Neuanfänge wagen: Vom Umzug in eine neue Stadt und den Weg zurück an die Universität
Shownotes
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Podcast: @gesprächemitmutigen
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00:00:01: Hallo, willkommen bei Gespräch mit Mutigen.
00:00:04: Mein Name ist Theresa und heute spreche ich mit Anja.
00:00:09: Anja hat ihr Leben schon mehr als nur einmal neu sortiert!
00:00:13: Wir sprechen darüber wie es ist in neuen Städten immer wieder neu anzufangen.
00:00:18: Außerdem geht es um den Weg zurück an die Universität nach einigen Jahren im Job Und warum sie sich ausgerechnet für ein Masterstudiengang entschieden hat, der sich mit dem Thema Sterbentod und Trauer beschäftigt.
00:00:34: Wie verändert das den eigenen Blick auf den Tod?
00:00:38: Und was nimmt man daraus fürs Leben mit?
00:00:41: Schön dass ihr zuhört!
00:00:51: Hallo Anja!
00:00:52: Hallo Theresa
00:00:55: Ich darf dich ja heute eigentlich schon zum zweiten Mal begrüßen.
00:00:57: du warst eine Person die ich schon mal interviewen durfte aber Zu dem Zeitpunkt, als ich das Interview mit dir damals geführt habe, gab es das Thema noch nicht so wichtig und es war für mich auch mal so ein Probedurchlauf.
00:01:12: Wie läuft zu einem Interview?
00:01:13: Wie läuft eine Situation ab?
00:01:15: Und deswegen freue ich mich total, dass du jetzt heute da bist zum zweiten Mal, dass sich jetzt mit dem Titel und mit dem Thema dich interviewn darf
00:01:25: und
00:01:26: über das wir ja gleich sprechen.
00:01:28: Da geht's ganz viel um Neuanfänge.
00:01:32: was ich mich dabei gefragt habe, ist ob du dich als Menschen einschätzen würdest der gut mit Unsicherheiten oder mit Ungewissheiten umgehen kann?
00:01:43: Ja, ein würde ich sagen.
00:01:45: Ich hab grad auch gedacht Neu-Anfänge würde ich gar nicht so das glaubt beschreiben sondern immer eher Umbrüche und Veränderungen weil ich würde eher sagen dass ich nicht immer wieder neue Dinge angefangen habe sondern dann mich immer wieder verändert habe.
00:02:00: und Unsicherheit.
00:02:03: Ich glaube, ich kann gut in kalte Wasser springen und zu wissen genau wie kalt das Wasser ist.
00:02:09: Wie groß, wie klein?
00:02:11: Das würde ich sagen ja, kann nicht.
00:02:15: was ich nicht gut kann so Ungewissheit So eher bei diesem Zwischenmenschlichen wenn Sachen noch offen sind.
00:02:24: oder auch ich sage jetzt mal Thema ich warte auf eine Rückmeldung Ja, zum Beispiel ist das ein gutes Beispiel.
00:02:35: Jetzt Thema allgemein sag ich jetzt mal nicht auf mich bezogen aber so Themen immer Diagnosen oder so.
00:02:42: also da mag Ich dass nicht wenn so Unsicherheiten sind oder wenn ich nicht weiß was mit einer Person los ist
00:02:48: Okay, das heißt Wenn du auf eine Antwort wartest oder von einer Information vielleicht abhängig bist Dass Du dann wieder ins handeln kommst dass
00:02:59: Ich bin selber gerne Selbst Akteur oder Akteuren, dann kann ich gut damit umgehen.
00:03:07: Wenn ich eine gewisse passive Rolle einnehme, finde es schwierig damit
00:03:13: umzugehen.".
00:03:15: Das ist eine spannende Unterscheidung!
00:03:18: Du unterscheidest ja auch zwischen Neuanfängen und Umbrüchen.
00:03:23: ab wann ist ein Neuanfang?
00:03:28: Weil im Endeffekt des Lebens geht er immer weiter Und du kannst ja nie völlig losgelöst von deiner Vergangenheit was machen.
00:03:37: Du hast ja immer deine Erfahrungen dabei und ab wann würdest du es dann neu anfangen
00:03:43: nennen?
00:03:44: Gar nicht, glaube ich.
00:03:46: Das rede klar.
00:03:48: Ich beschreibe mein Leben nicht in Neuanfängen sondern eher vielleicht neues Kapitel Veränderung, Umbruch genau deswegen weil Leben eher als ein Quentinumsee.
00:04:06: Voll, ich glaube das ist eine schöne Art es zu beschreiben.
00:04:11: Also verstehe ich voll und jetzt bist du ja seit zweieinhalb Jahren hier in der neuen Stadt in Regensburg.
00:04:20: Du hattest davor glaube ich gar keine Verbindungen zu der Stadt richtig?
00:04:26: Du schüttelst den Kopf!
00:04:28: Und
00:04:29: nach zweieinhalb Jahren fühlst du dich hier schon angekommen?
00:04:33: Ja, definitiv.
00:04:37: Ich bin hergekommen ohne sich Regensburg überhaupt kannte.
00:04:42: Aus einem halben Tag hab ich noch keine Zeit verbracht gehabt.
00:04:45: und jetzt nach den zweienhalb Jahren würde ich sagen ja so Regensburger ist meine Stadt So und das habe ich eher selten gesagt.
00:04:54: und auch mit ankommen.
00:04:57: gerade Gestern dachte ich, ich kann eine Person anrufen und sagen, hey, ich komme zum Abendessen vorbei oder mich spontan verabreden.
00:05:10: Ich kenne mich in der Stadt aus, weiß wie wo was ich fahre.
00:05:14: Ich habe ein soziales Netzwerk, das ist für mich alles Definition ankommen.
00:05:18: Das hab' ich, würde ich sagen.
00:05:20: Kennst du diesen Begriff dritte Orte?
00:05:24: Oder einen dritten Ort haben?
00:05:26: Nein.
00:05:27: weil das soll halt auch helfen, um gut in der Stadt anzukommen.
00:05:31: Wenn du ... In deinem Fall wärst jetzt Studium und Wohnen?
00:05:36: Das sind zwei Orte.
00:05:37: Man hat meistens irgendwie ... man kommt irgendwo an.
00:05:40: Man ist an zwei Orten meistens.
00:05:42: Es ist einmal die Arbeit und das Zuhause.
00:05:45: Und dort bewegt man sich als arbeitende Person sehr viel.
00:05:51: Ein dritter Ort hilft einem ... sehr, um in einer Stadt anzukommen.
00:05:56: Um in einem neuen Ort gut anzukomen weil du noch mal was anderes hast außerhalb von diesem Wohnen, außerhalb vom Arbeiten beziehungsweise vom Studieren wo man sich wohl fühlt, wo man Zeit verbringt und gerne ist wo man vielleicht auch Leute trifft würdest du sagen so was hast du also?
00:06:16: du hast jetzt schon sehr viel von sozialen Kontakten und so weiter gesprochen.
00:06:21: hast du einen Ort wo du So ein dritten Ort, wo du oft bist?
00:06:27: Ja.
00:06:28: Also hier würde ich fast sagen habe ich sogar mehrere dritte Orte.
00:06:33: Ich glaube dass sich damit gerade vor allem so Personen verbindet.
00:06:37: das was ich vorhin meinte wo ich dann einfach mich was sie selbst einladen kann oder einfach auch Dinge selbst unternehmen kann das finde für mich auch gewisse so dritte orte dass ich selber ins café kann dass ich so Ultima Selbstständigkeit Dinge mit mir unternehmen kann, Möglichkeiten hab.
00:06:58: Ja... Ich habe gerade eher gedacht weniger auf Hierbezogen sondern ich hab ja schon an verschiedenen Orten gewohnt und da hatte ich teilweise diese dritte Orte nicht und das war ein Thema warum ich mich da nicht angekommen gefühlt habe.
00:07:13: also deshalb ich hab die grad zugehört und grade eher dran gedacht achja jetzt macht es Sinn warum ich bei manchen Orten nicht so gut angekommen bin im Vergleich zu hier.
00:07:24: Das habe ich gerade weniger auf Regensburg gemünzt, weil es da teilweise aufgrund der ländlichen Strukturen genau diese Möglichkeit nicht gab.
00:07:33: Da hatte ich irgendwie mein privates Zuhause und eine Arbeit war es schwierig, diese dritte Ort.
00:07:45: Das glaubt für mich vor allem soziales Netzwerk ist oder einfach auch mal ich kann alleine in den Café.
00:07:51: Ich kann einfach irgendwo hin und was machen.
00:07:54: das gab's da nicht Und das hat mir gefehlt.
00:07:58: also jetzt weiß ich Was mir gefällt.
00:08:00: ein Dritter Ort?
00:08:07: Wie oft bist du schon umgezogen?
00:08:09: und ich meine jetzt nicht Ich bin schon in der einen Stadt und dann ziehe ich noch mal in eine andere Wohnung, sondern wie oft hast du schon mehr als ein Jahr?
00:08:17: Also nicht nur für paar Monate, sondern du bist da länger geblieben.
00:08:21: Wie oft hast Du schon die Orte gewechselt?
00:08:24: Ab wann ist die Frage?
00:08:26: Nachdem Du von Deinem Eltern ausgezogen bist.
00:08:29: Jetzt muss ich kurz rechnen!
00:08:33: Wenn einmal zum Studium weg, da habe ich zweimal Ausland, dann wieder zurück zum Ersten.
00:08:43: Ich überschlags jetzt gerade, aber ich würde sagen, ich würde bei acht oder neun kommen.
00:08:48: So auf die letzten zehn über zehn Jahre.
00:08:53: Ja also ich habe auch so was wie zum Beispiel zwei Auslandssemester.
00:08:57: dann wieder zurück zum Ursprung vom Studium und vor allem seit ich jetzt arbeite hatte ich ja mit Regensburg vier Ortswechsel schon alleine.
00:09:09: Das
00:09:11: ist eine ganze Menge.
00:09:15: Ich möchte noch mal zurück, bevor du nach Regensburg gekommen bist und bevor du beschlossen hast das neue Kapitel aufzuschlagen kannst du mir mal erzählen an was für einem Ort du warst also sowohl räumlich als auch beruflich?
00:09:36: wo standest du da im Leben?
00:09:39: Und wann kam Der Gedanke, ich will noch mal ein Studium anfangen.
00:09:45: Das war zu einem Zeitpunkt ... Da hab' ich gerade zwei Jahre gearbeitet, also eine Festanstellung und es war klar, dass sich mein Vertrag als Sozialarbeiterin ... Also ich hatte eine Stelle als Sozialarbeiterin in dem ... Genau, zu dem Zeitpunkt das war klar... der an sich auf drei Jahre beschränkt ist oder befristet ist.
00:10:13: Und genau weil ich Thema Unsicherheit und manchmal so ein früher Wurm mit Denken bin, habe ich etwa so einen Jahr davor... Ist mir das gefühlt angeflogen?
00:10:25: Bin ich gerade Fahrrad gefahren.
00:10:27: zu dem Zeitpunkt?
00:10:29: Genau hab ich ihn in Mitteldeutschland gewohnt, in Göttingen.
00:10:35: Da dachte ich so, ach ja jetzt habe ich noch ein Jahr an der Stelle.
00:10:40: Was will ich denn dann machen?
00:10:42: Will ich da bleiben weil das war schon auch eine Option oder dass irgendwie für was anderes nutzen?
00:10:49: und dann ist fast im gleichen Moment der Gedanke angeflogen.
00:10:54: Ach, da war doch mal etwas von so einem Master irgendwas mit Tod.
00:10:58: also da hatte ich mal über einen Podcast darüber gehört Ja, was ist denn da damit?
00:11:03: Und dann habe ich mich sozusagen informiert darüber.
00:11:07: Hab immer wieder in mich reingehört und gemerkt ach ja irgendwie ist es doch eigentlich ganz interessant als einerseits das Studium und ich glaube auch ich war zu dem Zeitpunkt dass ich schon so gemerkt hab also ich habe eine Suchprävention gearbeitet dass sich gerne da bleiben Nein, andersherum.
00:11:28: Das mir das zwar Spaß macht aber dass ich mich da auch nicht langfristig glaube ich sehe.
00:11:35: und dann dachte das doch irgendwie so ein guter Zeitpunkt.
00:11:39: jetzt habe ich ja auch noch einen Jahr zu schauen.
00:11:42: dieser Gedanke mit Master und Umzug in auch nochmal ganz anderen sozialen Bereich Ja möchte ich das oder möchte ich es nicht?
00:11:50: Und dann hab' ich gemerkt nachdem ich echt eine Weile damit sich mal gedanklich schwanger gegangen bin der Gedanke bleibt.
00:11:59: Das heißt also zu deiner Frage, wo stand ich da auch so ein bisschen im Leben?
00:12:03: An sich war ich verankert in der Stadt, wo ich war, auch beruflich und habe dann aber gesagt ne, ich veränder mich!
00:12:15: Und der Beruf hat dir Spaß
00:12:16: gemacht?!
00:12:17: An sich schon, aber ich glaube ich bin ja auch Sozialarbeiterin geworden damit Ich auch immer wieder neue Dinge ausprobiere.
00:12:26: Das war ein Grund, warum ich diesen Job gewählt habe, also allgemein diese Profession und auch glaub' ich bin jemand der sich immer gerne wieder verändert.
00:12:36: Weil ich glaube', ich nehme die vielleicht fast vorweg'.
00:12:40: Aber ich hatte schon öfters so Situationen gerade im Arbeitsleben.
00:12:44: da hab ich mir gedacht... weil ich habe eben so einen Dreijahrsrhythmus ohne dass ich das bewusst hinlege.
00:12:50: Bei meinem ersten Job bin ich nämlich auch etwa so nach dreieinhalb Jahren gegangen.
00:12:55: Das war eher persönlich, aber damals dachte ich auch jetzt bist du eigentlich drin weil es wie der Hase läuft sag' ich mal und dann wechseln die den Job was... also ich habe ja oft Shops wo Netzwerk eine große Rolle spielt beruflich und da hab ich mir das aufgebaut und dann gehe ich.
00:13:15: Also ich habe jedes Mal gedacht sinnvoll ist das nicht, weil in der Sicht fängt man natürlich schon wieder an.
00:13:23: Also ich glaube neu anfangen, das Wort würde ich jetzt in meinem Leben nicht benutzen.
00:13:28: aber Thema arbeiten auf gewisse Weise natürlich schon.
00:13:32: da fange ich immer wieder also nicht komplett neu an.
00:13:35: natürlich kann ich Kompetenzen übertragen aber ich muss mir natürlich immer wieder was neu erarbeiten.
00:13:41: deshalb ja an sich war ich verankert und dann dachte ich mich zieht es dahin.
00:13:47: Aber glaubst du, dass dich auch emotional oder dann auch konkret damit beschäftigt hättest wenn du eine entfristete Stelle gehabt hättet?
00:14:00: Ja ich glaube schon.
00:14:02: Vielleicht nicht zu dem Zeitpunkt vielleicht wäre es vielleicht ein zwei Jahre später gekommen aber ich glaube ja schon weil... Ich glaube, dass ich darüber nachgedacht habe.
00:14:15: Der Auslöser war zwar die Befristung aber in sich war das schon auch etwas was so aus in meinem Inneren kam weil ich hätte ja auch einfach sagen können ach ich entscheide für mich ich will da bleiben oder ich setze mich dafür ein dass ich da bleibe punkt dann dann hätte ich ja gar nicht das fast so groß aufmachen müssen.
00:14:34: und die option dann im nachgang die hat es nicht gegeben.
00:14:38: oder du hast dann bei deinen Kollegen sowieso gesagt, ich bin jetzt raus.
00:14:43: Ich will noch mal studieren?
00:14:45: Ich war da von Anfang an ziemlich transparent.
00:14:48: also ich glaube relativ früh als ich eigentlich überlegt habe mich für diesen Master zu bewerben hab ich das eigentlich im Team schon kommuniziert.
00:14:58: aber ich hab auch das Glück, dass ich ein Team hab was in denen sich sehr gut mit Unsicherheit umgehen kann oder da sehr wohlwollend.
00:15:08: Mir war wichtig, dass die sich eher darauf einstellen können.
00:15:13: Und in der Stadt Göttingen hast du ja gesagt ... Hattest du da dritte Orte?
00:15:19: Ja, aber nicht so sehr wie hier.
00:15:22: Also ich hab zu dem Zeitpunkt an der WG gewohnt.
00:15:26: Das waren natürlich irgendwie ein Ort.
00:15:28: Aber dadurch hatte auf jeden Fall auch schon ein gewisses soziales Netzwerk.
00:15:34: Ich hätte einen Sport vereinen.
00:15:37: Ich hatte Sachen, die ich schon so machen kann abgesehen von wo ich wohne und arbeite.
00:15:45: Auch Leute außerhalb meiner WG, die getroffen habe.
00:15:49: Aber es war nicht so sehr verankert wie hier in Regensburg.
00:15:53: Das war auch mittenkronend, warum ich damals auf dem Fahrrad dachte ... Göttingen ist ja jetzt ganz schön!
00:16:00: Da kann schon noch was entstehen.
00:16:02: Es hat mich aber nicht so gebunden wie hier.
00:16:05: Was war der Unterschied?
00:16:07: Gute Frage.
00:16:09: Ich glaube, bei mir ist es viel so ein Gefühl.
00:16:13: also weil an sich... Also ich bin ja jetzt auch am Ende eher meines Masterstudiengangs und überlege hier einen Job zu suchen Und ich finde es spannend dass ich jetzt sage ich will hier bleiben Weil zum Beispiel vor fast zehn Jahren als ich im Ende von meinem Bachelor Studium war klar Ich will wo ganz anders hin, weil dann ein gewisser neuer Lebensabschnitt startet.
00:16:40: Und da war für mich klar ich brauch einen neuen Ort dafür.
00:16:43: und jetzt ist es ja irgendwie auch so jetzt nach Master wo in einem anderen sozialen Bereich mir was suche und zu sagen nein ich brauche dafür aber keinen neuen Ort sondern ich bleibe hier weil ich mich glaube je mehr verankert fühle.
00:16:58: und ich glaube das hatte ich bis jetzt vor allem seit ich arbeite in den verschiedenen Orten gewohnt habe nicht, nicht so.
00:17:06: Ich glaube deshalb hat auch mein Kopf immer wieder mal überlegt na wie willst du dich denn verändern und eine Veränderung auch teilweise mit einem Ortswechsel ausgemacht hat?
00:17:17: Bist du also dich dann für Wegensburg entschieden hattest schon mit dem Wunschstand hergekommen dass du hier bleibst.
00:17:26: also das ist was für Länge wird und ich weiß nicht wie es dir bei den anderen umzügen ging aber Das habe ich zum Beispiel auch bei mir gemerkt, dass ich bin auch viel umgezogen.
00:17:42: Dass ich dann immer gedacht hab okay auch hier Auslandssemester das ist cool halbes Jahr ok.
00:17:47: Dann hier der der Master das ist jetzt auch nur für die Masterzeit.
00:17:52: da war nicht so der Druck gefühlt oder dieses dieses Gefühl von ach ich will dass es jetzt die Stadt wird und weil es gefühelt immer so Das ist halt ein Zwischenschritt und es passt.
00:18:06: Aber sobald du ja vielleicht den Wunsch hast, ich möchte jetzt, dass das die nächste Stadt wird – und ich würde gerne nicht nach zwei Jahren schon wieder umziehen -, ist dieser Druck ein bisschen höher.
00:18:21: Hoffentlich klappt's jetzt!
00:18:23: Hattest du den Wunsch als du nach Regensburg gekommen bist?
00:18:27: Dass es etwas längerfristiges wird oder war so ... Also eigentlich eher mit der Voraussetzung.
00:18:33: Ich mache jetzt meinen Master und dann schaue ich mal, dann ziehe ich vielleicht auch wieder
00:18:36: weiter.".
00:19:00: hingezogen, endlich immer mit der Einstellung, dann mal schauen wie lange ich da bleibe.
00:19:04: Also eher mit diesem kann auch sein dass ich dafür immer bleibe, auch unabhängig davon wie lang mein Arbeitsvertrag war sage ich mal und bin immerhin und dachte ja mal schauen was wir da so machen?
00:19:19: Und weil mir war auch immer wichtig das ich mich da ja etwas aufbaue.
00:19:24: Weil ich finde also bei mir ist es schon auch gehört es so zusammen oder auch wenn ich wusste, ich bin nur für einen halben Jahr in einem Ort zum Beispiel jetzt aus dem Semester habe ich immer versucht mir was Sozialmäßigen so aufzubauen weil ich das brauche.
00:19:40: Also da hat so das zeitliche ja nicht so eine große Rolle gespielt.
00:19:46: und jetzt wo ich klar wusste okay dann werde ich ein paar Jahre sein ist auch hier im Master.
00:19:53: also ich glaube ich habe schon einmal noch mal schauen wie lange wir hier bleiben kann so oder so sein Aber es war nie, dass ich dachte ach ja nach Master okay da wird so ein solange dauern dann ziehe ich wieder weg.
00:20:05: Ne?
00:20:05: Ich glaube wie gesagt immer in die Einstellung ich gehe dahin und schau was passiert.
00:20:10: Ja!
00:20:11: Was ich glaube so als Vorteil sehe auch manchmal als Nachteil.
00:20:14: also ich habe mir nicht so abgesehen von meiner Familie ich hab ja nicht so die Base irgendwo.
00:20:20: Also zum Beispiel Kombinationen mit denen ich hier den Master gemacht haben Die wirklich nur für das Studium hier sind Und damit jetzt zurückgezogen sind Die haben halt so ein Ort, wo sie ihre Freunde, ihre Familie haben.
00:20:33: Ich hab das nicht komplett ... Natürlich habe ich meine Heimat, wo ich herkomme und einen gewissen Teil meiner Familie wohnt.
00:20:43: Aber sonst hab ich ja ein Freundeskreis, was über ganz Deutschland oder Europa verteilt ist, was ich sehr schätze.
00:20:51: Das ist auch mit die Frage warum?
00:20:54: Warum sag ich, ich ziehe wohin und dann ... Aber wo soll ich den zurückziehen?
00:20:58: Ich bin ja immer wohin gezogen.
00:21:00: Weil das da mein Ort war.
00:21:03: Hattest du irgendwann mal des Bedürfnis wieder in die Stadt, in der du schon warst, wieder zurückzuziehen?
00:21:10: Nee.
00:21:12: Also nicht so richtig!
00:21:16: In meiner Heimat hab' ich glaub ganz lange gesagt, nee kann ich mir nicht so vorstellen.
00:21:22: so doof da ist, sondern weil ich glaube schon auch diese Freiheit und Selbstständigkeit in die brauche.
00:21:28: Das schließe ich jetzt nicht mehr aus dass ich vielleicht irgendwann damals zurückziehe.
00:21:34: vor allem also kommt auch sehr auf die familiäre Situation vor Ort an.
00:21:39: Also wenn die mich jetzt mehr brauchen könnte ich mir das schon vorstellen.
00:21:44: Ich glaube ein Ort, also ich habe meinen Erasmus, nein nicht mein Erasmuss.
00:21:48: Mein Auslandssemester in Salzburg gemacht und das war zum Beispiel obwohl ich da nur acht Monate gewohnt hab eine Zeit die sehr intensiver.
00:21:58: und bis heute wenn ich in dieser Stadt bin merke ich mach dir was mit mir.
00:22:03: und dann habe ich schon auch immer wieder mal überlegt Na ja, was wäre denn wenn ich mit Darnens Shop suche?
00:22:11: Aber das ist jetzt nichts wo ich wirklich... Also mehr über dieses Fantasieren bin ich nicht hinausgekommen.
00:22:19: Was macht in Salzburg mit dir?
00:22:22: Das berührt mich!
00:22:24: Also ich glaube das was ich auch vorhin meinte mit diesem Gefühl.. Auch was jetzt Regensburg mit mir macht, dass es die Stadt berührt tiefsten Inneren.
00:22:35: Das klingt jetzt sehr kitschig, aber so fühlt sich das an.
00:22:42: Also positiv ist es wenn du da durchläufst?
00:22:45: Ja, dass ich jetzt in Rainsburg durch diese Stadt gehe und sage Das ist meine Stadt.
00:22:51: Hier darf ich wohnen, hier wohne ich und echt so stolz bin.
00:22:54: Und fast so eine gewisse ... Ich hab's so gesagt... Ich bin verliebt in Regensburg!
00:22:59: Und sämtliche Adjektive die man somit mit Verliebtheit vielleicht verbindet.
00:23:05: Man freut sich wenn man die Personen sieht in der sich die Stadt Es ist ein wohliges Gefühl.
00:23:14: das verbinde ich mit Regens Burg und mit Salzburg verbinde auf gewisse Weise auch.
00:23:21: Ich war in dieser Stadt jetzt bestimmt schon über zehn Mal und jedes mal bin ich beeindruckt von den Bergen, vom Ding... Ja.
00:23:32: Voll schön!
00:23:34: Voll schön dass du das über die Stadt sagst, in der du gerade wohnst, dass du dich da so gut fühlst.
00:23:43: Als du dich ja dann entschieden hast noch mal den Master anzufangen, nochmal zu studieren.
00:23:50: Da hast du ja gesagt, du hast da Vollzeit.
00:23:52: zu dem Zeitpunkt, hast du Vollzeit gearbeitet?
00:23:56: War Geld für dich ein Thema das du dann überlegt hast.
00:24:00: jetzt als Studentin muss man sich vielleicht dann irgendwie neben Job oder was weiß ich war suchen oder auf jeden Fall ist das Geld dann nochmal knapper.
00:24:09: wie weit war das Thema für Dich?
00:24:12: Das war schon Thema.
00:24:13: Das war also erstens habe ich mir das schon so mal ausgerechnet.
00:24:18: Was würde es dann heißen, wenn ich jetzt gute zwei Jahre studiere und nicht Vollzeit arbeite um einfach so eine Zahl zu haben?
00:24:29: Dann auch dieses... Ich habe immer gesagt, wenn mich jetzt wann dann?
00:24:34: also ich war zu dem Zeitpunkt Anfang dreißig, hab sieben Jahre schon gearbeitet nach Bachelorabschluss, nicht liiert und keine Kinder da dachte Naja, jetzt muss ich mich gerade in Anfangszeichen nur durchfüttern.
00:24:52: Das kriege ich finanziell hin.
00:24:54: In der Sicht bin auch nur ich die, die Ortswechsel und Kohn sowas hat.
00:24:59: Und deshalb auch, genau, Thema Finanz muss ich so dachten, genau momentan bin ich mein einziger Haushalt sage ich mal.
00:25:06: Ja, und dadurch dass ich aber schon aus sieben Jahre gearbeitet habe, sag ich mal konnte mir ein bisschen was zur Seite legen, wo das ist halt... Also ich sage immer Ich sehe es immer als Co-Sprive legt, dass ich sagen kann.
00:25:19: Ich studiere jetzt nochmal einen Master und lege auch den Fokus auf Studium.
00:25:25: Das hatte ich mir auch überlegt.
00:25:26: also man kann ja meinen Master auch in Teilzeit studieren und habe aber bewusst gesagt, ich will in Vollzeit weil ich schon noch mal Lust hat auf dieses Studentenleben obwohl das natürlich anders ist wie jetzt als ich Bachelor.
00:25:39: Also ich bin ja anders.
00:25:44: andere Rahmenbedingungen auch das Thema Finanzierung.
00:25:47: Ich habe mehr Auslagen, wie ich das vor zehn Jahren hatte im Bachelor.
00:25:51: also zu seiner Frage ja finanzend war ein Thema und zugleich dachte okay ich kriege es schafft das und dass ist gerade auch ein Privileg dass ich das kann.
00:26:03: Und jetzt arbeitest du nebenbei auch noch ein bisschen oder lebst du komplett von deinem Ersparten?
00:26:08: Nee ich hab eine Manches vom Job und manches von dem Ersparten.
00:26:22: Wie hat dein Umfeld, deine Freunde und Familie reagiert, dass du gesagt hast nach sieben Jahren, ich will doch noch mal ein Master machen?
00:26:33: Ich glaube, ich schock die nicht.
00:26:35: Und für mich ist es auch nicht so krass angefühlt!
00:26:42: Für mich war das einfach ein logischer Schritt der jetzt ansteht Und jetzt nicht so, oh ich studiere jetzt wieder.
00:26:51: Sondern es war eher so, naja ich merke jetzt habe ich Lust einen Master zu machen.
00:26:56: das hatte ich direkt nach dem Bachelor Abschluss nicht.
00:26:58: da wollte ich unbedingt arbeiten in die Berufswelt und jetzt denke ich ach jetzt wieder ein bisschen Studenten Luft auch Uni-Luft zu schnuppern darauf habe ich lust.
00:27:09: Ich glaube ja für mein Umfeld war das jetzt nicht nur das Thema Auch dadurch dass ich das relativ lang und früh erzählt habe.
00:27:19: Also was du mich vorhin schon gefragt hast, wann hab ich das überlegt?
00:27:23: Das war ein Jahr davor.
00:27:25: D.h.,
00:27:25: ein Jahr bin ich damit gedanklich, ähm genau, schwanger gegangen.
00:27:31: aber meinem Umfeld habe ich natürlich auch erzählt davon also dass... Ich nutze die schon auch oft so als Birnenpartner so, ich habe die Idee was meinst du denn?
00:27:39: So und meistens höre ich da eher Keine Widerworte.
00:27:45: Die redest jetzt so nicht, aber die wissen, dass ich mir solche Dinge sehr oft gut überlege.
00:27:53: Gab es da eine Person, mit der du sehr viel Austausch hattest?
00:27:57: Die dich da auch unterstützen konnte oder vielleicht auch noch mal neue Gedanken mit reingebracht hat?
00:28:04: Also natürlich Freunde, Freunden... die mich schon sehr lange kennen, sehr eng und sämtliche Situationen in meinem Leben.
00:28:14: Ich mit ihr teile.
00:28:16: Und sonst teile ich auch oft so Sachen, die zu dem Zeitpunkt einfach nahe in meiner Lebenssituation waren.
00:28:24: Das war natürlich WG-Mitbewohnerinnen, mit denen ich diese Dinge geteilt habe und überlegt habe.
00:28:31: Ich hab auch eine Arbeitskollegin, mit der ich sehr eng war ... Vor allem Freunde, die zu dem Zeitpunkt relativ nah
00:28:40: waren.
00:28:44: Wenn du jetzt eine Freundin hast, die vor einer ähnlichen Entscheidung steht, soll ich noch mal die Stadt wechseln ... Die aber auch kein direktes Ziel.
00:28:56: Also wenn es keinen Ziel gibt nur so ne Latente, ja so ein Nicht-Dazugehörigkeitsgefühl und im Raum steht... Will ich noch mal die Stadt wechseln?
00:29:10: Ich kenn ja dann vielleicht, ähm ... Ich würd gern was Neues ausprobieren.
00:29:15: Aber ich hab Angst, keinen Anschluss zu finden.
00:29:19: Was ist wenn mir der Job nicht gefällt?
00:29:22: Hast du in deinen ... Du hast jetzt einige Umzüge schon hinter dir und auch einige Ortswechsels.
00:29:29: Was würdest du einer Freundin sagen, die solche Ängste hat aber so was gerne machen würde?
00:29:36: zurückgehalten wird.
00:29:39: Ich glaube, ich würde Sie fragen... Was ist Deine Motivation?
00:29:44: Trauchst Du das zu und was sind so Deine Ressourcen auf die du zurückgreifen kannst wenn sag' ich mal du wackelst und es nicht funktioniert?
00:29:57: Da sprich jetzt gerade die Sozialpädagogen von mir.
00:30:04: Das passt ein bisschen.
00:30:07: Vorbereitung für den Podcast überlegt, was heißt für mich Mut?
00:30:10: Und... Für mich heißt auch Mut Vertrauen auf sich.
00:30:15: Auf seine eigenen Fähigkeiten und zugleich immer Frustrationen und Niederlagen mit Einberechnungen.
00:30:25: Ich bin immer irgendwo hingezogen und dachte es kann gut sein dass das nicht funktioniert!
00:30:30: So ich hatte dann immer das Glück Dass das ausgegangen ist.
00:30:35: Also bei mir persönlich hat so die Vorfreude und auch das Vertrauen darauf, dass es klappt immer überwogen.
00:30:44: Und ich glaube, das würde ich so bei der Freundin nachfragen weil wenn ich glaube jemand mehr Angst vor dem Wechsel hat als dass sie sich darauf freut in Anfangszeichen oder darauf auch in wie Lust hat dann würde ich sagen naja warum machst du's?
00:31:04: Ich würde schauen, wie steht die Waage.
00:31:08: Was meinst du mit den Ressourcen?
00:31:13: Ein Freundennetzwerk.
00:31:15: Damit meine ich gar nicht das Freunde vor Ort sein müssten, wo man wohnt ... Was mich trägt ist schon so, dass ich weiß, ich kann Leute anrufen.
00:31:27: Ich hab Leute hinter mir stehen, die z.B.
00:31:30: mir die Dinge zutrauen, Ja, und dass ich auch weiß wenn alles zum Beispiel den Bach runter geht kann nicht z.B.
00:31:40: zu Person XY wirklich was als Hinziehen oder mindestens Unterschlupf finden oder so?
00:31:46: ja das meine ich mit Ressourcen Personen natürlich Finanzen würde ich da auch ein bisschen mit rein rechnen.
00:31:53: Und auch ressourcen inwiefern?
00:31:56: wie gehe ich denn selber mit Frustration um Isolation mit Einsamkeit.
00:32:09: Wie lange würdest du, wenn die Person das dann macht und umzieht?
00:32:13: Wie lang würdest Du sagen sollte sie probieren das auszuleben in dieser neuen Stadt?
00:32:21: oder vielleicht auch wie war es bei dir rückblickend wo du dann sagst okay ab da wusstest du schon Oder du hattest so ein Gefühl für die Stadt.
00:32:34: Du hast gemerkt, es fühlt sich nicht richtig an und das hat sich auch nicht mehr geändert.
00:32:39: Und wie lange kann man das ausprobieren in der Stadt zu sein?
00:32:43: Dann passt's aber nicht.
00:32:44: Das ist dann auch genug ausprobiert.
00:32:49: Aus dem Stegreif kam mir jetzt gerade so die Zahl ein Jahr ... Aber ich würde sie sehr unter Vorbehalt stellen.
00:32:58: Also... Es ist ja eine Frage, wenn ich dahin gehe und denke, passt irgendwie.
00:33:03: Und sozusagen das Netzwerk braucht auch Zeit es aufzubauen.
00:33:06: Deshalb würde ich dann eher so schauen wo stehe ich nach einem Jahr was ist passiert und was nicht?
00:33:12: Wenn man jetzt aber selber merkt nach drei Monaten mir geht's sehr, sehr schlecht Ich bin ein emotionales Frag sag' ich mal Dann würde ich eher raten sage ich mal die Reißleine früher zu ziehen.
00:33:30: Ja, ich glaube das ist natürlich eine super persönliche Frage
00:33:33: und
00:33:34: die kann man auch nicht pauschal beantworten.
00:33:39: Aber wenn du sagst bei einem Jahr dass aus deiner persönlichen Erfahrung wo du jetzt zurückblicken kannst okay nach dem Jahr habe ich dann irgendwie schon gemerkt es passt oder es passt nicht.
00:33:50: also weil man muss ja Erst mal ein bisschen ankommen, natürlich ist es nicht ab Tag eins.
00:33:55: Ach hier sind meine Freunde und ich habe ein Netzwerk und das braucht ja auch ein bisschen.
00:34:01: Ja also für mich ist wirklich dieses Thema Aushalten ist das was ich vorhin auch mit Ressourcen meinte weil zum Beispiel soziales Netzwerk braucht halt echt... Also da würde ich sagen, da entsteht vielleicht nach einem Jahr erst so manches.
00:34:18: Ich habe ja auch teilweise in ländlichen Umgebungen gewohnt.
00:34:23: Das hat über einen Jahr gebraucht oder bis nach drei Jahren hatte ich teilweise nicht so ein Netzwerk was ich hier in Regensburg habe und das Thema mit sich selbst Zeit verbringt.
00:34:37: Das können manche besser, manche schlechter... Ja, ich kann mir auch vorstellen.
00:34:44: Das können auch Phasenweise unterschiedlich sein.
00:34:47: Ich würde eher sagen, wie lange kann eine Person manche zustände Phasendrahmbedingungen aushalten?
00:34:55: Ich glaube daran würde es eher messen.
00:35:00: Findest du, dass du besser im Umziehen geworden bist oder in einem neuen Ort anfangen?
00:35:07: Da kann man das lernen!
00:35:15: Also ich bin keine schnelle Packhacherin.
00:35:19: Das sind mir zu diese ganzen praktischen Sachen.
00:35:24: Bei deiner Frage habe ich jetzt eher an auch so emotionale Themen gedacht, was ich zum Beispiel gelernt habe bei diesen verschiedenen Umzügen... Genügsamer zu sein, geduldiger mit mir.
00:35:43: Also ich bin schon noch eine Person die so zack... Ich will vertraut in meinem Wohnort sein, ich will eine eingerichtete Wohnung haben, ich wil direkt Leute um mich haben, die mich verabreden kann.
00:35:55: Ich will einen Ort für den Sport haben und natürlich auch in Wien.
00:36:02: Genau, noch einen Job oder Nebenjob und so bam-bam-bamm.
00:36:05: Also bin ich hier in Regensburg hingegangen und habe mich dann gewundert nach zwei Monaten warum ich gefühlt kürigehe.
00:36:11: Und hab dann gemerkt naja das passiert nicht alles so schnell!
00:36:15: Ich glaube in Regenburg habe ich mir das schneller erwartet weil hier eine relativ gute Infrastruktur ist und ich glaube dass habe ich bei jedem Umzug gelernt da mit mir genügsamer zu sein geduldiger Auch die Themen ankommen, dass das halt nicht nach paar Monaten gleich sein muss.
00:36:36: Ich habe das vor allem dazu gelernt.
00:36:40: Als du hergekommen bist hast du ja mit einem Masterstudium angefangen per die mortale Wissenschaften wo es um Sterben tot und trauer geht.
00:36:52: Das ist ja schon in Deutschland auch ein besonderer Studiengang.
00:36:57: den gibt's nicht so häufig Und in Deutschland sterben jährlich circa eine Million Menschen.
00:37:03: Tendenz steigend, weil wir natürlich als Gesellschaft auch älter werden ist also ein total relevantes Thema.
00:37:11: Ist einfach Teil vom Leben und gleichzeitig scheint es so weit weg zu sein.
00:37:20: Vor allem wenn ich tot bin dann ... ist es ja eh vorbei.
00:37:26: Also irgendwie dieses Leben scheint zu lang und der Tod ist dann ein Moment, natürlich wenn man jetzt in dem Titel ist ja auch Sterben.
00:37:35: also das kann ja ein Prozess sein und auch Trauer.
00:37:38: Das ist nicht der Prozess meines Sterbens sondern das Begleiten oder die Trauer um einen anderen Menschen.
00:37:47: Wie bist du auf den Studiengang gekommen?
00:37:49: Und vielleicht kannst du auch noch mal kurz in deinen Worten beschreiben Wieso du dich... Also was fasziniert dich an diesem Studiengang, dass du nach sieben Jahren Arbeit sagst?
00:38:00: Ich hab Lust nochmal diesen Studiengang zu wählen und zu studieren.
00:38:04: Also auf die erste Frage, wie ich über den Studiengang erfahren habe.
00:38:11: Genau, ich hab ein Podcast gehört also auch eine Weile bevor das wieder in meinen Kopf kam.
00:38:18: es war also ein Podcast der einfach auf verschiedene Leute interviewt hat.
00:38:23: Und da war halt eine Person, die den Studiengang mit aufgebaut hat und das fand ich interessant und dachte ah ja so was gibt's?
00:38:31: Hab es dann in irgendeinem Gehirnzelle scheinbar aufgeräumt im Kopf und dann ist das wie gesagt bei dieser Rathor entgöttingen wieder aufgeploppt.
00:38:42: und dann habe ich eigentlich erst richtig mich mit diesem Studiengang sozusagen beschäftigt informiert So geschaut.
00:38:50: Und was war meine Motivation?
00:38:53: Also erstens, ich glaube Thema Trauer, Thema Tod ist für mich auch so ein gewisses Herzensthema vor allem der Menschen zu begleiten.
00:39:03: Ich glaube das war auch so Thema in der Suchtprävention.
00:39:06: Ich habe das sehr gerne gemacht.
00:39:08: Da habe ich ja sehr viele Workshops für Jugendliche zum Thema Sucht gemacht.
00:39:13: aber ich habe gemerkt, ich vermisse es so Menschen über eine längere Zeit zu begleichen.
00:39:19: Also ich habe ja davor einen Job gehabt, wo ich Menschen eher länger begleitet hab.
00:39:27: Ich habe in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit gearbeitet und da habe ich manche Personen über Jahre hinweg begleiten und die mich auch.
00:39:36: Und ich habe gemerkt das vermisse ich in der Suchprävention weil ich immer nur rein ploppe.
00:39:41: und wieder raus.
00:39:42: So hat auch Vorteile, aber das habe ich gemerkt okay Thema Begleitung von Menschen über den längeren Zeitraum Das würde ich gerne wieder machen.
00:39:52: Und dann hab' ich gemerkt nach Menschen gerade in der Zeit wenn sie trauern wäre ich gerne für diesen Menschen da weil ich einfach weiß dass nicht jede Person die trauer ist automatisch so ein soziales Umfeld hat was sie aufhängt.
00:40:12: Und ich habe meine Bachelorarbeit über Hospizarbeit geschrieben vor einigen Jahren und das war nicht meine erste Bührung mit diesem Thema.
00:40:21: Das ist aber seitdem immer am Kopf gewesen, also deshalb würde ich sagen es war ab da schon auch irgendwie verankert im Kopf.
00:40:28: und eher was sich immer mit mir rumgetragen hat ja hospizarbeit Arbeit mit Traunen kann ich mir beruflich vorstellen.
00:40:35: damals hab ich mich nicht bereit gefühlt Dann ist es so aufgeploppt.
00:40:40: Deshalb würde ich nicht sagen, dass das plötzlich kam sondern das war eher so was immer nebenher mit lief.
00:40:48: und damals dann aber ich gesagt habe wo Ich mich dann Für den maßelstudiengang entschieden hab gesagt jetzt nehme ich mir zeit und raum für dieses thema.
00:41:02: Noch mal kurz damit ich sich dich einordnen kann.
00:41:04: du hast im bei der bachelorarbeit über hospice Arbeit geschrieben Und dann war dieses Thema Trauer und Traubegleitung für dich irgendwie das erste Mal so im Raum.
00:41:17: Also da hast du das thematisch für Dich kennengelernt?
00:41:22: Ja, also eine Mischung.
00:41:23: Ich glaube ich habe persönlich Berührungen mit Trauer gehabt.
00:41:34: Das würde ich jetzt einmal stehen lassen, dass ich persönlich in einer Berührung mit Trauern hatte.
00:41:40: Dann, das war sozusagen die private Ebene.
00:41:43: Und auch Menschen da begleitet haben, die in Trauer sind aber halt alles privat und da schon einfach die Erfahrung gemacht habt.
00:41:50: Nicht jeder hat einfach so ein soziales Netzwerk was aber wenn man trauert sehr wichtig ist.
00:41:58: In der Bachelorarbeit habe ich vor allem diesen Bereich eher auf beruflichen Ebenen kennengelernt.
00:42:06: Da habe ich Interviews mit Sozialarbeiterinnen geführt in der Hospizarbeit arbeiten.
00:42:12: Und da habe ich glaube, wie gesagt dieses Arbeitsfeld auf berufliche Ebene kennengelernt.
00:42:17: und deshalb auch meine Motivation für dieses Studium ist so eine Mischung dass sich mir beruflich das schon länger vorstellen kann aber mich das nicht getraut habe weil ich gesagt hab es ist ne eine Sache wenn ich irgendwie sage ich mal persönlich Leute die ich sehr lange kenne in Trauer begleite oder anders drum begleitet werde.
00:42:38: Es ist aber was anderes, wenn ich fremde Menschen da begleite.
00:42:41: Und davor hatte ich sehr großen Respekt und deshalb habe ich dann auch erst noch die Erdenamtdichro Spitzbegleitung diesen Art Weiterkurs gemacht und dann mich für diesen Master entschieden so das Thema auch ein bisschen eigene Barrieren abbauen.
00:43:00: Du hast jetzt gerade gesagt, ehrenamtliche Hospizbegleitung.
00:43:03: War das was sich geändert hat zwischen der Bachelorarbeit und dem Entschluss dann diesen Studiengang zu machen?
00:43:12: Also ich habe mich grade gefragt weil du gesagt hast bei der Bachelorbeit da hattest du zu viel... also es hatte ich interessiert aber du hattst so viele Zweifel daran ob du dem Thema gerade so gewachsen bist.
00:43:24: Was hat sich in den Jahren dann geändert dass du's jetzt doch bist?
00:43:30: Also einerseits habe ich ja durch meine Berufsjahre auch mehr Selbstsicherheit erarbeitet, also auch wenn ich jetzt nicht sozusagen im perimortalen Arbeitsfelder gearbeitet habe.
00:43:45: Aber daher auch gemerkt okay was kann ich?
00:43:50: Wie gehe ich mit Menschen um?
00:43:51: wie gehen die mit mir um?
00:43:52: Also da allgemein sage ich mal eine berufliche Mehr-Sicherheit bekommen.
00:44:00: Und dann, das war dieser Zwischenstück, den ich noch nicht direkt erzählt habe.
00:44:05: Als ich mich dann gedanklich für diesen Masterstudiengang entschieden habe oder gesagt hab es kann ich mir gut vorstellen, habe ich damals auch diese Art Weiterbildung als ehrenamtliche Hospizbegleiterin angefangen.
00:44:19: Das dauert so ein halbes Jahr.
00:44:21: Weil das war so dieser Vorgeschmack, wo ich gesagt habe.
00:44:24: Bevor ich wirklich bei der komplette Zelte abreise, will ich erst mal auch schauen was macht es denn wenn ich mich auf gewisse Professionelle Weise damit beschäftige?
00:44:37: Das war so ein Vorgeschmack und hab dann gemerkt na das schreckt mich nicht ab.
00:44:42: Im Gegenteil, das motiviert mich eigentlich noch mehr da mit rein zu gehen.
00:44:50: Also ich mich Schritt für Schritt eigentlich immer diesem Thema mehr genähert habe.
00:44:57: Noch mal kurz zu der Frage zurückzukommen, dieser Studiengang kannst du dir nochmal kurz zusammenfassen?
00:45:03: Wie kann ich mir das vorstellen?
00:45:05: Was lerne ich da?
00:45:07: Du kannst sie als Ritt vorstellen durch verschiedene ... Profession.
00:45:13: Wir ernähren uns diesen großen Themen, sterben Tod und Trauer aus unterschiedlichen Blickwinkeln.
00:45:20: Das heißt wir haben was zu Piatiefmedizin gehabt, was zu Jura, ganz viel Ethik also was Thema Organspende, Thema Asstituzizid.
00:45:33: Also schon auch sehr große gesellschaftliche Themen haben wir viel diskutiert.
00:45:38: Theologie, Philosophie... Das fällt mir gerade so auf die Schnelle ein.
00:45:45: In all diesen Felder-Professionen haben wir geschaut, was sagt es zu Sterbentut und Trauer?
00:45:57: Und ganz viel bei diesem Studium, das merkt man aber erst wenn man's wirklich macht ist vor allem Austausch mit... Ja, mit Kommilitonen dazu innerhalb des Seminars oder auch natürlich außerhalb den Seminaren.
00:46:13: Ich würde sagen vor allem kriege ich in dieser Studium eine Haltung mit gegenüber Sterbentut und Trauer und dafür das natürlich mit Fachwissen aber auch eine höhere Sensibilität, auch eine größere Forschung.
00:46:29: welche Dimensionen werden da eigentlich angesprochen?
00:46:34: Das hab ich eher den Output erzählt, was so das Studium ist.
00:46:40: Na ja, was heißt Output?
00:46:42: Aber das kannst du auch gerne mal sagen mit ... Was willst Du denn gerne mit dem Studium arbeiten?
00:46:50: oder was sind so typische Berufsbilder?
00:46:54: Also an sich ist schon ein typisches Berufs Bild.
00:46:58: Koordinatorinnen in der Stadt zu nähern oder ambulanten Hospizdienst Bestattung könnte man auch gehen, Arbeit mit Trauernden.
00:47:10: Also es sind sehr so jetzt die großen Obersachen und dann gibt's ja viele unterschiedliche Institutiones.
00:47:16: Auch die Frage leg ich den Schwerpunkt der Zirkupor auf Erwachsene oder Kinder- und Jugendliche.
00:47:22: Man kann auch Richtung Krankenhaus, Krankenhaussielsorge oder Sozialdienst im Krankenhaus oder natürlich Paar Tiefbereich, Umkologie da kommt.
00:47:35: Also in meinem Master spielt halt auch die Erstprofession, also bei mir Sozialarbeiterinnen.
00:47:39: Aber nicht alle meiner Kommunitonen kommen aus dem sozialen Bereich.
00:47:42: Das spielt da auch mit eine Rolle.
00:47:45: Gibt es ein was?
00:47:47: Was du vielleicht nennen kannst, was dich überrascht hat vom Thema her, was du über den Tod oder Sterben und Trauer gelernt hast, wo du gedacht hast ach das überrasacht mich oder das habe ich anders gesehen oder ich hab's noch nie so gesehen.
00:48:05: Ja Ich glaube, meine Vorstellung vor allem auch Richtung Jenseitsvorstellungen wurde größer.
00:48:12: Also ich musste vor und kurz nach denken, wofür hatte ich Angst?
00:48:18: oder wo stand ich auch so vor dem Studium?
00:48:22: Und da hatte ich ... Wir hatten einen Auftaktwochenende für dieses Studium, wo wir sozusagen getroffen haben Erst die Wochenende ohne Trinken, sag ich mal so hatten.
00:48:38: Und da wurde mir bewusst, boah!
00:48:40: Meine Vorstellung über den Tod wird ja ganz schön auf den Kopf gestellt und er dachte dich shit was macht das mit mir?
00:48:48: Weil also Tod gehört halt für mich zum Leben.
00:48:51: Das heißt wenn meine Vorstellung vom Tod auf dem Kopf gestellt wird, wird auch gewisse Weise mein Halt im Leben teilweise aufm Kopf gestellt.
00:49:00: So mit dem bin ich ein bisschen rein.
00:49:03: Und dann habe ich aber gemerkt,
00:49:04: z.B.,
00:49:04: ich konnte mir früher nicht vorstellen, dass sich Menschen vorstellen, das nach dem Tod ein Nichts passiert.
00:49:11: und gleich im ersten Semester hatten wir einen Seminar zum Thema, also im Bereich Philosophie um das Nichts.
00:49:19: Ich glaube da habe ich viel größeres Verständnis.
00:49:22: Also jetzt wenn sich Menschen wirklich die Vorstellungen haben nach dem Tot kommt ein Nichtes was bedeutet das?
00:49:30: Und ich glaube, bei anderen Jenseitsvorstellungen ist es ja ein relativ großes Thema.
00:49:34: Habe ich mehr Verständnis?
00:49:36: Mehr auch selber... Also meine Vorstellung vom Tod hat sich eigentlich eher schwammiger geworden als fester.
00:49:44: Aber das finde ich eigentlich gut.
00:49:45: Weil das man nicht mit dem Thema Sensibilisierung.
00:49:50: Ich begegne dann später hoffentlich sehr viel.
00:49:54: Wenn ich es schaffe in diesem Bereich zu arbeiten Menschen und unterschiedlichen Todes und jenseits Vorstellungen.
00:50:02: Da ist es sehr gut, dass ich eher eine Offenheit habe und nicht sage, so ist das.
00:50:08: Es ist eigentlich voll schön, dass du sagst, dass Du nach dem Studium ein schwammiger Verständnis davon hast als davor also auch ein Weg nach vorne sein kann, dass man die Dinge nicht mehr so klar sieht und das eigentlich das Lernen davon ist dass du da offener geworden bist oder die Vorstellung sich da so verändert hat.
00:50:34: Ja, und das mir ja zugleich Halt gibt weil es war ja das wovor ich ja Angst hatte.
00:50:40: Weil diese feste Vorstellung was passiert nach dem Tod?
00:50:45: Oder im Tod Das hat mir halt gegeben auch meine Sicht aufs Leben geprägt Und jetzt zu merken na die darf offener, vielfältiger sein.
00:50:56: Und trotzdem habe ich weiterhin das Halt und denhalt und das Vertrauen auch so ins
00:51:03: Leben.".
00:51:05: Ja aber stimmt es ist eigentlich spannend dass das Schwammigere jetzt gefühlt fast noch mehr Klarheit gibt.
00:51:14: Was ist denn deine aktuelle Vorstellung vom Tod?
00:51:21: Also sehr persönlich
00:51:25: wenn du es lagen magst
00:51:27: Ja, ja.
00:51:29: Ich glaube, dass ich gar nicht mehr so eine genaue Vorstellung habe was dann passiert.
00:51:36: Also für mich passiert etwas im Tod.
00:51:40: Für mich ist das nicht das Endeende aber ich kann... also ich hab' gar nicht mal so ne richtige Vorstellung was da passiert sondern dass ich mir eher denke wenn wirklich so dass ich sterbe und dann Also trifft der Tod ein, sag ich jetzt mal.
00:52:02: Und dann vielleicht denke ich mir dann so oh!
00:52:05: Jetzt ist wohl keine Ahnung Vorstellung C eingetroffen und ach das ist okay.
00:52:09: Ist doch nicht Vorstellung A oder so?
00:52:14: Ja ich glaube so ist eher meine Vorstellung dass da irgendwas eintrifft und dass es aber ok ist.
00:52:22: Ich habe schon die Vorstellung dass es irgendwie weitergeht, jetzt nicht in dieser körperlichen Form sondern ich als Energie weitergehe.
00:52:33: Das ist glaube schon so.
00:52:35: meine Vorstellung.
00:52:37: aber in welcher Form ob ich dann Licht bin oder auch nicht oder so das ist eher zweitrangig.
00:52:46: und vor allem halt Meine Forschung vom Tod muss gar nicht so eintreffen.
00:52:52: Die hält mich jetzt vielleicht im Leben, sag ich mal.
00:52:56: und auch wenn Leute in meinem Leben sterben.
00:53:00: Das hilft mir damit umzugehen mit... Ich kann heute nicht so gut Deutsch, aber mit deren Tod umzugehnen.
00:53:10: Aber dass das ... Ich brauche nicht die Gewissheit, dass es später eintrifft.
00:53:17: Anja, ich habe noch zwei letzte Fragen für dich weil wir uns gerade schon ein bisschen dem Ende nähern.
00:53:24: Und die eine ist, was fasziniert dich gerade oder auch gerne schon seit Längerem?
00:53:33: Also mich faszineeren allgemeinen Lebensgeschichten würde ich sagen.
00:53:38: also mich fassinieren andere Menschen.
00:53:40: Ich glaube deshalb bin ich Sozialarbeiterin und deswegen ist mir ein soziales Netzwerk wichtig.
00:53:47: Das habe ich gerne Menschen um mich und ich höre sehr gerne Geschichten von Menschen.
00:53:55: Was haben sie erlebt in ihrem Leben?
00:53:57: Was haben Sie vor?
00:54:01: Ja, deshalb höre ich auch deinem Pfadkart.
00:54:04: Aber was fasziniert dich dabei?
00:54:07: Ich glaube, ich finde es schon interessant so ja wie...was kann alles eintreffen im Leben und wie geht man damit um?
00:54:19: Ist es für dich auch so ein Lernen?
00:54:23: Also ich hatte gerade das Wort Prävention in meinem Kopf.
00:54:27: Ich muss zugeben, dass habe ich ja auch manchmal... Deshalb insgesamt Podcasts wo Menschen interviewt werden die dessen dessen Leben erlebt haben und für mich ist man mal schon mit dem Gedanken naja wer weiß was in meinem Leben passiert.
00:54:42: vielleicht kann ich etwas davon lernen auch wenn ich natürlich hoffe das gewisse Schicksalsschläge nicht passieren, aber das weiß ich natürlich nicht.
00:54:49: Und auf der einen Seite ist es immer... Glingt das ein bisschen krass?
00:54:53: Ich muss mal in einer Freundin erzählen, die so... Das ist ein bisschen heftig, aber ich sehe das eher als Lernen und Aufsaugen von Wissen, von Infos, auch deshalb.
00:55:07: Das ist für mich eine gewisse Faszination.
00:55:10: Wie gehen zum Beispiel Menschen um, wenn sie im Rollstuhl landen oder Diagnose bekommen oder die in die Liebe treffen.
00:55:21: Also auch von vielen schönen Dingen zu reden.
00:55:26: Und was du gerade jetzt nur im Nebensatz gesagt hast, dass die Freundin dir dann gesagt hat, ah sie findet das schon ein bisschen krass war es darauf bezogen, dass du dir Schicksalsschläge anhörst?
00:55:37: Auch mit dem Gedanke, nicht dass ich mir das anhöre sondern dass das teilweise so schon mit dem Gedankenhörende Wer weiß, was bei mir eintrifft.
00:55:46: Aber ich glaub so ... Ich hab das Massier so fein zu lassen.
00:55:53: Das finde ich glaube in meinem Master vor allem so schön, da hatte ich grad letztes Wochenende so ein Erlebnis.
00:56:00: Da haben wir einmal mal ausgetauscht wie stellt sich jeder seine Beerdigung vor?
00:56:09: Was ist ihm wichtig, wie will er bestattet werden oder so und waren alles Leute die jetzt gerade nicht akut Sterbende sind, wie wir das immer so sagen.
00:56:16: Weil sterben tun wir alle aber wir sterben gerade nicht akut und ich dachte mir so in keinem anderen Umfeld kann ich einfach so mal beim Wandern diese Frage stellen, denn wie wird zu dem bestattet werden?
00:56:29: Das finden dann glaubt Menschen auch wenn sie hinter mir stehen.
00:56:35: Aber genau also so.
00:56:36: irgendeine Freundin die das nicht studiert findet es glaube eher schräg und ich sage na wie willst du bestattelt werden?
00:56:43: Genau!
00:56:44: Aber ich bin mir noch nicht so viele geht angemacht.
00:56:51: Und was jetzt die letzte Frage ist, woher hättest du gerne mehr Mut?
00:57:07: So als Vorbereitung auf dem Podcast, wo ich überlegt habe, was bedeutet denn für mich Mut kam ich so drauf, dass ich zum Beispiel mehr Mut hätte.
00:57:19: Also so Männer anzusprechen habe ich gemerkt weil das fand ich spannend auch zu merken naja wo bezeichne ich mich selber als mutig und was mache ich halt?
00:57:34: Weil ich hab gemerkt Menschen ansprechen das kann ich schon ganz gut.
00:57:38: Ich kann Leute nach dem Weg fragen Ansprechend sagen, hey ich bin Anja und wir arbeiten jetzt zusammen oder willst du mit mir zusammenarbeiten?
00:57:49: Oder so.
00:57:52: Oder auch Freunde einfach vom Kaffee einladen oder so Das kann nicht.
00:57:56: schon manchmal wenn ich da gut gelaunt bin.
00:58:00: Aber was mir wirklich schwer fällt ist sage ich mal gerade in diesem eher Dating-Ramen Leute anzusprechen oder Blicke zu... wie nennt man das?
00:58:13: zu
00:58:14: tauschen, zu beantworten, darauf zu reagieren.
00:58:18: Das kann ich nicht gut und das würde ich gerne.
00:58:21: Und ich finde es nämlich spannend dass in manchen Bereichen scheinbar mutig bin zwischen menschlichen Kontakt einzugehen oder mit anderen Menschen gerade zum Beispiel Thema Dating also nicht so gut kann.
00:58:42: Ja, ich hab mir ja auch natürlich irgendwie viel Gedanken über das Thema Mut gemacht.
00:58:46: Und was ich mich eben auch gefragt habe ist kann man eigentlich mit der Abwesenheit von Angst oder Zweifel überhaupt mutig sein für sich selbst?
00:58:56: Weil natürlich die eine Person, die dann sagt, oh Theresa mega mutig dass du das und das alleine machst und ich denke mir naja ich hab's halt gemacht so war es für mich nicht anstrengend.
00:59:11: Wohingegen dann, wenn du jetzt überlegst gerade vielleicht jemand der immer Vorträge hält auch immer wieder vor hundert Leuten.
00:59:22: Für den ist es da nicht mutig, wenn er dann jetzt vielleicht vor tausend Leuten hält.
00:59:26: aber wenn dann eine Person das das erste Mal macht und es so viel Überwindung und die Person braucht dann wieder Mut.
00:59:34: also und wenn wir jetzt sagst in Thema Neu-Anfang, Strickstrich Kapitel aufklappen.
00:59:47: Du hast da schon vielleicht auch ein bisschen Übung und vielleicht war das auch nie so ein krasses Thema für dich.
00:59:53: aber also dass man irgendwie in einer Situation liegt es vielleicht auch näher bei dir, dass du sagst okay das ist jetzt gar nicht so ein großes Thema und andere würden sagen oh mein Gott Wie oft bist du umgezogen?
01:00:09: Und jetzt schon wieder und was, du hattest doch schon eine Festanstaltung.
01:00:12: Du willst noch mal von deinem Gehalt unter die neue Stadt, neues Studium würde ich mich niemals trauen.
01:00:21: Hätte ich Angst davor.
01:00:23: und nur weil andere das halt als mutig bezeichnen heißt es nicht dass du das tust und umgekehrt auch nicht.
01:00:28: ne Und deswegen finde ich es irgendwie so spannend, auch wenn das so kleine Sachen sind.
01:00:32: Wenn du sagst dafür hättest du gerne mehr Mut jemanden im Blick zuzuwerfen was natürlich auch verletzlich sein kann weil du auch auf Ablehnungen stoßen kannst.
01:00:47: Ja also ich glaube selber als ich überlege was heißt denn mut habe ich auch so für mich die Definition getroffen oder gefunden.
01:00:57: mut heißt mit Niederlagen umzugehen, aber auch Mut heißt sich auf Dinge einzulassen wo ich keine Ahnung habe was passiert.
01:01:07: Und ja und deshalb... Ich würde auch sagen zu Mut gehört für mich schon eine gewisse vielleicht nicht Angst aber auch Furcht und Respekt.
01:01:18: das ist so wie vorhin meinte ich bin also ich glaube jede Entscheidung gehe ich eigentlich unter jeden Umzug oder Veränderung gehe ich eigentlich immer mit dem Gedanken dran.
01:01:32: Es kann sein, dass es schief geht und ich hatte bis jetzt sehr viel Glück.
01:01:36: Ich würde sagen, die sind Sachen nie komplett schiefgegangen.
01:01:40: Und ich gehe auch immer daran, naja zu jeder Entscheidung gibt es Vor- und Nachteile und schöne Dinge und dofe Dinge.
01:01:49: Die können immer als Gesamtpaket Und ich würde sagen, vielleicht hilft mir das deshalb auch manchmal wirklich die Dinge dann so wie sie sind.
01:02:01: Dann auch anzunehmen weil ich mich immer auf beides so auf gewisse Weise einstelle auch wenn nicht natürlich immer Thema positiv und hoffnung So ein Tick höher ist.
01:02:11: aber Ich würde sagen wenn man da eine rangeht sagt das klappt auf jeden Fall Wenn es persönlich schwieriger.
01:02:19: Aber dass glaube auch bisschen Einstellungssache.
01:02:20: Das ist so wie ich an dinge herangehe.
01:02:24: Ja, aber zu Mut heißt jetzt glaub ich für mich sich auf Dinge einzulassen.
01:02:31: Zu probieren wo man nicht weiß was eintrifft.
01:02:36: und ja das habe ich nämlich auch gemerkt Thema also Dating oder vor allem deshalb bei mir ist ja mehr des thema genau Leute einen Blick zuzuwerfen, wo ich nicht weiß wollen den Blick von mir oder nicht.
01:02:53: Wenn ich jetzt ein Date ausgemacht habe das krieg' ich schon dann hin umzusetzen.
01:02:56: aber ja da ist natürlich auch... Da weiß ich nicht was passiert und das kann ich scheinbar schlechter aushalten als ... Das ist ein sehr schriger Vergleich aber als einfach neuen Wohnort Wo ich in der Sicht ja aktiver bin.
01:03:16: Anja, vielen Dank fürs Interview zum zweiten Mal.
01:03:21: Ich freue mich dass du da warst und ja wird es hier jetzt an der Stelle beenden obwohl ich noch sehr viel weiter fragen könnte.
01:03:32: Ja vielen dank!
01:03:35: Das wars schon wieder für heute.
01:03:37: Ich bedanke mich bei Anja für ihre Offenheit und für das interessante und persönliche Gespräch.
01:03:46: Danke auch an alle, die zugehört haben.
01:03:49: Wenn ihr eine Person im Umfeld habt, die Mut für ein neues Kapitel im Leben braucht dann teilt diese Folge gerne.
01:03:56: Ihr wisst
01:03:57: am besten
01:03:57: wie ihm das helfen kann.
01:04:00: Ein Dank geht auch an Konstantin für Ton und Schnitt Und euch wünsche ich jetzt noch eine schöne Woche mit einem kleinen mutigen Schwit.
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