16:51: Wie ich dieses Gefühl von eigentlich müsste ich noch mehr lernen, eigentlich müsste wie ich dem ein bisschen entgegenwirken kann in meiner genauen Situation hier?

00:17:07: Ich meine, du machst das ja.

00:17:09: Du machst es gerade im Moment!

00:17:11: Du sprichst drüber – das ist das eine sich das einfach zu sagen okay so geht's mir und das andere.

00:17:17: und trotzdem mache ich es auch wenn ich meine Stimme vielleicht jetzt nicht perfekt finde oder wenn ich jetzt meinen Aussprachen nicht perfekt Das tun es eigentlich.

00:17:32: Weil ich denke, mit jedem einzelnen Podcast den du aufnimmst wird es sich ja entwickeln für dich und irgendwann wird's sich auch normal anfühlen – und ich fände es schrecklich wenn du dich so vorbereitet hast dass es jetzt ein Skript gäbe und es gibt genau die Frage die ich an welcher Stelle stellen möchte

00:17:47: etc.,

00:17:48: weil dann wirds ja nicht mehr lebendig!

00:17:50: Dann wird sie gar nicht mehr locker.

00:17:54: Und ich kann mir gut vorstellen, dass du gerne auch hättest.

00:17:56: Dass es nicht nur Gehalt voll wird sondern auch einen entspannten Rahmen hat.

00:18:00: Einen Rahmen wo wir beide halt auch ausdrücken können was wir wollen auch wenn's mal ein äh und vielleicht einen Stocken in der Frage gibt oder sowas.

00:18:10: also ich mein dann wärs geschleckt.

00:18:14: Ja das ist schön zu sagen.

00:18:18: Und klar da muss man sich darauf einlassen dass es nicht perfekt sein wird.

00:18:23: Das wird es nicht.

00:18:24: Aber wer will schon Perfekt ist?

00:18:27: Viele!

00:18:27: Okay, viele wollen was Perfektes und gleichzeitig ist aber das menschliche eben nicht perfekt.

00:18:35: Ja...

00:18:36: Und wenn ich mir zu perfekte Menschen anschaue dann denke ich auch manchmal so wie glatt ist das denn?

00:18:44: Ich finde dich nicht sehr interessant irgendwann.

00:18:48: Hast du sowas auch?

00:18:50: also kennst du dieses Gefühl?

00:18:54: Also ich würde jetzt nicht unbedingt sagen, dass sich generell so ein Imposter-Syndrom, also diese Unsicherheit.

00:19:01: irgendwann werden sie merken das ich nicht so gut bin.

00:19:04: Aber ich würde schon sagen, daß ich viel und lange immer wieder auch nicht wusste wie gut mache ich meine Arbeit?

00:19:14: Wie gut ist die denn tatsächlich?

00:19:17: Und wo ich wenn andere das gemacht haben, dann oft gedacht habe ich das hätte ich jetzt schon auch hingekriegt.

00:19:26: Aber vielleicht bin ich nicht den ersten Schritt gegangen und ich bin nicht so diejenige die zum Beispiel hoch kreativ ganz neue Dinge entwickelt.

00:19:35: Bin ich überhaupt nicht!

00:19:36: Ich bin tatsächlich eher jemand der was sieht, was mitnimmt und daraus vielleicht wieder das eigene entwickelt.

00:19:44: Und da hab ich schon öfter auch das Gefühl gehabt, ich habe selber nicht so tolle Ideen oder auf sowas wär' ich nie gekommen.

00:19:53: Wo ich dann aber auch wieder denk', das ist nicht meine größte Stärke, meine größten Stärke ist nicht Dinge ganz neu zu machen, neu zu denken oder sonst wie und womit ich glaube ich ganz gut im Frieden bin?

00:20:07: Also es ist jetzt nicht so dass ich denke irgendwann werden sie merken, dass sich nichts kann sondern eher es gibt immer was dazu zu lernen.

00:20:15: Das ist halt meine innere Haltung.

00:20:18: Du bist ja auch stärkender da, weil du gerade gesagt hast ... Weil du gerade Stärken angesprochen hast und dieses Gefühl kenne ich auch also bei mir und auch bei anderen dass die eigenen Schwächen irgendwie viel präsenter und viel größer wirken als die stärken.

00:20:37: Ich habe auch stärken das weiß ich.

00:20:38: Das bekomme ich gespiegelt.

00:20:41: Wieso ist es so?

00:20:41: Dass diese Schwächen immer so viel präsenter und viel mehr Raum einnehmen?

00:20:46: Ich glaube, dass es bei uns ein sehr kulturelles Ding ist.

00:20:49: Also ich habe so den Eindruck, dass in manchen anderen Kulturen das nicht das Erste ist wo Leute immer hingucken.

00:20:56: Ich glaube da sind wir schon ein sehr kritisches System.

00:20:59: hier haben also schon alleine ich sage jetzt mal wie die Schule aufgebaut ist da wird nach Fehlern geguckt und nicht unbedingt oder sagen wir so Es verändert sich.

00:21:08: aber Ganz oft wird er geguckt, das kannst du immer noch nicht.

00:21:13: Das kannst du noch nicht!

00:21:14: Da musst du doch was tun und das musst du noch verändern.

00:21:17: Und nicht so richtig.

00:21:18: auch mal Applaus für das, was man gut kann.

00:21:23: Also diese Anerkennung für das ist natürlich auch ein bisschen kippende Sache.

00:21:28: Dinge die man richtig, richtig gut kann werden in der Übertreibung zu unseren Schwächen.

00:21:36: Wenn Du zum Beispiel sparsam bist... Dann wirst du in der Übertreibung geizig.

00:21:42: Und dieser kurze Moment, wo es kippt ... Der ist ja auch individuell.

00:21:47: Das heißt, du empfindest dich vielleicht als sparsam und sagst, ich komme mit wenig aus, geb dir auch wenig Geld.

00:21:54: Außen andere würden sagen, da ist es so geitzig!

00:21:56: Da könntest du sich ja auch mal was gönnen.

00:22:00: Ich denke wir gucken ganz oft auf die Schwachstellen Tolle, was die Leute zu bieten haben und was sie können.

00:22:11: Und das wurde auch in Führung vor.

00:22:14: ich sage jetzt mal zwanzig Jahren hat man noch so gedacht da hat der Schwächens, es muss man ausgleichen.

00:22:20: Und jetzt sagt mir eher ah da hat er jeniges stärken.

00:22:23: lassen uns doch mal die Person an dieser Stelle einsetzen wenn man ein Stückchen Wahl natürlich hat aber Ich glaube dass wird Gott sei Dank bisschen stärker und besser mittlerweile.

00:22:35: Aber klar schwächen kann man so schön Da kann man Leute auch schnell abwerten.

00:22:40: Und wenn du jemand bist, der innerlich abwertend sein muss um sich gut genug zu fühlen wird immer die Schwächen voneinander suchen und es macht einem leicht sich großzufühlen.

00:22:52: Ich glaube dass das viele Menschen tun.

00:22:55: sie erheben sich über andere dadurch dass sie auf die schwächen gucken der anderen und nicht sagen hey toll interessante frau oder Super was derjenige kann oder sowas.

00:23:07: Ja, ich habe mal etwas ganz Spannendes erlebt.

00:23:10: Ich war in Australien und in Australier war ihm – ich weiß nicht – Weltmeisterschaften Tennis.

00:23:20: Und er wurde zweiter.

00:23:22: Und wir sind in ein Laden reingegangen und haben gesagt, ah wie schade dass er zweiter geworden ist.

00:23:27: Und dann sagt das war fantastisch!

00:23:29: Wie toll der ist Zweiter geworden?

00:23:31: Wir sind so stolz auf ihn.

00:23:32: Ich dachte in Deutschland würde man eher sagen, da ist ja nur Zweiter gewesen.

00:23:37: Schade, dass es nicht bis zu eins gereicht hat.

00:23:39: Genau,

00:23:40: schade das nicht bis zur Eins gereicht.

00:23:42: Die haben gejubelt die haben sich gefreut und das fand ich so genial.

00:23:46: Das habe ich zum Beispiel in Australien ganz oft erlebt.

00:23:51: Wenn ein Kind quengelig vielleicht war und ein bisschen lauter war oder wie auch immer ein bisschen stürmischer, dann hat man so an den Gesichtern oft gesehen.

00:23:59: Können die ihr Kind nicht im Zaun halten?

00:24:02: Und in Australien weiß ich noch, wir waren im Supermarkt und mein Kind war eben ein bisschen louder.

00:24:08: uns kamen zwei ältere Damen unabhängig voneinander und sagten hier having fun darling!

00:24:13: Und haben sich riesig gefreut dass hier ein lebendiges Kind ist das Spaß hatte am Leben und an dem was es getan hat.

00:24:20: Und das finde ich schon spannend, dass wir da vielleicht kulturell auch geprägt sind von sehr viel Regeln und Normen.

00:24:27: Und keiner darf ein bisschen anders sein als der andere oder die andere.

00:24:31: Das fand ich schon spannend!

00:24:32: Da wurde eher auf das Schöne geguckt und nicht auf das Kritische.

00:24:39: Und mit Wir?

00:24:40: Also weil du gesagt hast bei uns im kulturellen Daumen meinst Du Deutschland

00:24:44: Deutschland ist es schon sehr stark, also gibt's mit Sicherheit auch in anderen Ländern vielleicht noch stärker.

00:24:50: Kann ich so genau nicht sagen?

00:24:52: Weil ich habe jetzt nicht groß in anderen Kulturen gelebt, gearbeitet schon aber nicht gelebt wo ich das jetzt nicht beurteilen kann.

00:24:59: Aber ich bin mir sicher dass wir da schon sehr unterschiedlich sind und Deutschland sind wir schon relativ streng.

00:25:04: mit uns denke ich auch miteinander sein dürfen.

00:25:08: ja.

00:25:10: Also sowohl im beruflichen als auch im privaten finde spannendes Thema.

00:25:17: Die Leute sind unterschiedlich, wir haben verschiedene Stärken und Schwächen.

00:25:21: Und manchmal natürlich wenn es kippt in der Situation, in der Arbeit, wenn fünf Leute ähnlich sind und eine Person ganz anders dann ist das für die eine Person sich einzugliedern nochmal schwerer.

00:25:37: aber auch im privaten dann, wenn man sich vielleicht irgendwie aufteilt und sagt Wir machen zusammen jetzt ein kleines Projekt und sei es, dass irgendwie fünf Freunde zusammen in den Urlaub fahren.

00:25:51: Und alle sollen die nächsten Hotels aussuchen weil man irgendwie vier Wochen zusammen mit dem Auto unterwegs ist... ...und dann macht das die eine Person nicht.

00:26:02: also weil sie vielleicht Probleme damit hat sich zu motivieren, aber darf... also sich zu motivieren im Vorgang zu sagen okay ja dieses Hotel.

00:26:15: Aber die Person ist dann super um vor Ort die Wanderungen rauszusuchen oder die nächsten Eiscafés gleich ums Eck weil dann ist man irgendwie in der Situation drin und ich kenne das auch dass man da irgendwie frustriert ist wenn man sich denkt aber es war doch anders ausgemacht Vor allem im Privaten, wo das dann nicht so ... Du hast deinen Job jetzt nicht richtig gemacht.

00:26:40: Weil es ist ja kein Job, das ist irgendwie die Freizeit.

00:26:45: Also dann tippt man sich da besser aufgliedern kann an seine Stärken.

00:26:49: Im Endeffekt ist es eine ähnliche ... Man kann schon sagen, Job-Situationen oder Team-Situationen?

00:26:57: Ich bin davon überzeugt, dass wir's leichter haben auch in so einer Situation.

00:27:01: Wenn wir einfach gucken, wessen stärker ist denn was!

00:27:05: Und es gibt Leute, die organisieren total gerne.

00:27:08: Ja?

00:27:09: Die organisieren, die denken vor, die planen vielleicht auch.

00:27:14: Den macht das nichts aus.

00:27:16: Vorher zum Beispiel drei Station werden in einem Urlaub sein und die suchen dann vorher schon was Schönes aus wo man sein kann.

00:27:23: Jemand anderes der würde einfach hinfliegen und gucken und sagen ich habe immer etwas gefunden und geht Backpacking, geht halt rum und sucht dann irgendwas.

00:27:33: Ich glaube es ist gut, das vorher so ein bisschen zu gucken.

00:27:36: Wer hat denn welche Stärken?

00:27:37: Und manche Leute haben halt die Sperrenstärken im Spontanen tun und es werden eben die, die dann vor Ort sagen hey ich habe gesehen da gibt's gerade einen schönen Ausflug den würde ich jetzt gerne mitmachen.

00:27:48: oder genau die eben den Humor mit reinbringen und vielleicht uns alle zum Lachen bringen.

00:27:55: Und vielleicht ist das ihre Stärke, und es ist nichts mit dem organisieren und nix mit dem nächsten Schritt.

00:28:01: Mit denen hat man vielleicht total Spaß am Abend irgendwie... dann Activity zu spielen und Pandemie mitzumachen oder sonst wie.

00:28:09: Und die sind da, um unsere Launung vielleicht aufzuhellen und richtig Spaß zu haben!

00:28:15: Ich finde es schade wenn man versucht eine Schildkröte zum Fliegen zu bringen.

00:28:20: Das macht keinen Sinn.

00:28:22: Ja?

00:28:23: Und ich find's schade, wenn man immer sagt du machst den ersten Abschnitt organisatorisch, du machst diesen Abschnitten, du machst diesen.

00:28:31: Funktioniert nicht wird kein Zufriedenstellen ist nicht das Richtige.

00:28:37: Meinst du, dass sich dann die fünf Freunde zusammensetzen sollten und sagen was sind deine Stärken auf?

00:28:41: Was hast Du Lust?

00:28:47: Willst du lieber die Planung übernehmen?

00:28:49: Weil man würde ja glaube ich in der Freundschaftssituation nicht sagen naja aber du bist für die gute Laune zuständig.

00:28:55: Ich weiß was du meinst.

00:28:57: Also ich denke grundsätzlich ist der Ansatz zu gucken wer in was stark ist.

00:29:03: Das ist eine sehr klävere Geschichte, weil genau diese Enttäuschungen eben nicht passieren.

00:29:10: Wenn du jemand hast der zum Beispiel also in dem Stärkenradar gibt es so vierundzwanzig Stärkern.

00:29:15: und jetzt stellen wir mal Organisationen und Flexibilität nebeneinander.

00:29:20: oder sagen wir mal Planung und Flexabilität.

00:29:22: Planung ist was sehr Festes und Flexibilidad klar.

00:29:27: Sehr viel Bewegung.

00:29:28: das heißt Es wäre wirklich clever wenn der Planung macht, dass er so die Grobplanung macht und flexibel.

00:29:38: Derjenige ist, der vielleicht am Tag dann Dinge jetzt nochmal neu entscheidet.

00:29:44: Das heißt man ist vielleicht eine Woche lang vor Ort aber was man genau macht wird eben nicht vorher bis zu Ende besprochen.

00:29:52: Und vielleicht ist es genau das Richtige weil man Dinge erlebt, die man sonst gar nicht erlebt hätte.

00:29:57: Gestern Abend war ich im Chor und wir gehen oft danach noch irgendwo hin essen oder was trinken, genau.

00:30:04: Und dann haben wir so gesprochen wer geht noch mit?

00:30:06: und dann habe ich zuerst gesagt ja ich gehe mit und da habe ich mitgekriegt hey diese Lichtinstallationen sind gerade in Regensburg.

00:30:13: und dann hab' ich mich um entschieden habe gesagt hey das würde ich total gerne sehen.

00:30:18: ich bin heute nicht dabei und diese Flexibilität möchte auch haben.

00:30:23: nur weil ich sonst oft mitgehe möchte ich trotzdem die Flexibilität haben.

00:30:28: aber ist etwas was mich total interessiert.

00:30:30: heute bin ich nicht dabei.

00:30:32: Wenn mich jetzt jemand schräg anschauen würde, dann würde ich einfach sagen sorry.

00:30:36: Aber wegen einer Routine lasse ich mich nicht davon abhalten wenn es gerade was anderes ist dass ich das nicht mache.

00:30:47: Ich meine hätten wir fest etwas ausgemacht aber jetzt war es ja gerade erst im Gespräch.

00:30:51: wer geht mit und zwar relativ spontan Wer geht mit?

00:30:55: Und ich finde es schade wenn solche Sachen unterbunden werden weil auch das ist für mich Lebendigkeit das ist Leben Und von daher ja, warum nicht auch zu wissen wer hat welche stärken?

00:31:09: Kann ich mir für die nächste Urlaubsplanung

00:31:13: nehmen.

00:31:15: Weil es sind dann schon so diese Projekte im Kleinen natürlich und da hat man vielleicht noch mehr Spiele um uns.

00:31:22: sieht das nicht so wie jetzt im Arbeitskontext wo man eher auf die Stärken schaut und sagt, okay gut.

00:31:31: Sie ist total gut in der Technik dann soll sie die Technik übernehmen und er ist total mit der Kommunikation.

00:31:37: Dann soll er vielleicht die Kommunikations mit den Teilnehmenden übernehmen?

00:31:42: Und nicht die Technicfrau, die eigentlich sowieso ein bisschen introvertiert ist und wo die kommunikation ihr sehr viel Energie nimmt?

00:31:53: Einfach zu sagen die Leute mit den Kompetenzen an die richtigen Stellen setzen, wenn man die Möglichkeit hat.

00:32:01: Und das hast du jetzt auch ganz gut gesagt – Energie nimmt!

00:32:04: Weil immer wenn Du in Dein Schwächen agierst, kostet es sich wahnsinnig viel Energie.

00:32:11: Damit kannst Du Dich ziemlich schnell fertig machen.

00:32:14: Also wenn du, sagen wir mal, drei Monate in irgendeinem Bereich arbeiten musst, der nicht deins ist.

00:32:19: Dann kostet dich das richtig Energie und sobald du in deinen Stärken drin bist dann kann eben dieser Flow entstehen.

00:32:26: Du kommst abends nach Hause weißt du hast einen ganzen Tag was getan und sagst wow!

00:32:31: Das war ein cooler Tag.

00:32:32: und wenn du in deinem Mächendau den ganzen Tag dann sagst du, boah es ist richtig weit bin ich nicht gekommen aber ich bin total K.O.. Ja.

00:32:46: Dieses immer wieder, sich zu sagen ich bin noch nicht so weit.

00:32:52: Vielleicht nochmal auf dieses Thema was wir gerade hatten... ...was ich gerade mache, dieses Reinspringen und ich mach's jetzt einfach.

00:32:59: Ich beginne jetzt!

00:33:01: Ich hab auch gewartet.

00:33:02: Ich habe es nicht sofort gemacht das musste erst mal bisschen diese Vorbereitung für mich auch sein.

00:33:06: Auch emotional irgendwie.

00:33:08: Emotional auch viel Vorbereitungen aber andere Personen warten vielleicht noch länger.

00:33:15: Was ist in deiner Erfahrung mit den Führungskräften der Preis, den man zahlt für dieses Warten?

00:33:26: Ich glaube der Preis ist dass es sein kann das Gelegenheiten vorbei sind die jetzt da gewesen wären.

00:33:34: also wenn du sagst jetzt Führungskräfte und sie warten sehr lange ich habe eben auch Menschen kennengelernt die fähig sehe, die aber warten und warten uns nicht angehen.

00:33:48: Was passiert dadurch?

00:33:50: Dass sie die ersten Erfahrungen ja gar nicht machen können.

00:33:53: das heißt Sie werden von außen dann auch nicht als fähige Führungskräfte gesehen.

00:33:59: unter Umständen Und ich sag mal umso länger du wartest um so später du anfängst umso weniger kannst Du vielleicht auch vorwärts kommen weil es braucht sozusagen ein erstes bevor du ins nächste gehst.

00:34:14: und warten bedeutet einfach, dass du unter Umständen gute Gelegenheiten nicht wahrnimmst die gerade da sind.

00:34:22: Die können wiederkommen aber vielleicht kommen sie auch nicht wieder.

00:34:28: Und Du hast grade ein gutes Stichwort gesagt und zwar die Person die dann rein geht uns sichtbar wird vielleicht auch noch nicht perfekt im Können ist vor sich hat.

00:34:42: Aber die Person wird dann gesehen in dem Team, vielleicht auch von Führungskräften noch weiter oben.

00:34:50: Thema Sichtbarkeit sichtbar werden.

00:34:53: das hast du auch in einem anderen Interview mal gesagt.

00:34:58: jetzt gehe ich nochmal auf dieses Thema.

00:35:00: Frauen in Führungen Frauen, die in den unteren Ebenen aufsteigen.

00:35:05: So habe ich es in dem Interview verstanden was sich von dir gesehen habe.

00:35:09: Die können durch Fleiß, durch perfekte Vorbereitung wie wir es vorhin auch hatten, können sie aufsteigend bis zu einem gewissen Grad aber dann irgendwann geht's nicht weiter und dann wird Sichtbarkeit ein Thema.

00:35:24: Was genau hast du da gesehen oder gemerkt?

00:35:29: Bleiben wir noch mal so in den unteren Ebenen.

00:35:33: In der unteren Ebene ist es ja oft so, du machst gute Arbeit.

00:35:38: Du machst vielleicht immer mehr gute Arbeit!

00:35:41: Du verbesserst dich!

00:35:42: Du bist besser als andere vielleicht in deinem Bereich und das wird schon gesehen.

00:35:48: Und dann bekommst du vielleicht ein spannendes Projekt oder größeres Projekt

00:35:52: etc.,

00:35:53: und da kannst du weiter.

00:35:54: zeigen, zu was du fähig bist auf der ich sage es mal inhaltlichen professionellen Ebene.

00:36:03: Wenn Du aber auf diese Art und Weise weitermachen würdest dann bleibst Du immer die fleißige auf die man sich immer verlassen kann.

00:36:12: das ist aber ein ganz anderes Attribut als jemand der vielleicht Entscheidungen trifft der vorangeht der wiederum andere befähigt, gute Arbeit zu leisten.

00:36:26: Und da fängt es bei mir an wo es dann praktisch in so eine Führungsqualität reingeht.

00:36:33: und häufig ist es ja so wenn du das machst vielleicht Entscheidungen triffst oder jetzt anfängst auch anderen Unterstützung zu geben dass die besser werden.

00:36:43: dann ist es etwas ganz anderes als selber die beste Arbeit zu leisten.

00:36:46: In dem Moment fühlst du schon Anderen zeigt wie etwas geht, bist du ja schon in einer Führungsposition.

00:36:58: So und jetzt kommt es darauf an wer sieht das?

00:37:01: Sind es die Leute denen du was zeigst?

00:37:04: Ja das sehen sie!

00:37:06: Das heißt sie werden dich vielleicht sozusagen als positiver leben und werden sagen oh die macht es gut und der folge ich gerne.

00:37:14: Vielleicht ziehts auch noch deinen Vorgesetzter und freut sich super.

00:37:19: Die schaut immer drauf, dass alle was machen und können.

00:37:23: Aber das heißt nicht, dass du jetzt vorankommst!

00:37:26: Wenn du vorankommen möchtest dann musst du in irgendeiner Form auch anfangen weniger inhaltlich richtig gut zu arbeiten weil du Zeit brauchst um zum Beispiel andere Leute anzuleiten vielleicht auch darüber zu kommunizieren was ihr bisher erreicht habt Und vielleicht auch mal, und jetzt kommt wieder dieses kleine Mutthema dazu.

00:37:50: Vielleicht auch mal zu präsentieren von einem größeren Kremium wie euer Projekt gerade läuft?

00:37:57: Wie gut ihr das meisterst oder vielleicht auch was grade nicht gut läuft.

00:38:01: also so dieses sichtbar werden ist ein bisschen aus dem Arbeitsschatten rauszukommen und zu sagen hey dafür stehe ich ja darüber kann ich berichten dass es das unter meiner Führung auch entstanden ist mit dem Team.

00:38:18: Und da sind Frauen oft sehr, sehr bescheiden und treten nur von wir.

00:38:22: Ich habe die Projektleitung übernommen über dieses Projekt und wir sind jetzt so und soweit gekommen.

00:38:32: Der nächste Schritt den ich empfehle ist das und dass – damit haben sie Kante gezeigt!

00:38:38: Wenn sie nur über wir und wir haben das alles gemeinsam geschafft, das stimmt zwar aber Sie müssen trotzdem auch von sich sprechen.

00:38:45: Und nicht nur in der Wir-Sprache weil in der Vierform geht man unter.

00:38:51: Mir geht es nicht um Egozentriert sondern darum zu zeigen was ich wirklich leiste und ist zu benennen und sichtbar zu werden.

00:39:00: Da fängt's für mich an dass das fleißige Bienchen Symptom wie ich das gerne nenne, dass das dich nicht mehr weiterbringt.

00:39:11: Du hast gerade gesagt weniger inhaltlich arbeiten.

00:39:16: Ich kenne es auch so von anderer Seite nochmal, dass Leute die sehr gut inhaltliche Arbeiten dann weiter befördert werden weil sie sind eben eingestiegen waren erst mal auf unserer Ebene Die kennen dann das System und dann geht's weiter Und dann kommen die an einen Punkt wo Sie auch Führung übernehmen sollen Dementsprechend weniger inheitlich arbeiten sollen Aber darauf eigentlich gar keine Lust haben und eigentlich lieber weiter in ihrem inhaltlichen Thema noch weitere Experte oder Experten sein wollen.

00:39:53: Und dann aber in diese Führungsposition gedrückt werden, da ist dann eigentlich genau was du sagst die Leute dies wollen?

00:40:01: Die müssen dann drauf achten jetzt musst du weniger inhaltlich arbeiten, aber die Leute die es nicht müsste dann eigentlich die Führungsperson wieder dieser Person, die es dann befördert sehen okay.

00:40:15: Die will auch gar nicht in Führungen der gebe ich das nicht.

00:40:20: Ja Es gibt so dieses Ich weiß nicht ob dir das sagt dieses t-shape Modell.

00:40:28: Das ist praktisch wie bei einem T. Es gibt ein ich sag jetzt mal einen Stab der geht nach unten Und es liegt ein horizontaler Stab drüber, um das Tee zu bilden.

00:40:38: Das was du jetzt sagst ist im Grunde die eben praktisch vertikal in die tiefe Tiefe-Tiefe gehen.

00:40:44: absolute Experten sind über alles Bescheidwissen, über alles Auskunft geben können was die fachliche Expertise angeht.

00:40:52: und dann gibt's die die eben auf dieses Tee gehen.

00:40:55: da gehts eben drum auch zu kommunizieren vielleicht zu Netzwerken, das heißt da fängt eine ganz andere Art von Arbeit an.

00:41:04: Genauso sehe ich es auch.

00:41:06: wenn du eben in Führung gehst kann es sein dass du in Expertiseführungen gehst aber dann solltest Du eben nicht Menschen an und für sich führen also schon gar nicht disziplinarisch dass du sagst Ich muss jetzt Mitarbeitergespräche führen oder ich muss entscheiden wer wird eingestellt oder nicht?

00:41:23: Vielleicht bist überhaupt nicht der Typ, das ist nicht dein Ding.

00:41:27: Und es ist so schade wenn man sagt wir befördern die Leute an eine Stelle wo sie nicht mehr fähig sind weil das is nicht ihr Ding und gleichzeitig finde ichs persönlich schade Wenn's nicht sowas wie in der technische Karriereleite auch gibt man sagen kann hey dass ist aber unser Brain für all das was diese Expertise angeht Dass das unter Umständen eben nicht gewertschätzt wird, dass man sagt und dann machen sie einen Karriereleiterschritt ohne die Disziplinarische Führung zu übernehmen.

00:41:56: Klar Sie müssen vielleicht mit mehr Leuten reden auf der technischen Expertise Seite aber denen gebe ich jetzt nicht eine personelle Verantwortlichkeit weil dann bringen wir sie wieder in den Schwächen rein.

00:42:09: Hast du manchmal Leute bei dir in den Seminaren wo du merkst Ich glaube, die wollen gar nicht selber hier sein.

00:42:15: Sie wurden jetzt befördert und machen jetzt dieses Coaching diese Weiterbildung.

00:42:20: aber eigentlich würde ich denen raten in der technischen Ebene zu bleiben?

00:42:25: Ich habe sehr viele Trainingscoachings wo Menschen praktisch die inhaltliche Expertise haben Und dadurch eben in einer Ebene kommen, wo es genau darum geht.

00:42:38: sie müssen dann schon mit Menschen umgehen.

00:42:40: Sie müssen praktisch auch mit Teams, mit Gruppen und mit Communities arbeiten und das muss nicht jedem liegen definitiv nicht.

00:42:50: Es ist jetzt nicht so dass ich sage ich habe das Gefühl die wurden geschickt andererseits Karriere noch eine Stufe höher zu gehen.

00:43:00: Da wird Ihnen schon empfohlen dieses Seminar, dieses Training zum Beispiel zu machen.

00:43:05: Weil Sie sagen in dem Moment hast Du mehr Zusammenarbeit mit Menschen und du musst mit ihnen schon auch klar kommen

00:43:12: können.".

00:43:13: Das heißt die würden sich das Seminar wahrscheinlich nicht selbst aussuchen sind in der Regel aber froh weil halt so Basiselemente von wie kann man besser miteinander arbeiten sei es nur dass ich auch schaue wie höre ich zu?

00:43:27: Krieg ich überhaupt mit, was der andere mir sagt?

00:43:29: Oder bin ich so in meinem Kopf sozusagen, in meinen technischen Expertisenkopf gefangen, dass ich gar nicht zuhören kann?

00:43:37: und was geht es dem anderen jetzt gerade.

00:43:39: Und ich denke das öffnet schon viele Sensoren auch um zu merken, ah warum fällt's mir schwer mit Menschen auch zu arbeiten unter Umständen?

00:43:51: Ja...und wie gesagt für mich wieder die Schildkröte!

00:43:54: Wenn du jemand hast, der die technische Expertise liebt.

00:43:58: Dann wird er sich hoffentlich, sag ich zumindest dafür entscheiden zu sagen, dann gehe ich nicht diesen Karriere-Sprung weiter sondern ich bleibe da wo ich die Liebe zu den Dingen habe und mich jeden Tag mit Dingen rumschlagen muss, die gar nicht meins sind.

00:44:16: Jetzt haben wir viel über diese Sichtbarkeit auch in der Führungsebene gesprochen bzw sichtbar werden im Unternehmen um erkannt zu werden, um die eigene Person vielleicht auch ein bisschen bekannt zu machen bei den Leuten, die in solchen Entscheidungspositionen sind.

00:44:35: Was ist vielleicht der Unterschied zu sichtbar werden im öffentlichen Raum?

00:44:42: Was genau nennst du öffentlicher Raum?

00:44:44: Weil für mich beginnt der öffentliche Raum schon eine Präsentation zu machen vor Abteilungsleitern das heißt es ist noch innerhalb des Unternehmens.

00:44:52: was meinst du mit öffentlichem Raum?

00:44:55: Ich meine außerhalb des Unternehmens, also als Beispiel was ich hier gerade mache.

00:45:02: Als Beispiel... Ich kann dir mal von der Situation erzählen.

00:45:06: das ist einige Jahre her.

00:45:08: da hatte ich meine erste Fotografie Ausstellung nicht alleine sondern mit vielen anderen Ausstellerinnen und ich habe mich vorbereitet natürlich super gut vorbereitet Und es war so eine große Halle und am Tag der Ausstellung, war ich irgendwie auf einmal so... Jetzt kommen da Leute.

00:45:34: Da kommen jetzt richtig viele Leute!

00:45:35: Ich weiß – und ich habe auch gar nicht den Anspruch, dass alle meine Kunst, meine Fotografie toll finden.

00:45:41: Das wird gar nicht passieren, das weiß ich ja auch.

00:45:43: Wenn ich durch die Halle laufe, dann spricht mich ja auch nicht alles an.

00:45:46: Das ist ganz natürlich.

00:45:49: Damit kann ich leben.

00:45:50: Was ich nicht konnte….

00:45:52: Und das hat mich überrascht.

00:45:54: Ich konnte nicht an meinem Stand sozusagen bleiben und diese Leute vorbeilaufen sagen, okay, nee ... dieses negative Feedback am eigenen Leib sozusagen direkt als Feedback zu bekommen.

00:46:13: Das habe ich irgendwie nicht geschafft.

00:46:15: Ich war an dem Wochenende zehn Minuten gefühlt an meinem stand.

00:46:20: Eine Freundin war da, die dann im Nachgang zu mir gekommen ist.

00:46:23: Hey!

00:46:23: Da waren schon wieder zwei Mädels.

00:46:24: Ich soll dir aussichten dass dein Stand aus deren Sicht der Beste in dem ganzen Saal war und das sie deine Kunst total gut finden.

00:46:33: Das hat mich natürlich gefreut.

00:46:34: ich weiß vielleicht neunzig Prozent der Leute sind auch vorbeigelaufen.

00:46:38: Hm, tangiert mich nicht.

00:46:40: Das meine ich mit Öffentlichkeit also im öffentlichen Raum, sei es in der Zeitung, in den Medien und Social Media egal was.

00:46:50: Wenn du für eine Position die du hast einstehst und damit dich angreifbar machst.

00:46:57: Was ist da der Unterschied zu?

00:47:01: ich mache mich sichtbar in einem Unternehmen?

00:47:03: Das ist ja trotzdem.

00:47:05: viele kennst du vielleicht nicht aber das ist trotzdem so einen abgeschlossenen Raum versus Öffentlichkeit.

00:47:11: alle, jeder der möchte könnte jetzt hier auf dich blicken und dich beurteilen.

00:47:19: Was war deine Frage nochmal?

00:47:22: Der Unterschied bei dem Thema sichtbar sein was ist der Unterschied für eine Person sich im Unternehmen sichtbart zu machen und da vielleicht in Führung gehen zu wollen oder das Gefühl Also der Unterschied zu sich sichtbar machen im öffentlichen Raum.

00:47:47: Kann ich mich da anders vorbereiten?

00:47:51: Ich meine, wenn du innerhalb deines Unternehmens sichtba wirst dann wirst du viele Menschen haben die zumindest ein Grundverständnis haben von dem was du tust.

00:48:00: und du hast ja schon im gleichen Unternehmen... ich sag jetzt mal sowas wie einen Akzeptanzbonus.

00:48:07: Die sind in den gleichen Unternehmen.

00:48:08: man hat im Grunde ähnliche Ziele oder vielleicht auch zum Teil eben Verständnis und draußen in der freien Wildbahn, kann man so sagen.

00:48:19: Triffst du auf alle möglichen Leute?

00:48:21: Und es kann sein dass es Menschen sind die auch sehr vernichtend sind, die völlig verständnisfrei sind ,die sehr bewerten sind.

00:48:30: und da hast du nicht schon einen Bonus ein Bonus von Bekanntheit oder ein Bonus eben vom Hintergrund Verbindung.

00:48:38: das macht natürlich verletzlicher.

00:48:40: Also da bin ich mir sicher, dass du halt überhaupt keine Ahnung hast wie werden die dich beurteilen etc.

00:48:47: und das ist schon auch beängstigend.

00:48:49: also kann nicht mehr gut vorstellen und ich sage

00:48:52: mal

00:48:53: mit den neueren Medien die wir haben wird ja auch vieles zerrissen kaputt gemacht wo vielleicht gut der wille ist wo viele leutes vielleicht gut finden.

00:49:03: das heißt aber nicht dass das die lautesten sind.

00:49:06: Und wenn ich mir vorstelle an deinem Stand, fünfzig hätten wohlwollend gesagt.

00:49:11: Fünfzig hätten kritisch gesagt was bleibt bei dir stärker hängen?

00:49:16: Das heißt wir sind da wahrscheinlich auch verletzlicher oft.

00:49:21: Ich habe das Gefühl auch dass sich dann in so einer Situation noch verletzlicher bin weil es etwas ganz persönliches ist.

00:49:32: Es ist kein Projekte sich jetzt für jemand anderen mache, es ist nicht so.

00:49:36: naja okay ich sollte das machen.

00:49:37: Ich habe's gemacht.

00:49:38: Ich hab's gut gemacht hier.

00:49:40: Arbeit XY fertig Sondern bei Vielleicht auch im speziellen Wenn man was selbst kreiert und was selbst erschafft aus sicher raus Dann ist es gefühlt irgendwie auch so ein Teil von mir Und dann wird diese Ablehnung dann gefühelt Mir gegenüber Obwohl ich weiß objektiv gesehen ist, das nicht so.

00:50:06: Aber das kann ich mir total vorstellen weil es zeigt ja auch wie du die Welt siehst oder was du an der welt besonders findest und so weiter.

00:50:14: also ich glaube mit dem was du erzählst diese fotografie die zeigt ja wirklich viel von dir von deinem innersten.

00:50:23: also was was ist für dich sehenswert?

00:50:26: Was ist für Dich berührend?

00:50:30: Also ich glaube in dem Fall ist es ganz besonders, also wenn Kunst gezeigt wird.

00:50:37: Ich denke, wenn jemand in irgendeiner Form bloß etwas zeigt was er gebaut hat, sagen wir jetzt mal im technischen Sinne gebaut hat und da steht dieses Gerät und die Leute kommen vorbei und sie sagen vielleicht nutzt mir was, nutzt mehr nichts aber das zeigt ja nicht über die Persönlichkeit.

00:50:56: Das finde ich schon viel viel empfindlicher was du jetzt sagst.

00:51:02: Fotografie zeigt dich, zeigt nicht nur Bilder die zeigt dich.

00:51:07: und da kann ich gut nachvollziehen wenn ihr sagt es fühlt sich auch ein bisschen als eigene Abwertung an wenn jemand dann auch sagt also das ist ja wirklich nichts schön und nix und für dich hat es eine Bedeutung, eine Berührung.

00:51:23: Hast Du da einen Tipp für mich wie ich da mich ein bisschen gegen sowas wappnen kann, vielleicht kleine Schritte und Weg dahin.

00:51:34: Ich meine man könnte vom logischen Kopf her gucken aber ich glaube nicht dass das was nutzt.

00:51:38: Vom logischen ist es so, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass viel nicht gefällt weil es deine individuelle Persönlichkeit ist.

00:51:47: die Frage ist nur wie wichtig ist es, dasses anderen gefällt?

00:51:52: Wie wichtig ist das oder ob's viel wichtiger ist dass es den einen oder die andere berührt.

00:52:00: Und du sagst, hey da schwingt jemand mit dem was ich hier tue und viele tun es nicht.

00:52:06: Viele schwingen nicht mit.

00:52:09: Ich meine das macht ja dann deine Kunst einzigartig.

00:52:13: Stell dir mal vor, du würdest Kunst machen die jedem gefällt.

00:52:15: Dann ist da wahrscheinlich nicht mehr so viel Einzigartiges drin.

00:52:19: Vielleicht das eben hoch zu bewerten und sagen Hey!

00:52:23: Da waren jetzt zehn Prozent, die habe ich wirklich berührt.

00:52:28: Das sind unglaublich wichtige Dinge, dass zehn Prozent sich berührt gefühlt haben.

00:52:37: Bei anderen ist es nicht angedockt – so what?

00:52:43: Kannst du dich dran erinnern, wann du das letzte Mal mit etwas persönlichen Sichtbar geworden bist, wo du gemerkt hast, du machst dich gerade angreifbar oder ... Du gehst da aus deiner Komfortzone raus?

00:52:57: Ich habe ja auch ein paar Podcasts gemacht!

00:53:00: Und währenddessen habe ich mich gar nicht so schlecht gefühlt, aber den einen oder anderen.

00:53:03: Wenn ich ihn jetzt anschaue, denke ich so... Na ja okay!

00:53:11: Ich hab eine Reihe von Frauen in der Führung Und wir haben eine kleine LinkedIn-Gruppe und da habe ich jetzt zum ersten Mal gesagt okay, also es sind jetzt der achte oder neunte Lauf.

00:53:22: Jetzt habe ich gesagt ok, ich habe so ganz kleine Videos zu verschiedenen Themen mal zusammengestellt die nicht veröffentlicht bei YouTube oder Spotify oder so.

00:53:32: Die habe ich da reingestellt und bei manchen denke ich so Boah!

00:53:36: Ich rede so trantötig... gemerkt würde ich, ich kann mich gar nicht anschauen.

00:53:41: Ich kann mir gar nichts

00:53:42: zuhören.".

00:53:42: Ich habe gemerkt, ich muss auf einen Kompon-Fünfundzwanzig hochspulen damit ich die Trägheit meines Redens ertragen kann.

00:53:50: Da fühle ich das schon so.

00:53:53: Diese innere peinliche Berührtheit und dieses Gefühl soll ich das wirklich?

00:53:58: da drin lassen und veröffentlichen, wo ich einfach sage, vielleicht interessiert die Frauen.

00:54:03: Und sie gucken sich's an, sie finden es gut.

00:54:06: Wenn man das zum ersten Mal hört ist es ja nicht so langsam wie wenn man kennt was man sagt.

00:54:12: Also ja... Da bin ich dann auch schon so dass ich denke oh lieber nicht!

00:54:21: Wie ging's dir?

00:54:22: oder ich weiß gar nicht ob du in der Situation warst.

00:54:26: Wie ging es dir, als du das erste Mal deinen Podcast mit jemand anderem angehört hast?

00:54:33: Weil du denen das gezeigt hast.

00:54:34: Die haben es kurz angespielt und dann hast du mit einer anderen Person dich da reden hören.

00:54:42: Das heißt ich habe mich selbst gesehen was ich da aufgenommen hab gemeinsam mit eine andere Person.

00:54:48: Ja Ich kann mich nicht erinnern.

00:54:52: Kann mich nicht Erinnern wann ob wie ich das gemacht habe.

00:55:00: Ja, doch vielleicht.

00:55:01: Ich habe einen Podcast gemacht mit meiner Freundin Imke und wir haben es uns danach angeschaut.

00:55:10: Ich hab mich das sehr wohl gefühlt bei diesem ersten Schauen weil ich so das Gefühl hatte, dass hat eine Stimmung die für mich passt.

00:55:18: Ich fand, wir hatten ein tolles Gespräch auch über ein bestimmtes Thema führen mit Herz und Hirn genau.

00:55:25: also es hat mir gefallen.

00:55:26: Herz

00:55:26: und Verstand!

00:55:28: Herz und Verstand.

00:55:29: Ich hab immer gewechselt diesen Titel, genau!

00:55:36: Aber der hat mir Spaß gemacht.

00:55:37: Ich habe mich sehr wohl gefühlt auch mit ihr in diesem Gespräch zu sein.

00:55:41: Wir waren dann auch im gleichen Raum und das war toll.

00:55:44: Viele Podcasts habe ich gemacht.

00:55:47: die andere Person saß in einem Zoom-Meeting mehr gegenüber und es war natürlich nochmal eine andere Stimmung.

00:55:55: Aber grundsätzlich haben mir diese Interviews Spaß gemacht.

00:55:58: Also ich habe da wirklich Spaß dran.

00:56:00: auch, für mich ist es eher kritisch wenn ich ein Thema alleine aufnehme.

00:56:06: also ich nehme mich auf zu einem Thema und schaue es mir danach an.

00:56:10: die Interviews fand ich gut aber das ist für mich eher sehr fremd weil ich und da kommt es vielleicht auch hin Ich mag das nicht allein mich dazu präsentieren.

00:56:21: Das ist nicht meine Komfortzone Auch wenn ich mich vielleicht im Thema wohlfühle, aber Interview ist für mich was anderes.

00:56:30: Da bin ich in Kontakt und da kann man miteinander mal lachen.

00:56:34: Da spielt so ein Ball dem anderen zu.

00:56:37: Aber ich ein Thema alleine macht einfach nicht so viel Freude.

00:56:41: Ja das kann ich gut nachvollziehen.

00:56:43: Offensichtlich mache ich ja auch einen Interview-Podcast weil ich mir denke allein diese Zeit zu füllen – bei dir war es ja so, der ging's um Wissensvermittlung Und ich finde, Wissensvermittlung ist auch was, was man an sich gut alleine als Expertin füllen kann und dann mit zwanzig Minuten.

00:57:02: Dann hat man so ein Thema... ...und dann kann man da alleine drüber sprechen.

00:57:06: aber

00:57:07: angenehmer.

00:57:10: Für mich ist ja auch viel natürlicher.

00:57:13: Wo redet einen Mensch allein mit sich selbst in der Kamera?

00:57:16: Eine

00:57:17: Unterhaltung, die fließt vor sich hin.

00:57:22: Interviews Mit Zoom habe ich bis jetzt noch gar nicht, weil ich auch gedacht hab für mich diese Stimmung die man hat bei einer Unterhaltung ist natürlich eine ganz andere wenn ich mit dir hier zusammen im Raum sitze als wenn ich am Laptop mit einer Person sitze.

00:57:42: Weil teilweise rede ich mit Frauen schon über sehr emotional heikle Themen würde ich es vielleicht mal nennen Und diese Stimmung dann aufzufangen oder das ist was anderes, als wenn ich es jetzt am Laptop machen würde.

00:58:01: Was war für dich da der größte Unterschied?

00:58:02: Als du dann in einem Raum zusammen seien hinzu im Laptopp mit einer Person zu sprechen, was würdest du sagen?

00:58:13: Also erstens man kann nicht so gut miteinander spielen weil man sieht ja bei dem bei den anderen Personen sieht man auch Ist da gerade ein Lücke, kann ich da rein oder nicht?

00:58:24: Das heißt schon allein dieses Ich unterbreche die andere Person vielleicht weil ich die körperlichen Zeichen nicht sehe.

00:58:31: Wann darf ich?

00:58:32: Man darf ich reinspringen wann darf ich eine Frage stellen Oder ist der andere noch in Gedanken?

00:58:37: das sieht man und spürt man natürlich viel viel weniger wenn man im gleichen Raum ist.

00:58:43: Andererseits fand es erstaunlich leicht grundsätzlich mit den Menschen zu sprechen auch über Zoom Weil man sieht sich ja doch immerhin, ne?

00:58:52: Man guckt sich immerhin doch noch an.

00:58:54: Wäre das jetzt nur am Telefon zum Beispiel gewesen oder ohne Blickkontakt, aber wenn man sich nicht ganz genau anschaut ... Das hätte ich ziemlich schwierig gefunden.

00:59:04: Es ging also besser als ich dachte und... Ja!

00:59:12: Ich finde den Unterschied nicht riesig, aber das spielerische ist im gleichen Raum leichter.

00:59:21: Also, sich lesen.

00:59:24: Genau.

00:59:26: Leicht einmal vielleicht in eine Redepause reinzugehen oder die Stimmung der anderen Person besser lesen zu können?

00:59:37: Ja und so ... ich sag jetzt mal so, die Bälle sich zuzuspielen.

00:59:41: Weißt du wie ich meine?

00:59:44: Ich bringe vielleicht ne Stimmung rein, ich mach ne Pause und in dem Moment kannst Du reingehen.

00:59:51: diese stille abzuwarten Person ist viel, viel schwieriger.

00:59:59: Ja das kann ich mir richtig gut vorstellen und auch bei persönlichen Themen geht es ja dann oft auch mal darum nicht gleich rein zu gehen und man hat schon die Antwort um auch diese Stille auszuhalten.

01:00:13: Ich glaube Persum ist es schwerer obwohl ich's noch nicht gemacht habe.

01:00:17: aber Also geplant ist es irgendwann, wenn ich mich ein bisschen sicherer fühle und natürlich gibt's auch dann andere Möglichkeiten mit Frauen zu reden die nicht hier in der Umgebung sind.

01:00:30: Nicht hier sind oder ich dann zu denen fahre macht natürlich mehr Flexibilität.

01:00:37: also geplant is es bin gespannt wie es dann wird.

01:00:47: Gibt es eigentlich irgendwie eine Möglichkeit auch dieses Sichtbarsein zu üben?

01:00:53: Kann man das üben, kann man das irgendwie in kleinen Schritten üben oder muss man's einfach machen und ist das dann das Üben

01:01:01: an sich.

01:01:03: Das ist ein sehr guter Schritt!

01:01:08: Ich glaube Sichtbarkeit kann bei ganz kleinen Dingen anfangen und sei es nur das Wort ich zu benutzen statt Mann Also dieses generalisierende Mann, oder wenn Menschen über ... also du sagen, wenn sie über sich sprechen.

01:01:25: Zum Beispiel zu sagen ja da kannst du nichts machen statt zu sagen da konnte ich nix machen weil das... Da konnte ich nichts machen ist doch eine ganz andere Berührung als zu sagen, da kann man nichts machen oder da konntest du halt nichts machen.

01:01:39: in dem Moment Da hast du drüber nachgedacht und die Person spricht von sich, das ist doch grauenvoll statt zu sagen.

01:01:45: Und ich habe darüber nachgedachten.

01:01:47: also das für mich schon ein Schritt wo man eben sagt Ich zeige mich und ich verstecke mich nicht hinter dem Wort Du oder Mann Das fängt für mich an der Stelle schon an Oder tatsächlich mal über seine Stärken zu sprechen und nicht nur über seine Schwächen Einfach mal zu sagen und dass kann ich gut Das für mich Sichtbarkeit auch.

01:02:13: Und dann unter Umständen, auch in einem größeren Raum sich zu zeigen und sei es jetzt tatsächlich mal auf eine Bühne zu gehen oder im Protheater zu spielen und nicht zu wissen was dabei rauskommt und nicht so wissen ob's lustig wird oder nicht sondern einfach mal zu machen, aus der Situation raus irgendwas zu tun und nicht so wissen wie das Ergebnis ist.

01:02:37: Das für mich sind Sachen Sichtbarkeit.

01:02:39: also ich glaube Improtheater ist eine wunderbare Möglichkeit um Sichtbarigkeit zu lernen.

01:02:46: Hast du es einmal gemacht?

01:02:47: Ich habe mal einen kurzen Kurs gemacht von ein halb Tagen oder sowas aber ich hätte total Lust zu sowas.

01:02:54: Also ich finde sowas spannend.

01:02:57: War das auch mit Aufführung oder war es einfach... Nee, das

01:02:59: war tatsächlich so ein Kurs.

01:03:02: Hätte ich mehr Zeit und wäre mir praktisch hier in meinem Ort in der Stadt dann würde ich wahrscheinlich im Protheater machen.

01:03:10: Das würde mir echt Freude machen.

01:03:12: Ich finde sowas sehr spannend!

01:03:16: Und dich fasst sie nicht daran dass man nicht vorplanen kann?

01:03:22: Ja Also es gibt ja ganz viele verschiedene Formate im Protheater und da gibt's zum Beispiel eine Sache.

01:03:30: Es wird eine Szene vorgegeben, was weiß ich?

01:03:33: Zum Beispiel beim Zahnarzt-Zahnarzhelferin – und Patient wird jetzt behandelt!

01:03:38: Und dann wirft irgendjemand aus dem Publikum rein das Wort Eiversucht.

01:03:43: Und jetzt muss man plötzlich einen Eiversuchstrama eben in der Zahnarzpraxis zwischen den Patienten, dem Zahnarrzt oder der Zahnhärtshelferinnen irgendeiner Form reinbringen.

01:03:53: Ich finde das witzig.

01:03:55: Plötzlich verändert sich die Stimmung total, die Tonalität verändert sich.

01:04:00: Die Worte, die gesagt werden, die Spannung, die zwischen Menschen vielleicht entsteht und dann kommt der nächste Einwurf und der heißt jetzt praktisch eifersucht war noch da auf der Baustelle und plötzlich verändert sich das ganze Setting.

01:04:12: ich finde es toll weil du läst dich auch etwas völlig unberechenbares ein.

01:04:20: Finde ich cool.

01:04:22: Und man muss auch irgendwie ein bisschen loslassen und kann nicht sagen, das muss jetzt perfekt werden.

01:04:30: Geht gar nicht!

01:04:32: Da lässt du tatsächlich so dieses Ich bereite alles vor ich muss es perfekt machen musst du loslassen sonst wird gar nichts draus.

01:04:41: Für mich wäre im Plurteater wenn ich so dran denke ganz viel unwohl.

01:04:48: Gefühl also Und sich auch, also das Gefühl jetzt nicht so bei Input-Theater.

01:04:55: Aber auch in der Öffentlichkeit stehen ... Das Gefühl, sich lächerlich zu machen?

01:05:01: Mit dem was du machst, so jemanden, der dann auf der Bühne steht und nichts kann.

01:05:06: In diesem Fall wäre es ich!

01:05:09: Und dann bin ich lächerlig.

01:05:12: Und dass dieses Gefühl... Sich lächerlos zu fühlen ist irgendwie ganz stecklich finde ich.

01:05:24: Das wäre auf jeden Fall fürs Lernen.

01:05:27: Sicherlich einfach loszulassen, näher ist es halt so und morgen stehen wir alle wieder auf und das passiert eigentlich nichts weiter.

01:05:36: Und ich sage mal jetzt zum Beispiel im Protheater man muss ja nicht auf die Bühne gehen.

01:05:41: Man kann auch einfach nur mit anderen im ProTheater spielen und Spaß haben.

01:05:46: Das muss ja noch nicht auf der Bühnen sein.

01:05:49: und trotzdem glaube ich lernt man in dem Moment eben genau diese Dinge.

01:05:54: Auf der Bühne muss man noch nicht sein.

01:05:56: Okay, ich hab's jetzt gleich immer mit Bühnen verbunden?

01:06:00: Nee ... Die Sache an sich ist ja schon so dieses Ich lasse los!

01:06:04: Es gibt nichts geplantes.

01:06:06: Jetzt passiert was Neues und ich übe meine Flexibilität.

01:06:11: Das würde eigentlich auch gut zu Gesprächsinterviews passen weil das merke ich.

01:06:17: also ich habe eine Spannung in mir drin weil

01:06:20: ich

01:06:21: bereite mich vor Ich lerne die Personen kennen, mit der ich reden will.

01:06:26: Wenn es eine Person mit Internetpräsenz ist dann kann ich mich noch mal anders vorbereiten aber... ...ich habe ja einen roten Faden den ich da haben will und gleichzeitig will ich aber auf die Person eingehen und wenn sie irgendwas Spannendes sagt, dann biege ich doch rechts ab und nicht links oder umgekehrt!

01:06:46: Ich weiß es davor nicht.

01:06:49: Und das erzeugt so ne Spannung weil im Endeffekt wie beim Impro Theater, ich kann es nicht planen.

01:06:56: Ich bin ja nicht alleine da kommt noch eine Person dazu die bringt fünfzig Prozent sein an sich auch mehr weil das ist ja die Person die ich interviewn will und dann flexibel darauf einzugehen und dann nicht so oh Gott!

01:07:10: Das war jetzt aber nicht die Frage die ich eigentlich stellen wollte oder überhaupt das Thema wo wie sind wir denn da gelandet?

01:07:17: Und einfach zu sagen das war als die Vorbereitung.

01:07:19: Jetzt lasse ich los und jetzt gehe ich da rein.

01:07:23: Lass mich da so ein bisschen leiten.

01:07:25: Das ist für mich auch viel loslassen, weil ich es nicht perfekt vorbereiten kann oder nicht mal perfekt aber Ich kann die struktur nur in zu einem gewissen maß vorbereiten.

01:07:36: Da lerne ich auch gerade so ein bischen los lassen Und das gibt einen künstler der gesagt hat Also Musiker Ich mag wenn was auf der bühne nicht Perfekt ist und wenn Dinge nicht nach Plan laufen, weil dann heißt es, es passiert was und Energie wird frei.

01:08:00: Und einfach sich das zu denken ja ist cool wenn jetzt der Plan komplett nach hinten losgeht?

01:08:05: Weil dann wird Energie frei und ich spiele damit.

01:08:09: Das versuche ich gerade auch so ein bisschen da reinzugehen.

01:08:16: Wir sind am Ende von unserem Gespräch.

01:08:19: Ich habe noch zwei letzte Fragen.

01:08:22: Ich weiß nicht, ob wir die eine vielleicht gerade schon so ein bisschen beantwortet haben.

01:08:28: Die eine Frage, die ich dir gern stellen würde ist was fasziniert dich?

01:08:35: Und du hast jetzt grad schon ein bisschen von dem Improteater angefangen weil du da hast du grade auch gesagt dass dich das fasziniert dieses diese Wechsel.

01:08:43: Ich weiß noch nicht ob das jetzt die Antwort gewesen wäre oder ob du noch etwas anderes ein anderes Thema hast.

01:08:52: Was fasziniert mich?

01:08:55: Ich kann sagen, was ich liebe.

01:08:58: Was liebst du denn?

01:08:59: Ich liebe es zu tanzen und ich liebe es geführt zu werden beim Tanzen.

01:09:07: Also ich tanze sehr gerne frei.

01:09:09: Ich tanze aber auch sehr gerne so Dinge eben wie Tango da habe ich nicht so viel Erfahrung oder Salzer Und ich liebe es geführt zu werden, weil ich da total loslassen kann und einfach nur auf das reagiere was sozusagen in dem Moment angeboten wird.

01:09:28: Natürlich um so besser.

01:09:30: der Tanzpartner ist einfach mitzugehen was der andere tut

01:09:35: und

01:09:36: dieses ganz ins Fliesen kommen Das fasziniert mich!

01:09:41: Das ist manchmal für mich wie schweben.

01:09:43: Also wirklich, da habe ich das Gefühl... Ich hebe total ab.

01:09:47: Es gibt keine Gedanken!

01:09:49: Ich bin nur im Spüren und mitgehen und das fasziniert mich so auch ein Stückchen.

01:09:58: Die Kontrolle dem anderen überlassen, die Führung dem anderen.

01:10:01: Ich führe so viel in der Kontrolle der Situation sozusagen oder ich gebe eben wie du vorhin gesagt hast den roten Faden vor und guck was da passiert und versuch vielleicht auch eine bestimmte Richtung zu gehen.

01:10:15: Und da ist es mir egal in welche Richtung der andere geht und ich gehe mit.

01:10:18: Das fasziniert mich.

01:10:19: dieses Abschalten und Loslassen können und total abgeben zu können das finde ich unglaublich schön.

01:10:29: Ja, schön.

01:10:32: Ist auch mal irgendwie schön so die Rolle zu wechseln und vielleicht dann im Job in dieser Coaching-Situation hast du hier die Fäden in der Hand?

01:10:44: Und musst schauen wie sind die anderen drauf und passt das alles?

01:10:49: und beim Tanzen einfach sagen okay jetzt gehe ich nur noch ins fühlen rein und ah ja der Druck rechts ok dann hier Der Druck an der Schulter, alles klar.

01:10:59: Das soll eine Drehung werden.

01:11:04: und die letzte Frage wäre für was hättest du gerne mehr Mut?

01:11:10: Für was hätte ich gerne mehr mut?

01:11:14: aus einer Kleinigkeit fällt mir nicht so spontan viel ein Ich hätte beim tauchen gerne mehr mit zum Beispiel auch mit fremden Tauchen zu gehen.

01:11:28: Ich gehe im Grunde nur mit meinem Mann tauchen und auch da liebe ich es tatsächlich.

01:11:33: händchenhaltend tauchen, das klingt jetzt vielleicht ein bisschen kitschig aber dann muss sich auch nicht so viel lenken und habe so einen Kontakt.

01:11:42: und was ich schön finde ist einfach, ne?

01:11:44: Ich drück die Hand und kann etwas zeigen.

01:11:47: wenn wir frei tauchen bis ich gezeigt hab was ich zeigen wollte ist es dann wahrscheinlich schon weg.

01:11:53: und da wäre ich gerne ganz einfach mutiger beim tauchen.

01:11:57: Aber was heißt das mit anderen in der Gruppe dann?

01:12:02: Eben nicht so.

01:12:03: Bei meinem Mann weiß ich, dass ich mich hundertprozentig tausend prozentig verlassen kann, dass alles gut geht.

01:12:08: Dass sich bei dieser sportlichen Aktivität einfach mutiger wäre auch in Höhlen rein und so mit dem Austarieren Und ich merke da habe ich immer meine Grundängstlichkeit drin.

01:12:19: Da wär' ich gerne mutiger.

01:12:20: Ich würde es gern noch mehr genießen können aber das ist tatsächlich nur eine Kleinigkeit.

01:12:26: Seit wann tauchst du denn?

01:12:28: Grundsätzlich schon lange, um dreißig Jahre.

01:12:32: Aber ich bin

01:12:33: nie

01:12:33: viel getaucht.

01:12:35: Also nur immer wieder mal.

01:12:38: Das wollte ich jetzt auch mal ausprobieren.

01:12:39: Ich habe es noch nie gemacht aber hab auch das Spektr davor weil ich auch weiß was passieren könnte mit dem Sauerstoff dann nicht zu schnell hochgehen und so weiter wenn man noch nie in einer Situation war, egal in welcher.

01:12:58: Die eine Person braucht da keinen Mut dafür weil die sagen ja okay hab ich nie darüber nachgedacht aber ich merke auch selbst so... Ich habe mir jetzt bei einer Ärztin dir das Attest geholt also diesen gesundheitlichen diese Bestätigung ok ich darf das Aber Das jetzt auch zu machen.

01:13:20: Also ich habe vorles im Urlaub dann das erste mal auszuprobieren.

01:13:24: Daher auch ein bisschen Angst davor.

01:13:27: Aber ich will es trotzdem machen, weil ich kann mir vorstellen dieses Schwebegefühl so stelle ich's mir vor muss unfassbar schön sein.

01:13:34: Das ist auch diese im Grunde.

01:13:38: deine Atmung bestimmt ob du nach oben oder nach unten gehst.

01:13:42: das heißt du kannst dich wunderbar selbst regulieren.

01:13:44: und diese Stille im Wasser die ist auch unglaublich toll!

01:13:50: Im Grunde kannst Also manche tauchen ja auch einfach nur wegen dem Gefühl dieses schwebende, diese schwere Losigkeit.

01:13:59: Ich selbst bin eher so ein Warmgegend und Vielfischtaucher – ich lieb es einfach, wenn viel Fisch und Bund und sonstiges ist!

01:14:08: Aber schon das Gefühl alleine ist was ganz Besonderes.

01:14:12: Wenn ich das erste Mal tauchen war, werde ich dir davon berichten?

01:14:17: Ja sehr gerne.

01:14:20: Dann vielen Dank Iris für das Gespräch.

01:14:23: Danke dir

01:14:25: Das war heute eine etwas andere Folge.

01:14:29: In den Folgen davor habe ich ja immer mit einer Person gesprochen, die mir von einem mutigen Ereignis erzählt

01:14:36: hat.

01:14:37: und heute habe ich mit einer Expertin gesprochen, der mir dabei Tipps gegeben hat und mir geholfen hat einfach mit meinen Schwächen und Ängsten umzugehen.

01:14:49: Und wenn ihr häufiger mal Lust auf sowas habt dann sagt es mir gerne Das kann ich dann häufig auch einbauen.

01:14:56: Mir hat es auf jeden Fall viel gebracht und die Einsichten, die Iris hatte in

01:15:02: verschiedenen

01:15:04: Konstellationen von Gruppen fand ich super spannend!

01:15:10: Wenn ihr bis hierhin dran geblieben seid, dann vielen Dank fürs

01:15:14: Zuhören

01:15:16: und danke dass ihr den Weg hier begleitet.

01:15:18: Ich kann's kaum glauben.

01:15:21: Danke auch an Konstantin für Ton und Schnitt.

01:15:24: Und ja, ich wünsche euch eine Woche in der ihr einen kleinen Schritt machen könnt, der euch etwas Mut kostet und dass ihr euch so ein kleines Stückchen weiterentwickeln könnt.

01:15:39: Tschüss!

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